Leider nicht ganz das, was ich erwartet habe
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv fand ich, dass kostenlos Wasser zur Verfügung stand (auch andere Getränke). Zu Feiertagen oder besonderen Anlässen gab es außerdem öfter Süßigkeiten oder kleine Aufmerksamkeiten für das Team.
Solche Kleinigkeiten waren nett und haben den Arbeitsalltag zwischendurch etwas angenehmer gemacht. Außerdem die Begrüßung am Morgen und wenn man Feierabend hatte. Außerdem hatten wir Firmenfitness.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schwierig fand ich vor allem die starke Kontrolle im Arbeitsalltag. Schon bei kleineren Dingen entstand schnell das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, statt einfach eigenständig arbeiten zu können.
Dazu kamen teilweise widersprüchliche Anweisungen. Man bekam eine Aufgabe auf eine bestimmte Weise erklärt und später hieß es plötzlich, sie solle anders gemacht werden. Das hat unnötig für Unsicherheit gesorgt.
Kritik und Feedback wurden zwar grundsätzlich gewünscht, bei tatsächlich kritischen Rückmeldungen war die Stimmung danach aber teilweise spürbar angespannt. Auch bei privaten Terminen oder persönlichen Verpflichtungen fehlte mir Flexibilität. Gleichzeitig wurde eher erwartet, dass man sich zeitlich an die Arbeit anpasst und bei Bedarf länger bleibt.
Insgesamt fehlten mir vor allem Vertrauen, klare Absprachen und ein professioneller Umgang mit unterschiedlichen Meinungen.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Vertrauen in die Mitarbeitenden und weniger Kontrolle bei Kleinigkeiten würden schon viel verändern. Absprachen sollten klarer sein und möglichst nicht ständig unterschiedlich ausgelegt werden.
Auch beim Umgang mit Kritik wäre mehr Offenheit hilfreich. Wenn Feedback gewünscht ist, sollte man es annehmen können, ohne dass daraus direkt Spannungen entstehen.
Zusätzlich wären mehr Flexibilität bei privaten Terminen, nachvollziehbare Zuständigkeiten und ein wertschätzenderer Umgang im Alltag sinnvoll. Lob sollte nicht nur dann kommen, wenn alles genau nach den Vorstellungen der Führung läuft.
Vor allem würde eine ruhigere, respektvollere Führungskultur das Arbeitsklima deutlich verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich persönlich eher als angespannt empfunden. Im Arbeitsalltag fehlte mir teilweise das Gefühl von Vertrauen und einer offenen, entspannten Zusammenarbeit. Ich hatte öfter den Eindruck, dass sehr genau darauf geachtet wurde, wie und auf welche Weise gearbeitet wird, wodurch für mich wenig Freiraum entstand.
Positiv waren einzelne angenehme Gespräche und Momente im Team. Insgesamt hätte ich mir jedoch mehr Vertrauen, Wertschätzung und eine lockerere Arbeitsatmosphäre gewünscht.
Image
Nach außen wirkt das Unternehmen teilweise besser, als es sich im Arbeitsalltag angefühlt hat. Zwischen Außenwirkung und meiner eigenen Erfahrung gab es für mich schon deutliche Unterschiede.
Ein paar positive Punkte gibt es, insgesamt kann ich das Image aus meiner Sicht aber nur bedingt nachvollziehen.
Work-Life-Balance
Eine gute Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben war aus meiner Sicht nur eingeschränkt möglich. Bei privaten Terminen oder persönlichen Verpflichtungen hätte ich mir deutlich mehr Flexibilität und Verständnis gewünscht.
Auch bei zusätzlichem Arbeitsaufwand entstand teilweise der Eindruck, dass eine entsprechende Anpassung der eigenen Zeit selbstverständlich erwartet wird. Insgesamt wäre hier eine mitarbeiterfreundlichere und flexiblere Handhabung wünschenswert gewesen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In dem Bereich hatte ich eigentlich einen guten Eindruck. Auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen wurde geachtet und auch soziale Themen wurden nicht komplett außen vor gelassen.
Natürlich gibt es auch hier noch Dinge, die man besser machen könnte, insgesamt würde ich den Bereich aber eher positiv bewerten.
