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Polizei 
NRW
Bewertung

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Guter Job wenn man die letzten Jahre vor der Rente nochmal ne ruhige Kugel schieben möchte

3,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Polizei NRW gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Job ist sicher und wird angemessen bezahlt, es gibt keinen hohen Leistungsdruck und man kann auch ohne entsprechende Ausbildung einen Ausbildungsberuf ausüben und erhält dennoch ein volles Gehalt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

die Polizei hängt aufgrund veralteter Methoden und Standards in vielen Punkten weit hinter der Privatwirtschaft, modern ist hier wenig und viel neues wird man hier nicht lernen, zu schnelles arbeiten wird oft als hektisch empfunden, moderne Arbeitskonzepte und die Work-life-balance werden hier nur bedingt gelebt.

Verbesserungsvorschläge

Work-life-balance ist heutzutage nicht mehr verzichtbar, hier muss die Polizei moderner werden und auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen! Homeoffice sollte sehr viel mehr angeboten werden und viel konsequenter gefördert werden sofern die Mitarbeiter von Zuhause arbeiten wollen, hier muss man weiterhin um jeden Tag fragen und kämpfen.
Modernisierungen in vielen Bereichen der Technik sind dringend nötig, oft werden noch Methoden und Systeme aus den 2000'ern eingesetzt, Sicherheitsprinzipien wie sie heutzutage in der Privatwirtschaft Gang und Gebe sind fußen hier teilweise noch auf in die Jahre gekommenen Konzepten. Generell ist das Team etwas älter sodass man als jüngere Arbeitskraft oft das Gefühl hat sein eigenes Ding zu machen wenn man nach aktuellen Standards arbeitet und auch wenn alte Pferde sicherlich noch in der Lage sind neue Tricks zu lernen so braucht es manchmal ein paar Jahre und Überzeugungsarbeit neue Prinzipien und Systeme einzuführen.
Oft scheitert es auch an der Bürokratischen Struktur, wichtige und dringend benötigte Dinge sind teils Monate bis Jahre in Beschaffung und die Prozesse sind so kompliziert dass es oft lohnt aus eigener Tasche Geräte anzuschaffen damit Projekte auch mal fertig werden oder fortgeführt werden können.
An vielen Stellen fehlt das Geld, an anderen Stellen wird es aus dem Fenster geworfen oder Anschaffungen verrotten im Neuzustand weil die Verantwortlichen Stellen nicht dazu kommen die Nutzung zu genehmigen oder sie in Betrieb zu nehmen.
Es gibt unheimlich viel Gatekeeping und wenig Dokumentation, gehen Mitarbeiter dann geht teilweise auch viel Wissen verloren. Dokumentation besteht zu 90% aus Jahre alten Word dateien und Mundpropaganda.

Es wird zudem mit einigen Benefits geworben welche jedoch nicht gelebt werden:
- Flexible Arbeitszeiten könnten ausgeweitet werden, ohne Ärztliche Bescheinigung trotz gutem Grund ist hier nichts zu erreichen.
- Es wird mit einer Kantine geworben, jedoch erfährt man erst nach Anstellung dass ein Mittagessen dort teils mehr kostet als eine Margarita von der örtlichen Pizzeria.
- Abwechslungsreiche Aufgaben muss man schon wirklich suchen, Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Behörden sind gegeben aber für die Privatwirtschaft wird man eher unattraktiver.

Arbeitsatmosphäre

Ist In Ordnung, Prinzipiell sind alle sehr nett

Image

Das Image innerhalb ist ganz okay, man ist zumindest reflektiert genug einzusehen dass manches etwas chaotisch ist und sieht sich als ein Team. Außerhalb ist es jedoch schwierig da das Image in den letzten Jahren doch schon sehr gelitten hat. Bilder wie aus dem Hambacher Forst oder Lützerath sind grade bei der Jüngeren Generation flächendeckend hängen geblieben und prägen die Meinungen mehrerer Generationen und selbst meiner Großmutter.

Work-Life-Balance

Überstunden sind unerwünscht und Arbeitszeiten werden erfasst, eine gewisse flexibilität ist gegeben, daher die 2 Sterne, das ist gut!
Jedoch stehen veraltete Werte noch über den Bedürfnissen einzelner Mitarbeiter, manche Versprechen zum Thema Heimarbeit werden nur Zähneknirschend nach längerer Anstellung und unter Vorbehalt eingehalten. Medizinische Probleme werden nur in akuten Fällen und mit entschprechender Schfirtlage berücksichtigt, jedoch stehen hier veraltete Werte weit über den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter und ohne Medizinisches Attest hat man kaum eine Chance auf ein Entgegenkommen.
Körperliche oder Psychische Beschwerden sind Privatsache sofern sie nicht für eine Arbeitsunfähigkeit sorgen, mit Rücksicht ist langfristig nicht zu rechnen, höchstens einer Schonungsphase. Hat man besondere Bedürfnisse ist man hier aufgeschmissen, auf den Hinweis dass das Privatleben unter gewissen Umständen extrem leidet wird nicht reagiert, was nicht vertraglich geregelt ist muss über Personalräte und Gewerkschaften erkämpft werden.

Karriere/Weiterbildung

Es werden jährlich Fortbildungen angeboten von denen man sich auch 2 aussuchen kann, die meisten interessanten sind jedoch leider viele Jahre im Vorraus ausgebucht.
Entwicklungsmöglichkeiten sind durchaus vorhanden, innerhalb der Polizei in unterschiedlichen Standorten in eine andere Stelle zu wechseln scheint recht unkompliziert.

