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Bewertung

Fühlt sich an wie ein Sprung 30 Jahre in die Vergangenheit.

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Porta Möbel Handels GmbH & Co. KG Wallenhorst in Wallenhorst gearbeitet.

Kommunikation

Kommunikation läuft seit der geplanten Übernahme durch Lutz sehr schleppend. Fragen können nicht beantwortet werden, da der Prozess in sich kompliziert ist und natürlich unglaublich viel in der Unternehmensstruktur betrifft. Langsam merkt man, dass Lutz sich einschleicht, Änderungen und Arbeitsanweisungen kommen nach und nach und können logischerweise nur relativ kurzfristig angemeldet werden.

Kollegenzusammenhalt

Hausintern hatte ich immer das Gefühl die Stimmung unter den Kolleg*innen ist sehr gut. Jeder kann mit jedem, Pausen werden oft zusammengemacht, in schon längst bestehenden Konstellationen. Gab es Auseinandersetzungen war auf den BR verlass. Dieser wurde regelmäßig geschult und setzt sich aktiv für die Belange der Arbeitnehmer*innen vor Ort ein

Work-Life-Balance

Gut, Einzelhandel und Work-Life-Balance lässt sich leider einfach nicht vereinen. Präsenz geht logischerweise für die Kund*innen vor. Elektronische Zeiterfassung gibt es leider noch immer nicht. Je nach Abteilung werden Überstunden flexibel wieder abgebaut.

Vorgesetztenverhalten

Vor Ort empfand ich jeden AL und auch den HL immer greifbar und verantwortungsbewusst. Jeder kümmert sich logischerweise um seine Abteilung und seine Mitarbeitenden, die Kommunikation war immer menschlich und lösungsorientiert. Eindeutig ist aber auch, dass der HL größtenteils nur noch Entscheidungen von weiter oben umgesetzt hat, ohne die eigenen MA im Haus bei der Zukunftssicherung und Gestaltung mitzuintegrieren, seit Lutz übernehmen will. Die Unternehmensstruktur wird immer undurchsichtiger durch die hohe Fluktuation und enormen MA-Abbau.

Interessante Aufgaben

Interessant wird es vor allem durch den Kontakt mit Kund*innen; jede Beratung ist individuell. Bekannt ist der Standort Wallenhorst auch einfach für die Beratung. Man merkt, dass die MA in der Berarung aufgehen und großteilig auch im Sinne des Kunden handeln.
Ansonsten wiederholen sich logischerweise viele Aufgaben einfach auch immer wieder, damit der Laden läuft. Interessant wird es dann nur, wenn die Technik Probleme macht und man die Behebung an die Zentrale auslagern muss, da internen Anwendern jegliche Berechtigungen fehlen. So werden aus 3 Minuten auch schnell 20 Minuten.

Gleichberechtigung

Ich habe nie mitbekommen, das irgendjemand systematisch benachteiligt oder diskriminiert wird. Da der Kolleg*innenstamm durchschnittlich aber ein wenig älter ist und das Unternehmen insgesamt sehr traditionell eingestellt ist, hört man oft diesen versteckten Alltagsrassismus aus, sowohl gegenüber Kund*innen als auch Mitarbeiter*innen mit anderer Hautfarbe. Namen werden konsequent nicht gelernt, oder man hört eindeutige Vorurteile gegenüber Kundinnen mit Kopftuch.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Großteil der Mitarbeitenden ist schon lange im Unternehmen beschäftigt, es wurden auch während meiner Arbeitszeit MA angestellt die bereits einige Jahrzehnte fest im Berufsleben standen, auch hier hane ich keine Diskriminierung bemerkt und auch keine Sprüche oder Benachteiligung.

Arbeitsbedingungen

Der Standort Wallenhorst fühlt sich wie abgeschrieben an. Überall zeigt sich der Zahn der Zeit. Das letzte Gebäude mit altem Logo. Löcher im Dach; überall Eimer in der Ausstellung, teilweise auf den Möbeln. Uralte, fleckige Teppichböden, dünnes Vinyl direkt auf dem Betonboden. Das Vinyl bricht an einigen Stellen auf, im Betonboden enstehen Löcher, Stolperfallen. Die Rasterdecke fällt während der Betriebszeit einen Meter tiefer, da kurzsichtigerweise die Klimaanlage auf den dünnen Streben ruhte. Überall in den Ausstellungsräumen Mäusekot, kann man aber auch bei der Größe und dem Alter des Gebäudea kaum ausschließen. Die Klimaanlage schafft es nicht kurzfristig das Gebäude zu wärmen oder zu kühlen. Die Markierungen der Parkplätze sind kaum zu sehen, das Hinweisschild zur Feuerwehrzufahrt seit Jahren nicht zu lesen. Ab dem Punkt ist ein Rundumschlag und ein Neubau wahrscheinlich konsteneffizienter als die ständigen kleinen Reparaturen, die täglich stattfinden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt- und Sozialbewusstsein ist leider nicht mit Wirtschaftlichkeit und Umsatzsteigerung kombinierbar. Solange PR-Maßnahmen nicht an Profit geknüpft ist, redet man hier gegen eine Wand. Umweltbewusstsein ist in sofern gegeben, als das vor etlichen Jahren tonnenweise Papier für Nadeldrucker gekauft wurde und wir wenigstens das bis zum Rest aufbrauchen mussten. Nennen wir Modernisierungsstillstand einfach Umweltbewusstsein und dann ist doch gut ;)

Gehalt/Benefits

Ein Blick außerhalb des Unternehmens reicht, um zu sehen, dass jeder MA mehr als das gezahlte Gehalt verdienen sollte. Die Porta Gruppe ist nicht tarifgebunden, Lutz meines Wissens nach auch nicht.
Urlaubs- und Weihnachtsgelder werden für neue Arbeitsverträge nicht mehr vereinbart. Andere Benefits sind zum Beispiel ein monatlich, vom AG bereits gezahltes, Budget für die Kantine, oder das Jobrad. Mitarbeiterrabatt bei jedem Einkauf ist auch was Schönes, sollte aber tatsächlich selbstverständlich sein.
Es kommt einem tatsächlich so vor, als würden viele Selbstverständlichkeiten hier als Benefits bezeichnet werden, für die man täglich dankbar sein sollte.

Image

Den MA ist bereits allen klar, dass so wie es gerade läuft nicht weitergehen kann. Mitarbeiter*innen werden links und rechts gekündigt, bei gleichbleibender Arbeitsleistungserwartung seitens der Geschäftsführung. das Arbeitsklima verschlechtert sich durch die schlechte Kommunikation und einen aktuellen HL der die MA nur als Posten sieht. Das Image was die Mitarbeitenden nach Außen tragen war mal wirklich gut. Im letzten Jahr wurde es schlecht. In den letzten Monaten schlechter.

Karriere/Weiterbildung

Schulungen wurden mir durch meinen AL angeboten. Auch im Intranet sind "Schulungen" unternehmensbezogen verfügbar. Insgesamt fühkt es sich aber nicht so an, als wäre einem daran gelegen die Mitarbeitenden weitgehend zu schulen. Vieles lernen die Leute letztendlich durch die Außendienstler oder das Internet. Produktlinien ohne aktiven Außendienst werdendeutlich weniger verkauft - dort fehlt dann leider einfach das Fachwissen.


Arbeitsatmosphäre

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.