Und täglich schüttelt man erneut den Kopf ...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Homeoffice, Work-Life Balance, Genehmigung von Schulungen nach Wunsch
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe vorherige Punkte.
Verbesserungsvorschläge
- Zeitnahe Neuanstellung von qualifizierten Führungskräften (QA-Lead, Dev-Lead). Besser gestern als morgen.
- Konkrete Weisungsbefugnis für Entscheidungsträger innerhalb der Teams, speziell für die anzustellenden Leads (!)
- Anpassung der Gehälter auf einen in 2025/2026 zumindest ansatzweise konkurrenzfähigen Stand
- Direkte Ansprache solcher Kollegen und Kolleginnen, die entweder keine oder zumindest nicht die der gemäßes ihrer Vergütung zu erwartenden Arbeitsergebnisse liefern - inkl. der entsprechenden Konsequenz, sollte keine zeitnahe Besserung eintreten.
- Generell weniger Ausreden, dafür mehr konkretes, zielorientiertes, durchdachtes (!) Handeln
Arbeitsatmosphäre
Durchweg chaotisch:
- Kollegen machen zum überwältigenden Teil Dienst nach Vorschrift. Die Vorgaben des Fachbereiches - sei es nun Marketing, Design, SEO,... - dürfen gern noch so unsinnig und/oder unvollständig sein - es wird stupide genau das Umgesetzt, was in den Anforderungen steht.
- Kollegen in den jeweiligen Fachbereichen haben offensichtlich wenig bis kein Verständnis von technischen Zusammenhängen und zeigen nicht das geringste Bestreben, dies zu ändern.
- Klar benennbare Probleme werden regelmäßig in den entsprechenden Meetings und Umfragen (Dailies, Retros, Feedback zu Führungskräften, 1:1 Meetings mit dem Teamleiter) kommuniziert. Die Antwort bleibt dieselbe: ist bekannt. Man ist wahlweise dran oder kann man aktuell leider nichts machen.
- Gerade das Verhalten der Führungskräfte signalisiert, ob nun bewusst oder unbewusst, sehr deutlich eine 'ist uns gerade egal'-Mentalität - nicht zuletzt sicherlich auch dank der aktuellen Unternehmenssituation. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der akute Mangel an Arbeitnehmermotivation und Produktqualität nicht auffällt und muss demnach davon ausgehen, dass beides kein nennenswertes Gewicht hat.
Positiv: Umgang unter Kollegen
Image
Gemäß der Vorgabe von Kununu ("Reden die Mitarbeiter gut über die Firma?"):
Nein, mir bekannte Mitarbeiter reden definitiv *nicht* gut über Porta.
Work-Life-Balance
Aus Sicht eines Arbeitnehmers: absolut top. Man kann im Fachbereich IT quasi machen, was man will - oder eben auch nicht. Gerade Letzteres haben viele Kollegen bestens verinnerlicht, weswegen selbst das Anpassen einer Konfigurationsdatei oder das hinzufügen eines Log-Statements schnell mal eine oder auch gleich mehrere Wochen dauern kann. Da weder Arbeitszeiten noch Arbeitsergebnisse in nennenswerter Form kontrolliert werden und Porta sich solch unnötige Positionen wie bspw. Dev- oder QA-Lead seit über einem Jahr konsequent spart, haben diese Zustände, abgesehen von der bereits erwähnten, fortlaufend schwindenden Produktqualität, keinerlei Konsequenzen.
Kollegenzusammenhalt
Freundliche, 'wir sitzen alle im selben Boot'-Mentalität. benötigt man Hilfe, so wird geholfen. Voraussetzung: man muss die jeweiligen Kollegen direkt ansprechen, da sich von allein selten jemand berufen fühlt.
Vorgesetztenverhalten
In einer anderen Bewertung heißt es paraphrasiert:
"Wasser predigen, sich selbst aber Wein einschenken". Ich kann das leider vollumfänglich bestätigen. Der Mitarbeiterschaft wird fortlaufend erklärt, dass aktuell leider einfach kein Geld da sei, um die Gehälter anzupassen, kompetente Kollegen mit in's Boot zu holen oder sich technisch besser aufzustellen. Gleichzeitig möge man aber doch bitte trotzdem tatkräftig unterstützen, das Unternehmen wieder in seichtere Gewässer zu steuern. So als Freundschaftsdienst, quasi.
An und für sich wäre das okay - würden sich ebendiese Führungskräfte dann im nächsten Atemzug nicht wieder Entscheidungen treffen, bei denen man sich, oftmals, nur noch an den Kopf fassen kann.
Alles in Allem kann ich trotzdem nicht behaupten, dass ich *menschlich* ein Problem mit meinen Vorgesetzten hätte. Dem ist nicht so. Man tritt freundlich und generell respektvoll auf, was sicherlich positiv zu bewerten ist. Fachlich allerdings verstehe ich den absoluten Löwenanteil der aktuellen, teils gravierenden Probleme als die direkte, vermeidbare Konsequenz der leider deutlich zu vermissenden (Fach)Kompetenz diverser Entscheidungsträger.
Arbeitsbedingungen
Vollzeit Homeoffice, siehe Work-Life Balance
Kommunikation
Das notwendige Minimum wird kommuniziert. Es kommt trotzdem regelmäßig vor, dass man (ggfs. wichtige) Informationen nur über den Flurfunk erhält, da die jeweilige Führungskraft sie bspw. nur in einem deutschsprachigen Meeting beiläufig erwähnt hat oder nur in einen Teams-Kanal posted, obgleich die IT seit jeher primär Slack nutzt. Dass das gerade für die englischsprachigen Kollegen nicht sonderlich hilfreich ist, muss man, glaube ich, nicht weiter ausführen.
Gehalt/Benefits
Man erhält das Gehalt, dass initial verhandelt wurde. Aufstiegschancen gibt es keine - zumindest nicht, wenn man dafür eine entsprechende Entlohnung erwartet. Es ist keine Seltenheit, dass Kollegen, die (deutlich) weniger leisten und insgesamt eine (deutlich) geringere Qualifikation vorweisen können äquivalent oder (deutlich) besser entlohnt werden.
Interessante Aufgaben
Der Tech-Stack ist nicht uninteressant und man kann sicherlich das ein oder andere lernen. Durch den konsequenten Mangel an qualitätsorientierter Arbeit ist man allerdings gefordert, sich diese Aufgaben selbst zu suchen. Wer erwartet, dass bspw. die Fachabteilung Design coole, dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Vorgaben macht, wird sehr schnell und sehr deutlich enttäuscht. Selbiges gilt für Vorgaben und/oder Wünsche anderer Fachabteilungen. Über den Tellerrand wird hier seltenst geschaut.


