Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Praxis 
Dr. 
Schimansky
Bewertungen

Ihr Unternehmen?

Abschreckendes Beispiel für psychologische Arbeit-Vorsicht!

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Hannover gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die zentrale Lage der Praxis – sie war gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Darüber hinaus kann ich leider keine positiven Aspekte benennen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Eine umfassende Antwort auf diese Frage ergibt sich bereits aus den einzelnen Bewertungen und Schilderungen in den jeweiligen Kategorien. Die Vielzahl und Schwere der aufgeführten Kritikpunkte – von mangelhafter Führung über fehlende Einarbeitung bis hin zu respektlosem Umgang – spricht für sich. Ich empfehle daher, die vollständige Bewertung aufmerksam zu lesen.

Verbesserungsvorschläge

Strukturelle und organisatorische Verbesserungen:
• Einführung eines digitalen Dokumentationssystems für Diagnostik, Therapie und Berichtswesen
• Bereitstellung ausreichend technischer Arbeitsmittel (z. B. Computer für jede Fachkraft)
• Aktualisierung sämtlicher Testmaterialien auf wissenschaftlich fundierte, aktuelle Normversionen
• Etablierung klarer interner Abläufe und Arbeitsprozesse – inklusive schriftlicher Standards
• Transparente und faire Arbeitszeitabrechnung
• Angemessene Vergütung orientiert an der fachlichen Qualifikation (z. B. Tarifniveau für Psycholog*innen)

Führung und Kommunikation:
• Aufbau einer wertschätzenden, respektvollen Kommunikationskultur – auch gegenüber Mitarbeitenden
• Abschaffung autoritärer Hierarchien zugunsten kollegialer Zusammenarbeit auf Augenhöhe
• Einführung regelmäßiger und echter Supervision durch externe Fachpersonen
• Konstruktive Fehlerkultur statt öffentlicher Bloßstellung und Schuldzuweisung
• Aktive Einarbeitung neuer Mitarbeitender durch strukturierte Pläne und Ansprechpartner*innen

Team und Arbeitsklima:
• Klare Haltung gegen Ausgrenzung, Abwertung und internes Konkurrenzverhalten
• Förderung von Teamzusammenhalt und kollegialem Austausch
• Schulung des gesamten Teams in Kommunikation, Zusammenarbeit und Umgang mit Konflikten

Fachliche Qualität und Entwicklung:
• Anerkennung der fachlichen Kompetenzen psychologischer Mitarbeitender
• Ermöglichung eigenverantwortlicher Diagnostik und therapeutischer Entscheidungen
• Beteiligung der Psycholog*innen an Fallbesprechungen, Diagnosefindung und Elternarbeit
• Angebot und Finanzierung von Fortbildungen zur kontinuierlichen Qualifikation

Kultur und Haltung:
• Offenheit gegenüber gesellschaftlicher Vielfalt – z. B. durch Akzeptanz inklusiver Sprache
• Förderung einer modernen, diskriminierungsfreien Arbeitskultur
• Reflexion des eigenen Führungsstils und der Wirkung auf Mitarbeitende

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre war von Beginn an von Angst, Hierarchie und mangelnder Wertschätzung geprägt. Neben dem autoritären, oft respektlosen Verhalten der Leitung, das sich auch in öffentlicher Zurechtweisung vor Patient*innen äußerte, erlebte ich insbesondere durch einen Kollegen gezielte Ausgrenzung und Herabwürdigung. Bereits ab dem ersten Tag wurde ich durch abwertende Kommentare, Augenrollen und Gesprächsverweigerung systematisch isoliert. Unterstützung wurde nicht angeboten, Fragen wurden abgebügelt, kollegiale Zusammenarbeit war nicht möglich. Insgesamt herrschte ein Klima, in dem Misstrauen, Druck und Schweigen dominieren – getragen von einer Führungskultur, die auf Einschüchterung statt Förderung setzte.

