Ihr Unternehmen?

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Porsche 
Digital 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Nicht empfehlenswert, als CRH mehr als undurchsichtig und unprofessionell.

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei Porsche Digital GmbH in Ludwigsburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es gab viele Mitarbeiter*innen, die wirklich gute, liebe und auch empathische Personen waren. Die nicht nur neben einem im Büro den gleichen Frust abgearbeitet haben, sondern zu einem stehen. Man konnte sich also zumindest darauf freuen, seine Kolleg*innen am nächsten Tag wiederzusehen und zu lachen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Es wird nicht zugehört und viel vorgeworfen. Es gibt keine Zukunftsaussicht, auch mit jährlichem Bonus und Weihnachtsgeld. Die Benefits sind lächerlich und müssen teilweise geprüft werden. Als Firma, die selbst digitalisierende Themen wie App und BEV-Fahrzeuge großschreibt, sind Themen wie Remote-Arbeit noch in den Kinderschuhen. Porsche steht auch für Tradition, aber wenn es um Bitten zu wichtigen Anfragen geht, sollte Porsche nicht die gleiche Mentalität handhaben wie die Ü60-jährigen Kund*innen, die die Fahrzeuge kaufen. Es wird anfangs viel versprochen und hoch in den Himmel gelobt, leider fällt man allerdings schon im zweiten Monat auf den Boden der Tatsachen zurück. Es wird viel noch außen hin vorgelächelt, wie die Gespräche aber zwischen den höheren in deren Büros ablaufen, ist realistischerweise oftmals abwertend und spekulativ. Es ist überraschend, wie viele Mitarbeiter*innen diese Firma im Laufe eines Jahres verlassen und die Steuerung und vor allem die noch übriggebliebenen Kolleg*innen darunter leider leiden müssen, indem sie wieder genauso viel Last tragen wie vor sechs Monaten auch, aber auf diese Menschen wird keine Rücksicht genommen. Die Firma selbst war und wird nie selbstreflektiert sein und denkt nur an Zahlen und Profit.

Verbesserungsvorschläge

Das große Problem, welches sich schon offensichtlich mindestens seit zwei Jahren des Existierens dieses Hubs mit „Start-Up-Feeling“ (wie man es immer gesagt bekommt) herauskristallisiert hat, ist das fehlende Vertrauen und der Handlungsbedarf bei ernst gemeintem Feedback. Der Großteil der Meetings jeglicher Art – Weeklies, Monthlies, Town-Halls, 1-1 – handeln nicht von der Performance, sondern davon, wie gut es dem Hub gehe und die ständige Nachfrage, ob sich die Mitarbeiter*innen hier wohlfühlen. Oftmals reagieren Personen bei positiver Aussage mit Verwunderung, glauben anderen Quellen oder stellen Tatsachen dar, die so nicht geschildert worden sind. Wenn dann allerdings doch wirkliche konstruktive Kritik ausgesprochen wird, kommt wiederum eine überraschte Reaktion. Jegliches gute Feedback wird schriftlich notiert und dann vergessen. Fragen werden nur vage beantwortet. Konfrontationen wird ausgewichen. Die OPM und einige Teamleiter*innen können sich also nicht wundern, dass viele Leute derzeit die Firma verlassen und auf der Fläche Sorge herrscht. Es ist absolut unverständlich, warum Personen gehen oder gekündigt werden, die für die Firma einen nachhaltigen Mehrwert hätten leisten können.

Arbeitsatmosphäre

Bedrückend und eingeschüchtert. Es war oft auf der Fläche Stress und Spannung wegen fehlender Mitarbeiter*innen zu spüren. In den "Eins-zu-eins"-Gesprächen kam oft Unmut vor der Unterhaltung auf, bei unangebrachter Kritik verließ man den Raum dann mit Verwirrung. Auch wenn das CRH stets betonte, wie wichtig die Qualität der Tickets war, wurden dennoch niedrige Wochenzahlen kommentiert. Qualitätsanalysen der Gruppenleiterinnen folgten kaum oder selten. Auch bei allgemeinen Anfragen fühlte man sich alleingelassen und teilweise mit schlechtem Gewissen behaftet.

