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PLUSpoint 
HR
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Anspruch und Arbeitsalltag stimmen nicht überein.

2,0
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei PLUSpoint HR in Schweinfurt gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv fand ich vor allem den Zusammenhalt unter manchen Kolleginnen und Kollegen und die gegenseitige Unterstützung im Alltag.
Auch die Büroräume sind modern, hell und angenehm gestaltet. Zusätzlich wurden regelmäßig Snacks, Süßigkeiten und Obst bereitgestellt, Getränke waren ebenfalls vorhanden. Solche kleinen Aufmerksamkeiten habe ich grundsätzlich positiv wahrgenommen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Am schwierigsten fand ich nicht einzelne Situationen, sondern das grundsätzliche Gefühl, dass Anspruch und tatsächlicher Umgang miteinander oft nicht zusammengepasst haben. Nach außen werden Vertrauen, Kommunikation auf Augenhöhe und moderne Personalarbeit vermittelt. Intern habe ich mich jedoch nicht immer so erlebt, als würden diese Werte im gleichen Maß für die eigenen Mitarbeitenden gelten.
Besonders problematisch war für mich, dass Offenheit zwar gewünscht wirkte, echte Kritik oder ein abweichender Standpunkt aber nicht immer denselben Raum bekommen haben. Dadurch entsteht irgendwann keine offene Kommunikation mehr, sondern eher die Frage, was man besser nicht anspricht.
Für mich ist genau das der Punkt: Wer anderen gute Personalarbeit verkauft, sollte sie zuerst bei den eigenen Mitarbeitenden beweisen.

Verbesserungsvorschläge

Kommunikation und Vertrauen sollten aus meiner Sicht intern deutlich stärker gelebt werden und nicht nur Teil der Außendarstellung sein. Wenn in Stellenausschreibungen mit flachen Hierarchien geworben wird, sollte sich das auch im täglichen Umgang mit den Mitarbeitenden widerspiegeln. Meine persönliche Wahrnehmung war hier teilweise eine andere. Nach außen und im Kontakt mit Kunden wirkt der Anspruch sehr modern und wertschätzend, intern hätte ich mir davon deutlich mehr gewünscht. Auch bei neuen Projekten oder größeren Verantwortungsbereichen sollte die Kommunikation früher beginnen. Aus meiner Sicht sollten solche Themen nicht bereits vollständig geplant und anschließend einfach einer Person übertragen werden. Sinnvoller wäre es, vorher gemeinsam zu besprechen, worum es geht, welche Erwartungen bestehen, welche Kapazitäten vorhanden sind und ob die betreffende Person sich in diesem Aufgabenbereich überhaupt sieht. Natürlich kann nicht jede Aufgabe frei gewählt werden, aber gerade bei längerfristiger Verantwortung sollte ein Gespräch stattfinden, bevor Fakten geschaffen werden. Bei der Verteilung neuer Aufgaben und Verantwortlichkeiten würde ich mir mehr echten Austausch wünschen. Bedenken oder abweichende Vorstellungen von Mitarbeitenden sollten ernst genommen und gemeinsam besprochen werden, anstatt dass die Entscheidung bereits weitgehend feststeht. Kommunikation auf Augenhöhe bedeutet für mich auch, ein Nein oder eine andere Meinung zunächst ernst zu nehmen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist Vertrauen bei persönlichen und vertraulichen Gesprächen. Informationen, die einer Führungskraft im Vertrauen mitgeteilt werden, sollten aus meiner Sicht auch vertraulich bleiben. Nur so kann überhaupt ein Umfeld entstehen, in dem Mitarbeitende persönliche oder schwierige Themen offen ansprechen können. Insgesamt würde ich mir wünschen, dass die Werte, mit denen das Unternehmen selbst nach außen auftritt, im Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden konsequenter gelebt werden: klare Kommunikation, Vertrauen, tatsächliche Gespräche auf Augenhöhe und die ernsthafte Einbeziehung der Menschen, die eine Aufgabe am Ende umsetzen sollen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich teilweise als angespannt und vergleichsweise kontrolliert wahrgenommen. Mir fehlte das grundsätzliche Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter. Dadurch hatte ich gelegentlich eher das Gefühl, mich für Kleinigkeiten erklären zu müssen, anstatt einfach selbstständig arbeiten zu können.
Es gab durchaus auch angenehme und lockere Momente, insgesamt hätte ich mir aber mehr Vertrauen, Freiraum und eine entspanntere Atmosphäre gewünscht.