Image

Das Image der Praxis ist – sowohl intern als auch extern – ausgesprochen negativ. Auch Eltern äußerten im Gespräch regelmäßig Unmut über den unfreundlichen, dominanten Umgangston der Leitung. Rückmeldungen von Patient*innen und deren Angehörigen bestätigten den Eindruck einer angespannten, wenig zugewandten Atmosphäre. Im Team selbst herrschte eine resignative Grundhaltung, die erkennen ließ, dass viele Mitarbeitende die Situation als dauerhaft belastend empfanden. Die öffentliche Bewertungslage im Internet spiegelt diese Erfahrungen in weiten Teilen wider und deckt sich mit meinem persönlichen Eindruck.

Work-Life-Balance

Flexible Arbeitszeitmodelle gab es nicht, was in einer Praxis allerdings auch erwartbar ist. Die Arbeitszeiten waren starr, Mehrarbeit wurde weder gewürdigt noch vergütet. Stunden, die ich in der Einarbeitungszeit (die de facto nicht stattfand) aufwendete, wurden mir teils gestrichen. Ich habe mich dann nach der Arbeitszeit selbstständig einarbeiten müssen oder Dokumentationen geschrieben. Eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben war unter diesen Bedingungen nicht möglich.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- oder Weiterbildungsmöglichkeiten gab es in dieser Praxis nicht. Es wurden keine Fortbildungen angeboten, keine Entwicklungsziele formuliert und keinerlei fachliche Begleitung bereitgestellt. Die sogenannte „Supervision“ bestand lediglich aus einmaliger, autoritärer Anweisung – nicht aus Reflexion oder kollegialem Austausch. Fachliche Weiterentwicklung war weder erwünscht noch möglich, eigenverantwortliches Arbeiten wurde unterbunden. Für Psycholog*innen, die auf fachlicher und persönlicher Ebene wachsen möchten, bietet diese Praxis keinerlei Perspektive.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt lag deutlich unter dem marktüblichen Niveau für akademisch ausgebildete Psycholog*innen. Eine transparente oder faire Gehaltsstruktur war nicht erkennbar. Es gab keinerlei Zusatzleistungen oder Benefits – weder Urlaubstage über das gesetzliche Maß hinaus noch Unterstützung bei Fortbildungen, Gesundheitsvorsorge oder ähnliches. Auch die Abrechnung der Arbeitszeit war aus meiner Sicht klar arbeitgeberorientiert: Überstunden oder längere Arbeitszeiten in der Einarbeitungsphase wurden nicht anerkannt oder später sogar gestrichen – ohne vertragliche Grundlage oder vorherige Absprache. Insgesamt fehlte jegliches Verständnis für faire, moderne und motivierende Vergütungspraxis.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein:
Zum Umweltbewusstsein der Praxis kann ich nur sehr eingeschränkt etwas sagen. Es wurde Müll getrennt, ansonsten waren Umweltaspekte weder sichtbar noch thematisch präsent. Nachhaltigkeit spielte im Arbeitsalltag keine erkennbare Rolle.
Sozialbewusstsein:
Ein soziales Bewusstsein – insbesondere im Umgang mit Mitarbeitenden – war nicht erkennbar. Es gab keinerlei Benefits, keine Zusatzleistungen oder Zeichen von Fürsorge, z. B. in Form von fairer Stundenregelung, realistischen Arbeitszeiten oder unterstützender Einarbeitung. Im Gegenteil: Ich wurde ohne Anleitung ins kalte Wasser geworfen, bei Fragen harsch behandelt, öffentlich bloßgestellt und in ein autoritäres System eingebunden, in dem psychologische Fachkompetenz nicht gewürdigt wurde. Auch im Umgang mit Kolleg*innen war kein respektvoller oder solidarischer Ton spürbar. Ein echtes Interesse an Wohlbefinden, Entwicklung oder Zusammenarbeit war nicht vorhanden.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war faktisch nicht vorhanden. Die Praxis besteht aus einem sehr kleinen Team. Der einzige fachliche Kollege verhielt sich mir gegenüber von Beginn an herablassend, verweigerte Unterstützung, reagierte auf Nachfragen mit Augenrollen oder Spott und gab mir teils bewusst falsche Informationen zu internen Abläufen. Einige dieser Angaben führten dazu, dass ich von der Ärztin vor Eltern oder Kolleginnen lautstark zurechtgewiesen wurde.
Die Praxismanagerin war zwar weniger konfrontativ und in Einzelfällen bemüht, mir zu helfen, doch auch sie wirkte insgesamt unfreundlich und resigniert. Im Nachhinein hatte ich deutlich den Eindruck, dass sie bereits davon ausging, dass ich – wie viele meiner Vorgängerinnen – die Stelle bald wieder verlassen würde. Ein echtes kollegiales Miteinander war in diesem Klima nicht möglich.