Karriere/Weiterbildung
Für die eigene berufliche Entwicklung bietet die Stelle eher wenig Perspektive. Klare Möglichkeiten für Weiterbildung, zusätzliche Verantwortung oder einen nächsten Karriereschritt waren kaum erkennbar.
Wer gezielt dazulernen oder sich langfristig innerhalb des Unternehmens entwickeln möchte, findet hier meiner Erfahrung nach nur begrenzte Möglichkeiten.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war für mich überwiegend positiv. Der Austausch untereinander war angenehm und man konnte sich bei Fragen oder Problemen gegenseitig unterstützen. Gerade im Arbeitsalltag war es hilfreich, Ansprechpartner im Team zu haben, mit denen man sich offen austauschen konnte.
Natürlich war nicht immer alles perfekt, insgesamt habe ich den Umgang untereinander aber als einen der positiveren Aspekte erlebt.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen wirkte insgesamt gemischt. In vielen Situationen war der Umgang respektvoll und normal, gleichzeitig gab es aus meiner Sicht auch Momente, in denen mehr Wertschätzung und ein respektvollerer Ton wünschenswert gewesen wären.
Vorgesetztenverhalten
Im Umgang mit Mitarbeitenden hätte ich mir deutlich mehr Professionalität, Wertschätzung und Offenheit gewünscht. Kritisches Feedback wurde zwar grundsätzlich eingefordert, in der Praxis hatte man jedoch nicht immer das Gefühl, dass abweichende Meinungen tatsächlich willkommen waren.
Teilweise entstand der Eindruck, dass sachliche Themen schnell auf eine persönliche Ebene gerieten. Auch Entscheidungen und Reaktionen waren für mich nicht immer nachvollziehbar.
Ein respektvollerer, sachlicherer und lösungsorientierterer Führungsstil hätte die Zusammenarbeit deutlich verbessert.
Arbeitsbedingungen
Die grundlegenden Arbeitsbedingungen waren insgesamt in Ordnung. Die notwendige Ausstattung für die täglichen Aufgaben war vorhanden und man konnte grundsätzlich vernünftig arbeiten.
Weniger positiv empfand ich die geringe Flexibilität im Arbeitsalltag. Bei der Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes und der Arbeitsweise gab es aus meiner Sicht wenig Spielraum. Auch flexiblere Arbeitsmodelle waren nur sehr eingeschränkt möglich.
Teilweise wurde außerdem sehr genau darauf geachtet, wie die Arbeitszeit genutzt wird, wodurch der Arbeitsalltag stellenweise unnötig streng wirkte. Insgesamt waren die Bedingungen akzeptabel, könnten aber moderner, flexibler und vertrauensbasierter gestaltet werden.
Kommunikation
Die interne Kommunikation habe ich leider als sehr verbesserungswürdig erlebt. Informationen und Anweisungen waren für mich teilweise nicht eindeutig oder haben sich im Nachhinein verändert. Dadurch entstand häufiger Unsicherheit darüber, was genau erwartet wird.
Ich hätte mir eine klarere, einheitlichere und offenere Kommunikation gewünscht. Besonders bei Rückfragen oder unterschiedlichen Auffassungen wäre aus meiner Sicht ein sachlicherer und lösungsorientierterer Austausch hilfreich gewesen.
Gleichberechtigung
Beim Thema Gleichberechtigung habe ich leider keine besonders positiven Erfahrungen gemacht. Nicht alle Mitarbeitenden wurden aus meiner Wahrnehmung heraus immer gleich behandelt, und der Umgang hing teilweise stark von der jeweiligen Person oder Situation ab.
Gerade bei Entscheidungen und im täglichen Miteinander wäre mehr Einheitlichkeit, Fairness und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe wünschenswert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren teilweise abwechslungsreich und boten grundsätzlich die Möglichkeit, unterschiedliche Bereiche kennenzulernen. Einige Tätigkeiten waren interessant und haben neue Einblicke gegeben.
Gleichzeitig fehlten bei manchen Aufgaben aus meiner Sicht klare Ziele, eine gute Struktur oder ein erkennbarer Mehrwert. Dadurch wirkte nicht jede Tätigkeit sinnvoll oder vollständig durchdacht. Insgesamt also gemischt, mit durchaus interessanten Aufgaben, aber auch deutlichem Verbesserungspotenzial.