Kommunikation

Die Kommunikation habe ich häufig als sehr spontan und teilweise wenig strukturiert erlebt. Neue Ideen, Aufgaben oder Änderungen wurden teilweise kurzfristig eingebracht, ohne gleichzeitig klar zu kommunizieren, wie diese im Verhältnis zu bereits bestehenden Aufgaben priorisiert werden sollen. Auch bei größeren Themen hätte ich mir mehr vorherige Abstimmung gewünscht.

Kollegenzusammenhalt

Den Kollegenzusammenhalt habe ich gemischt erlebt. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen war der Austausch angenehm und unterstützend. Gleichzeitig hatte ich nicht immer das Gefühl, dass man innerhalb des Teams offen über alles sprechen konnte, ohne sich Gedanken darüber zu machen, wo Informationen möglicherweise landen.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance habe ich als eingeschränkt wahrgenommen. Bei Arbeitszeit und persönlichen Verpflichtungen hätte ich mir mehr Flexibilität und Entgegenkommen gewünscht.
Homeoffice war in der Praxis aus meiner Sicht weniger flexibel nutzbar, als ich ursprünglich erwartet hatte, und eher auf Ausnahmefälle beschränkt.

Vorgesetztenverhalten

Für mich besteht hier das größte Verbesserungspotenzial. Besonders gefehlt hat mir Vertrauen in die Mitarbeitenden. Einerseits wurde eigenständiges Arbeiten und die Übernahme von Verantwortung erwartet, andererseits habe ich den Arbeitsalltag als stark kontrolliert erlebt. Für mich hat das nicht zusammengepasst.
Auch größere Aufgabenbereiche oder Verantwortlichkeiten wurden teilweise sehr direkt übertragen, ohne vorher ausreichend zu besprechen, wie diese zu bestehenden Aufgaben, Kapazitäten oder Interessen passen. Natürlich kann man sich im Berufsleben nicht jede Aufgabe aussuchen. Bei umfangreicheren oder längerfristigen Themen hätte ich mir aber zumindest einen gemeinsamen Austausch über Erwartungen und Prioritäten gewünscht.
Gleichzeitig wurde eine offene Feedbackkultur grundsätzlich als wichtig dargestellt. Bei kritischen Rückmeldungen hatte ich persönlich jedoch nicht immer den Eindruck, dass diese genauso offen aufgenommen wurden. Dadurch fiel es mir mit der Zeit schwerer, unterschiedliche Meinungen oder Kritik frei anzusprechen.
Ein glaubwürdiges Image entsteht NICHT durch möglichst gute Onlinebewertungen, sondern durch den Umgang mit Kritik.

Interessante Aufgaben

Grundsätzlich gab es abwechslungsreiche Themen und auch Möglichkeiten, neue Aufgaben kennenzulernen. An interessanten Ideen hat es aus meiner Sicht nicht gemangelt.
Gleichzeitig wurden teilweise viele Themen parallel begonnen, ohne dass immer eine klare Priorisierung oder ein konkretes Ziel erkennbar war. Manche Projekte verloren aus meiner Wahrnehmung wieder an Bedeutung, sobald neue Ideen hinzukamen.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung habe ich nicht durchgehend positiv wahrgenommen. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende deutlich anders behandelt oder stärker belastet wurden als andere. Die Hintergründe dafür kann und möchte ich nicht beurteilen.