Gehalt/Benefits

Gehalt kommt pünktlich, teilweise ungleich verteilt, jährlicher Inflationsaufgleich ist jedoch positiv zu erwähnen und meist den Gewerkschaften zu verdanken.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hier gibt es nichts konkretes zu bemängeln, wir sind aber auch nicht besonders Ökologisch unterwegs,

Kollegenzusammenhalt

Ist bei der Arbeit gegeben, man kann an einzelnen Aufgaben gut zusammenarbeiten, jedoch zerfällt der Zusammenhalt im Hintergrund mit der Zeit zunehmend da doch öfter hinter dem Rücken einiger Kritik geübt wird und manche Kollegen sogar durch ständige Aussagen unter vorgehaltener Hand ein gewisses image bekommen und in die Pfanne gehauen werden.. Eine gegenseitige Rückendeckung findet hier manchmal nur oberflächlich statt. Zudem gibt es einige Mitarbeiter die aufgrund ihrer Aufgabengebiete immer wieder Seitenhiebe aushalten müssen und offen, sogar vor Vorgesetzten, vermittelt bekommen dass sie eine Minderwertigere Stelle schmücken, ungeachtet der Qualifikation. In einem Team in dem grade ein Zusammenarbeiten essentiell für einen guten Service sind sind derlei Klassenkämpfe dem Betriebsklima nicht förderlich und sorgen nach und nach für Frust mancher Mitarbeiter.

Umgang mit älteren Kollegen

nichts zu bemängeln

Vorgesetztenverhalten

Ist größtenteils gut, der Umgang im Team, auch mit den Vorgesetzten ist im Tagesgeschäft gut zu ertragen und freundschaftlich. Man kann über vieles reden und ich habe das Verhältnis als Professionell-freundschaftlich empfunden.

Arbeitsbedingungen

Stehschreibtische sind nur vereinzelt vorhanden, Technik ist etwas älter, die meisten haben Laptops und 2 Monitore, die Laptops werden jedoch auch bis zu 7 Jahre genutzt und Modernisierungen schreiten nur sehr langsam voran. Vieles (Kaffee, Tee, Mittagessen, Softdrinks) muss man selbst bezahlen, bis auf Böroartikel und die meisten Arbeitsmaterialien wird hier nichts gestellt.

Kommunikation

gibt regelmäßige Meetings, man spricht miteinander

Gleichberechtigung

Einen Unterschied aufgrund des Geschlechts macht man hier nicht. Jedoch gibt es Kollegen aus dem selbem Aufgabenbereich die deutlich mehr verdienen ohne dass Arbeitsleistung, Qualifikation oder der Bildungshintergrund dieser Entscheidung zugrunde liegen. Hier sind eher persönliche Beziehungen und undurchsichtige Strukturen basierend auf personellen Vorlieben und Politik entscheidend, nicht jedoch die Qualifikation oder wie viel Einsatz man zeigt.

Interessante Aufgaben

Die Meisten Aufgaben würde ich in die Kategorie 'Praktikantenarbeit' einsortieren, alle interessanten administrativen Aufgaben sind entweder in anderen Behörden angesiedelt oder werden von externen Dienstleistern übernommen. Wenn man interessante Arbeiten leisten möchte dann muss man sich proaktiv welche suchen, das wird in der Regel jedoch auch positiv aufgenommen und teils auch unterstützt, daher ein Stern mehr.

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Arbeitgeber-Kommentar

Recruiting, Community Management
RecruitingCommunity Management

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

Vielen Dank für Dein ausführliches und offenes Feedback. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Du Dir die Zeit genommen hast, so differenziert auf Deine Erfahrungen bei der Polizei NRW einzugehen – gerade Deine Verbesserungsvorschläge bieten uns wichtige Anhaltspunkte, uns zu hinterfragen und an uns zu arbeiten.

Deine Hinweise zur Work-Life-Balance greifen ein zentrales Thema auf, das uns ebenso wichtig ist. Bereits seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit Homeoffice zu nutzen, welche kontinuierlich weiterentwickelt wird – natürlich immer im Rahmen der jeweiligen dienstlichen Anforderungen.
Auch in Sachen technischer Ausstattung bleiben wir aktiv. Die Modernisierung der IT-Infrastruktur ist ein laufender Prozess – zuletzt wurden u. a. neue Softwarelösungen im Telekommunikationsbereich auf den Weg gebracht. Dass es dabei in manchen Bereichen zu Verzögerungen kommen kann, ist leider manchmal unvermeidbar. Aber, wir arbeiten aktiv daran, solche Prozesse effizienter zu gestalten.

Ein respektvoller Umgang und ein kollegiales Miteinander sind für uns zentrale Werte. Wenn hier der Eindruck entsteht, dass es an Rückhalt fehlt oder Mitarbeitende sich nicht auf Augenhöhe begegnen, ist das ein klarer Handlungsauftrag, den wir ernst nehmen. Solltest Du Konflikte oder Unstimmigkeiten im Team erleben, ermutigen wir Dich, das Gespräch mit Deinen Vorgesetzten oder der Personalabteilung zu suchen, um gemeinsam Lösungen zu finden.
Auch Dein Wunsch nach abwechslungsreicheren und anspruchsvolleren Aufgaben ist nachvollziehbar. Es freut uns zu hören, dass Eigeninitiative wertgeschätzt wird – genau da möchten wir weiter ansetzen: Wir arbeiten daran, weitere Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Potenziale individueller zu fördern.

Wir danken Dir nochmals für Deine Offenheit. Nur durch solch konstruktives Feedback können wir uns als Arbeitgeber weiterentwickeln.

Viele Grüße,
Desirée vom #Team110

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.