Image

Die Firma Porsche steht vor allem seit Q2 dieses Jahres sowohl finanziell als auch, wenn es um die Marke an sich geht, nicht besonders gut da, was man als Arbeitnehmer*in der Firma fühlen kann. Dennoch wird oft angegeben, wie viel die Firma doch für den Hub ausgibt und man für die Entscheidungen dankbar sein soll, weil sich die leitenden Personen so viel Mühe geben. Randnotiz: Trotzdem hält die Firma keine Weihnachtsfeier.

Work-Life-Balance

Ständig wechselnde Aussagen zur Remote-Arbeit während und nach der Probezeit, kein finanzielles Kontingent für Kolleg*innen, die ihren Arbeitsplatz privat erst einmal einrichten und kaufen mussten. Absprache von Pausen nur auf Teams, mit sehr viel Vertrauen behaftet. Überstunden wurden sehr negativ erachtet, konnten aber bei der Anrufwelle vor allem in den Spät- und Wochenendschichten nicht zwingend vermieden werden. Dienstpläne kamen nur wenige Wochen vor Monatsbeginn an und waren für die meisten Beteiligten* nie nach Wünschen gelegt.

Karriere/Weiterbildung

Rollenwechsel oder Beförderungen vom einfachen sog. Customer Expert zum Subject Expert sind wenig erreichbar. Auch im Rahmen anderer Positionen werden langjährige Kolleg*innen bevorzugt, die allerdings eingefahrene Denkweisen hegen. Sprachkurse wurden nur auf Englisch angeboten. Das Weiterbildungsbudget richtet sich jährlich nach Kaptial der Firma, und muss zuvor eng mit HR abgestimmt werden, dabei fällt negativ auf, dass es für die Titel Customer Expert usw. wenig Fortbildungsrollen gibt, die die Firma bezahlen wollen würde.

Gehalt/Benefits

Für eine Anstellung bei einer Luxusfahrzeugmarke, wie sich Porsche seit einigen Jahren selber bezeichnen möchte, ist das Gehalt der Mitarbeiter*innen nicht zufriedenstellend.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Keine Mülltrennung, sehr viele Geräte und Lichter werden nicht beim Dienstende ausgeschaltet. Fenster werden bei Beheizung offen gelassen.

Kollegenzusammenhalt

Im Großen und Ganzen sind alle Mitarbeiter*innen auf der Fläche ein gutes Team und auch teilweise privat eng befreundet. Es wird allerdings versucht, dass sich keine Cliquen bilden, was einerseits positiv ist, andererseits aber bei einer physischen Trennung von Personen im Büro mental aufreibend sein kann. Das Büro ist nicht durch Wände auf der Hauptarbeitsfläche getrennt, daher hört man viele Gespräche. Es wurde vermittelt, dass einige Personen eher öfter unwahre Informationen verbreiten.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt grundsätzlich wenige Kolleg*innen, die als „älter“ definiert werden. Um das Feedback aber umzukehren: negativ aufgefallen ist allerdings wiederum die Behandlung der jungen Kolleg*innen und deren Wünschen und Bedürfnissen.

Vorgesetztenverhalten

Einige der Teamleiter*innen, wie sich die Vorgesetzten nennen, sollten objektiv gesehen diese Rolle bei deren Verhalten nicht weiterführen. Termine werden kurzfristig abgesagt oder verschoben, zwischen Lob und unerwarteten und falschen kritischen Kommentaren innerhalb weniger Arbeitswochen herrscht kein Dazwischen, wodurch sich das Mitglied des Teams komplett verwirrt und verzweifelt fühlt. Tatsachen werden verdreht oder vergessen, Einfühlsamkeit und Hilfe kann man sich nicht erwarten, auch wenn die Teamleads das so anbieten. Es geht bedauerlicherweise doch nur um die Performance im Team und darum, ob sich die Gruppe allgemein wohlfühlt, dabei werden neue Individuen nicht eingebracht. Erschreckend zu sehen ist, dass sich viele Personen aus einem Team und die Leitung aus früheren Arbeitsverhältnissen oder privat kennen – Favoritismus per Definition. Eine weitere Taktik ist auch, dass einige der Teamleads sichtlich gute Verhältnisse zur OPM haben – klarerweise, um Entscheidungen zu ihren Gunsten manipulieren zu können.