Umgang mit älteren Kollegen

Auch den Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen habe ich nicht durchgehend positiv erlebt. Eine Benachteiligung allein aufgrund des Alters kann ich nicht beurteilen, allerdings empfand ich den Umgangston in einzelnen Situationen als unnötig scharf und wenig wertschätzend.

Arbeitsbedingungen

Die Büroräume sind modern und ansprechend gestaltet. Für mich machen gute Arbeitsbedingungen aber deutlich mehr aus als die äußere Ausstattung.
Besonders kritisch habe ich den Umgang mit Arbeitszeit erlebt. Überstunden wurden aus meiner Wahrnehmung eher positiv bewertet und teilweise fast als Zeichen besonderer Motivation dargestellt. Pünktliches Feierabendmachen wirkte dagegen nicht immer gleichermaßen akzeptiert.
Wenn Aufgaben zum Ende des Tages noch offen waren, hatte ich teilweise den Eindruck, dass eher erwartet wurde, länger zu bleiben, anstatt gemeinsam realistisch zu priorisieren, was innerhalb der regulären Arbeitszeit tatsächlich machbar ist.

Für mich entstand eine Kultur, in der lange Anwesenheit stärker zählt als gesunde Arbeitsorganisation. Dauerhaft bis spät zu arbeiten sollte aus meiner Sicht kein Maßstab für Engagement sein.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Insgesamt habe ich das Umwelt- und Sozialbewusstsein positiv wahrgenommen. Natürlich wird in einem Unternehmen, das auch mit physischen Unterlagen und Versand arbeitet, noch relativ viel gedruckt, was für mich aber nachvollziehbar ist. Darüber hinaus sind mir in diesem Bereich keine größeren negativen Punkte aufgefallen.

Image

Das öffentliche Bild des Unternehmens und meine persönliche Erfahrung im Arbeitsalltag lagen für mich deutlich auseinander. Nach außen wird ein moderner, professioneller und stark mitarbeiterorientierter Anspruch vermittelt, GERADE durch die intensive Beschäftigung mit HR-Themen und guter Personalarbeit.
Genau deshalb war meine Erwartung an die eigene Unternehmenskultur entsprechend hoch. Intern hatte ich jedoch mehrfach den Eindruck, dass viele der Werte und Prinzipien, die nach außen vermittelt werden, im eigenen Arbeitsalltag aber weniger konsequent gelebt werden.
Für mich hat dadurch auch die Glaubwürdigkeit der Außendarstellung gelitten. Wenn ein Unternehmen anderen vermittelt, wie gute Mitarbeiterführung, Feedback und Personalarbeit funktionieren sollten, sollte dieser Anspruch aus meiner Sicht zuerst im eigenen Unternehmen erkennbar sein.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung und persönliche Entwicklung werden grundsätzlich unterstützt und sind auch erwünscht. Wer sich aktiv einbringen und weiterentwickeln möchte, bekommt aus meiner Sicht entsprechende Möglichkeiten.
Gleichzeitig sollte man eine hohe Eigeninitiative mitbringen und damit umgehen können, dass der Arbeitsalltag teilweise sehr arbeitsintensiv und von Zeitdruck geprägt sein kann. Persönlich habe ich die Belastung über längere Phasen als recht hoch empfunden.

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Arbeitgeber-Kommentar

Astrid Meyer-HäuplerGeschäftsführerin PLUSpoint HR

Danke für dein offenes Feedback. Wir nehmen deine Rückmeldung ernst und werden uns die angesprochenen Punkte zu Herzen nehmen. Auch wir entwickeln uns als Unternehmen, in unseren Strukturen und in der Führung stetig weiter und haben bereits vieles verändert. Komme gerne auf ein offenes Gespräch auf unsere Annette zu. Für deinen weiteren beruflichen Weg wünschen wir dir alles Gute und viel Erfolg.

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