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Bewertung

Der erste Eindruck ist wichtig, aber der Zweite enthüllt die Wahrheit!

1,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf in Hamburg gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- ich hatte den Eindruck, die interne Kommunikation verlief überwiegend intransparent
- Werben mit Benefits, die in meinen Augen längst überholt sind
- Afterworks, da ich mich verpflichtet fühlte hieran teilzunehmen. Zudem wäre es schön gewesen, wenn zumindest die Rechnung vom Unternehmen übernommen worden wäre
- im Vorstellungsgespräch wurde mir, zumindest gefühlt, ein komplett anderer Eindruck vom Unternehmen und den Aufgaben vermittelt

Verbesserungsvorschläge

Im Zuge meiner Beschreibung der einzelnen Bereiche, habe ich bereits einige Verbesserungsvorschläge genannt.

Arbeitsatmosphäre

Ich hätte mir mehr Vertrauen gewünscht. Mehr brauch ich dazu nicht zu sagen

Image

Nicht alles was glänzt ist Gold...

Nach Außen habe ich stets den Eindruck gewonnen, es handele sich bei diesem Unternehmen um eines der besten und modernsten arbeitenden Unternehmen der Personalberatungsbranche. Generell wird meiner Meinung nach sehr viel Wert auf die Außendarstellung gelegt - viel Content in Richtung Teamzusammenhalt, etc. auf den Sozialen Medien kreiert und auch der Internetauftritt wirkt nahezu makellos. Leider führt genau das meiner Meinung nach zu einem falschen Bild und ich bekam zunächst einen ganz anderen Eindruck vom Unternehmen vermittelt.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal hervorheben, dass ich es als sehr schade empfinde, dass ich bereits nach 2-3 Wochen gebeten wurde, eine positive Bewertung auf kununu zu schreiben/ veröffentlichen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch keine qualifizierte Aussage über das Unternehmen treffen. Auch wollte ich nach dieser kurzen Zeit eine ausdrückliche Bitte meines neuen Arbeitgebers -inklusive Rückfragen zur Erledigung- nicht ablehnen, da ich das Gefühl hatte, andernfalls negativ aufzufallen.

Work-Life-Balance

Zwar wird mit einer guten Work-Life-Balance Regelung und Home-Office-Regelungen geworben, allerdings verstehe ich darunter etwas anderes.
Unbezahlte Überstunden waren an der Tagesordnung und ich hatte den Eindruck, dass man mich schief anguckt, wenn ich prünktlich Feierabend machen wollte.

Kollegenzusammenhalt

Viele einzelne Gruppierungen, dadurch resultierend empfand ich es nicht als ein ganzheitliches Miteinander. Für mich glich die Atmosphäre eher als eine Art "Ellenbogen-Mentalität" als ein "Wir-Gefüge". Zudem hatte ich den Eindruck, dass einige Dinge, die sich unter den Kollegen und Kolleginnen erzählt wurden, auf Umwegen bei der Geschäftsführung gelandet sind. Zusammenhalt sieht für mich einfach anders aus! Dennoch war der oberflächliche Kontakt unter Mitarbeitenden durchweg zufriedenstellend und mit einigen Mitarbeitenden ist man auch gerne nach Feierabend noch zusammen losgezogen.

Vorgesetztenverhalten

Ich stelle mir unter einer guten Führungskraft einen Menschen vor, welcher sich als Teil des Teams sieht, auf Augenhöhe kommuniziert und das Team mitzieht. Ich hatte eher den Eindruck, dass der Umsatz an erster Stelle stand, alles andere nachrangig behandelt wurde und auch ein wirklich ernsthaftes Interesse an den Mitarbeitenden fehlte. Kritik oder Probleme konnte ich aus diesen Gründen nicht offen ansprechen.
Ziele waren meines Erachtens nach zu hoch gesteckt und somit zum Teil nicht erreichbar.

Kommunikation

Die Kommunikation habe ich als überwiegend intransparent wahrgenommen. Bei internen Problemen oder ähnlichen Angelegenheiten war es der Geschäftsführung immer ein großes Anliegen, dass sie selbst die Kommunikation und Gesprächsführung übernehmen, um "Missverständnisse" hinsichtlich der Kommunikation innerhalb des Teams vorzubeugen. Meiner Meinung nach wurden hierbei einige Gründe banalisiert und beschönigt. Ich empfand es als ein Informationsungleichgewicht und tragischerweise erfuhr ich so erst nach dem Verlassen des Unternehmens von Dingen, die ich lieber vorab gewusst hätte.

