Potenzial verschenkt & Versprechen gebrochen - das nächste gescheiterte "Start Up" im VW Konzern?
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich war zu Beginn stolz bei einem AG mit einer klaren Mission und modernen Rahmenbedingungen arbeiten zu können. Leider hat sich dieses Gefühl vollständig ins Gegenteil umgekehrt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Wechsel von 4 Tagen zu 2 Tagen Homeoffice und die Kommunikation in diesem Zusammenhang sind eine Frechheit und es wird die Produktivität aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen in den Büros sinken lassen.
- Parkplatzsituation an den Standorten.
- Verpflegungssituation an den Standorten (keine Kantine & kein Ausgleich für MA ohne Zugriff auf Kantine).
- Ausnahmeregelungen (Homeoffice) für einzelne Mitarbeiter aufgrund der persönlichen Wohnsituation sorgen für Unmut unter der Belegschaft und sind nicht nachvollziehbar begründet.
Verbesserungsvorschläge
Wo fängt man da an?
- Sorgt für einen intensiveren Austausch der Mitarbeiter untereinander
- ermöglicht eine kritische Kommunikation im Unternehmen - auch in den Townhalls! Zensur ist keine Lösung. MA werden vor vollendete Tatsachen gestellt, es gibt keine MA-Beteiligung oder Medien für den Austausch der MA untereinander.
- Hört auf die Anliegen der Mitarbeiter & schafft die Elfenbeinturm-Denke im "Management" ab
Arbeitsatmosphäre
Am Anfang war ich sehr angetan von der Stimmung bei der PowerCo. Mittlerweile ist die Stimmung und dadurch auch die Arbeitsatmosphäre auf einem Tiefpunkt angekommen. Unklare Entscheidungswege, stetige Umstrukturierungen & zusätzliche Hierachieebenen lassen die Arbeitsatmosphäre bei der PowerCo leiden. All dies gipfelte zuletzt im verpflichtenden Rückruf, an min. 3 Tagen/Woche in die Büros zu kommen.
Kommunikation
Es existiert keine kritische Kommunikation im Unternehmen. In den internen Veranstaltungen werden kritische Kommentare/Fragen zensiert. Soll man sich mit seinen kritischen Fragen allein fühlen?
Kollegenzusammenhalt
Auf operativer Ebene ist der Zusammenhalt gut. Leider wird kein Medium für Vernetzung untereinander angeboten, da vom Unternehmen nicht gewünscht (?, siehe oben).
Work-Life-Balance
Es geht sicherlich schlechter, aber der Druck wird von oben ungefiltert weitergegeben.
Vorgesetztenverhalten
Variiert stark. Es gibt sehr wenige fähige Vorgesetzte, die sich um die Mitarbeiter bemühen und kümmern. Es gibt aber auch zahlreiche Gegenbeispiele, v. a. fachlich. Beförderung in die Inkompetenz und ohnehin nur mithilfe einer persönlichen Lobby im Unternehmen.
Interessante Aufgaben
Für den VW Konzern in Teilen interessant. Entscheidungen darf und soll man aber nicht treffen als Mitarbeiter, so wie die Führungskräfte auch keine eigenen Entscheidungen treffen.
Gleichberechtigung
"Frauen müssen sich halt anstrengen, um in Führungspositionen zu kommen" zeigt, wessen Geistes Kind die Führungsebene ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt auch ältere Kollegen, auch via Neueinstellung.
Arbeitsbedingungen
Einfach nur schlecht. Die Büros sind auf 4 Standorte verteilt, dadurch entsteht kein Gemeinschaftsgefühl in der Belegschaft. Daran ändert auch die neue Homeoffice-Regelung (3:2) nichts. Die angemieteten Büros sind teilweise alt und sehr geräuschintensiv, da es keine Fokus-Arbeitsplätze o. Ä. gibt. Effizientes Arbeiten nicht möglich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird für Meet & Greets durch die Welt gejettet, Mülltrennung existiert nicht.
Gehalt/Benefits
Der aktuell einzig positive Punkt (Gehalt ist sehr gut), wenngleich auch hier nicht nach Kompetenzen die höheren Tarifstufen verteilt werden, sondern nach persönlichem Gusto.
Karriere/Weiterbildung
Management wird gefördert. Der Mitarbeiter darf sich um vieles selbst kümmern und endet an der Entscheidungsunfähigkeit des Managements oder der entsprechenden Fachabteilungen.