Arbeitsbedingungen

*Obwohl das Büro mit intelligenten Fensterrollläden ausgestattet ist, ist die Mechanik dahinter oft falsch justiert, sprich Rollläden gehen auch bei dunklen Wetterverhältnissen nach unten. Es gibt wenig gute Belüftung in den verglasten Räumen, überall ist ein relativ heller Teppich ausgerollt, welcher sehr einfach Flecken zeigt. Wasserfilter wurden nie getauscht und waren verkalkt. Die angestellte Reinigungsagentur reinigte das Büro abends nur teilweise und sehr unsorgfältig. Die Parkplatzsituation ist absolut unzumutbar für die Anzahl der Personen im Büro – gefühlt vier Mal zu wenige Parkplätze. Es gab keinen Firmenarzt, höchstens eine jährliche Augenuntersuchung... keine Essenszulage, kleine Vergütung beim Kauf eines Deutschlandtickets. Wenig Verständnis bei Öffi-Ausfällen oder Wetterbedingungen, die den Arbeitsweg erschwerten. Personen kamen oftmals auch sichtlich krank zur Arbeit. Das Büro ist sehr schlecht isoliert. Wenn es darum geht, dass dies ein Beruf ist, in dem man teilweise lauter telefonieren muss, ist das nachteilig gelöst – nur um ein ästhetischeres Innendesign zu haben. Zugänge zu den verschiedenen Plattformen, Systemen, auch Leistungen wie E-Sims dauerten Monate.

Kommunikation

Unzureichend, Personen waren ständig krank, auf Urlaub, in Trainings. Informationen, die als leere Versprechen ausgingen oder wilde Behauptungen angesprochen wurden, bekam der Mitarbeiter nur verbal mitgeteilt. Keine schriftliche Protokollierung, außer man hatte als Arbeitnehmer angebliche Probleme bereitet. Spontane Meetings wurden nur einige Minuten vorher angekündigt, die Person dann aus der Call Line gezogen, was damit die Kapazität belastete. E-Mail- und Teams-Verkehr war entweder ungelesen oder direkt mit kritischem Ton bewertet worden, wenn es Bitten oder Fragen gab. Sehr viel Gleichgültigkeit.

Gleichberechtigung

Derzeit keine weibliche Mitarbeiterin in der Gruppenleitungsrolle, abgesehen von der OPM. Ein Team hatte nur ein paar Frauen, wobei dieses – Stand der Dinge – nun keine Frauen mehr hat. Sehr dubios. Auch in den höheren Rollen des generellen Kundenservices und Techsupports sind keine Frauen angestellt. Mehrere weibliche Kolleg*innen verließen die Firma oder wurden gegangen. Besonders in einem Team zeigt sich Alltagsmisogynie auch auf Führungsebene. Auch gegenüber Personen vieler verschiedener Ethnien gab es teilweise als lediglich humorvoll betitelte Kommentare zu Minderheiten.

Interessante Aufgaben

Im Bereich der SmartMobility waren die Aufgaben grundsätzlich sehr leicht, schnell greifbar. Schade, dass man viele Themen der Kund*innen nicht direkt analysieren und untersuchen konnte, sondern direkt an andere Abteilungen oder Händler*innen weiterleiten musste. Oftmals waren die Anfragen simpel, die Aufteilung der Arbeit nicht zu anspruchsvoll: Anrufe annehmen, Ticket-Queue abarbeiten, andere Systeme auf neue Rückmeldungen prüfen.

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Arbeitgeber-Kommentar

People & CulturePeople & Culture

Hallo Bewerter*in,

erstmal vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung der Situation und deiner Wahrnehmung. Wie du schreibst, ist das CRH ein neues Büro in einem dynamischen Umfeld. Wir lernen jeden Tag dazu und hören sehr genau auf das Feedback der Mitarbeitenden. Wir haben bereits Einiges zur Verbesserung angestoßen und umgesetzt - wir bauen die Mitarbeiterzufriedenheit in diesem spannenden qualitätsorientierten Umfeld sukzessive weiter aus, um unseren anspruchsvollen Kunden intern wie extern gerecht zu werden. Es tut uns leid, wenn wir hier Deinen Ansprüchen (noch) nicht entsprechen konnten und es besteht, wie für alle Mitarbeitenden, das Angebot einer Aussprache, was wir hier nochmal wiederholen möchten. Komm gern direkt auf uns zu, wir sind für jeden Verbesserungvorschlag dankbar.

Dein Sebastian
sebastian.doerner@porsche.digital

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.