Ich frage mich, warum Dinge nicht direkt vor den Mitarbeitenden angesprochen oder allgemein im gesamten Team kommuniziert werden?
Fehler können passieren, aber meiner Meinung nach sollte definitiv auch offen und ehrlich darüber gesprochen werden können.

Interessante Aufgaben

Zwar ist der Job durch den Kontakt zu den verschiedensten Menschen abwechslungsreich, aber am Ende wiederholen sich die Aufgaben und für mich kehrte nach einiger Zeit eine gewisse Eintönigkeit ein.

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Arbeitgeber-Kommentar

+YOU

Hi du,
vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, dein Feedback so detailliert zu teilen. Auch wenn dein Eindruck gemischt ausfiel, schätzen wir deine Offenheit sehr. Zwar ist deine Bewertung schon ein Weilchen her, dennoch leben wir hier ganz das Motto: Besser spät als nie :)

Einige Punkte möchten wir gerne aus unserer Sicht ergänzen:

Wir stimmen dir dahingehend zu: Fehler können passieren, und wir legen Wert darauf, dass diese offen kommuniziert werden – sowohl von der Führungskraft als auch umgekehrt. Dies betonen wir bereits im Vorstellungsgespräch.

Ein offener Austausch ist uns im Team wichtig. Gleichzeitig gibt es aber auch Themen, die nicht für die gesamte Belegschaft relevant sind oder bei denen es schlicht mehr Sinn ergibt, diese in einem kleineren Rahmen zu besprechen. Unser Ziel ist es dabei keinesfalls, Informationen bewusst zurückzuhalten – vielmehr geht es darum, den richtigen Rahmen und die passenden Personen für bestimmte Themen zu wählen. Wenn dieser Ansatz bei dir als Intransparenz wahrgenommen wurde, tut uns das leid – das war keineswegs unsere Absicht.

Auch unsere Afterworks sollen eine lockere Gelegenheit sein, den Teamgeist zu stärken – freiwillig und ohne Verpflichtung. Wir verbringen gerne Zeit miteinander & freuen uns über jeden Teilnehmenden. Wenn jemand mal nicht möchte oder nicht kann, ist das absolut kein Problem. Zusätzlich haben wir auch ein Sommerfest & eine Weihnachtsfeier, welche wir sehr gerne ausgiebig sponsern & keine Kosten scheuen. Für unsere Afterworks haben wir für uns einen guten Ausgleich gefunden, indem wir für den Start im Büro jegliche Getränke bereitstellen & die jeweilige Aktivität dann jeder für sich übernimmt.

Zum Thema Work-Life-Balance: Uns ist bewusst, dass es Phasen gibt, in denen es stressiger wird und Überstunden anfallen können. Gerade zum Einstieg ist dies Part des Jobs. Das wollen wir weder beschönigen noch verheimlichen. Das sollte jedoch nicht ausarten und wir versuchen gemeinsam mit dir Wege zu finden, solche Situationen zu verbessern. Im Homeoffice sind wir weiterhin sehr flexibel. Donnerstags kommen wir alle gerne zusammen, den Rest der Woche kann sich jeder selber einteilen. Die einzige Ausnahme ist hier die Einarbeitungszeit.

Und was unsere Außenwirkung betrifft: Wir glauben daran, dass wir viel zu bieten haben. Von Flexibilität, über Freiheiten & die Möglichkeit, sich einbringen zu können. Dennoch nehmen wir deinen Eindruck ernst und arbeiten aktiv daran, unser Selbstbild und die Realität noch besser in Einklang zu bringen & Dinge ganz offen und aktiv bereits in Vorstellungsgesprächen zu thematisieren.

Und bezüglich der kununu Bewertung: Wir verstehen, dass so eine Bitte früh im Arbeitsverhältnis überraschen kann. Gleichzeitig wissen wir, welchen großen Mehrwert authentische Einblicke auf Plattformen wie kununu für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber haben. Gerade als kleines Unternehmen möchten wir dort sichtbar machen, was uns ausmacht und wofür wir stehen. Deshalb freuen wir uns umso mehr, wenn Mitarbeitende bereit sind, ihre ehrlichen Erfahrungen & Gedanken, die sie zu diesem Zeitpunkt haben, zu teilen. Wenn du dich aber noch nicht bereit fühlst, hat das keine negativen Auswirkungen. Damit schließt sich auch der Kreis nach oben, dass wir immer eine offene Feedback Kultur fördern.

Vielen Dank nochmals für deine Offenheit. Wir wünschen dir für deine Zukunft alles Gute und viel Erfolg!

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.