Umgang mit älteren Kollegen

Dazu kann ich nichts sagen, da es außer der deutlich älteren Praxisinhaberin keine älteren Kolleg*innen im Team gab. Ein altersdiverses Miteinander fand in dieser kleinen Praxisstruktur nicht statt.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Leitungsperson war durchweg respektlos, autoritär und in keiner Weise professionell. Die Ärztin war kaum ansprechbar, verweigerte direkte Kommunikation oder reagierte auf Rückfragen harsch, abwertend oder laut – teils vor Eltern und Patient*innen. Eine Einarbeitung fand nicht statt. Stattdessen wurde ich von Anfang an mit komplexen Aufgaben (inkl. Diagnostik und Therapie) allein gelassen, ohne fachliche Einführung oder Orientierung. Entscheidungen wurden einseitig getroffen, Diagnosen vorgeschrieben und Rückmeldungen an Eltern diktiert – selbst bei fachlich fragwürdigen Einschätzungen wurde kein Dialog zugelassen.
Bei Fehlern, die teils auf fehlende Informationen oder absichtlich falsche Hinweise eines Kollegen zurückgingen, wurde ich öffentlich zurechtgewiesen, angeschrien oder bloßgestellt. Die sogenannte „Supervision“ bestand aus einmaliger, einseitiger Anweisung – nicht aus fachlicher Begleitung. Insgesamt war das Führungsverhalten von Dominanz, Kontrolle und Herabwürdigung geprägt – ein respektvoller, fördernder Umgang war zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen in der Praxis waren fachlich und organisatorisch inakzeptabel und stark veraltet. Es gab keine digitale Infrastruktur – stattdessen musste jede psychologische Diagnostik und Therapieeinheit handschriftlich dokumentiert werden, und zwar in vollständigen Sätzen und möglichst wortgetreu. Diese Art der Dokumentation ist nicht nur extrem zeitintensiv, sondern entspricht auch nicht mehr dem heutigen fachlichen Standard. Ein digitales Dokumentationssystem war nicht vorhanden und auch nicht gewünscht. Es gab lediglich einen einzigen Laptop in der gesamten Praxis, der von mehreren Mitarbeitenden genutzt werden musste – was effizientes Arbeiten weiter erschwerte.
Auch das psychologische Testmaterial war zum Teil 20 Jahre alt und entsprach in vielen Fällen nicht mehr den aktuellen normativen Grundlagen oder wissenschaftlichen Anforderungen.Eine qualitätsgesicherte Diagnostik war unter diesen Umständen kaum möglich. Die räumlichen Bedingungen waren funktional, aber schlicht, Rückzugsmöglichkeiten, Besprechungsräume oder Arbeitsplätze mit angemessener Ausstattung für Fachpersonal waren nicht vorhanden. Auch grundlegende ergonomische oder technische Standards gab es nicht.

Kommunikation

Kommunikation fand, wenn überhaupt, autoritär und herablassend statt. Wichtige Informationen fehlten, Rückfragen wurden mit Ungeduld oder Abwertung beantwortet. Die sogenannte “Supervision” bestand aus einseitigen Anweisungen – kollegialer Austausch oder fachlicher Diskurs waren nicht gewünscht. Ich wurde mehrfach vor Eltern und Kolleg*innen bloßgestellt – eine professionelle Kommunikation war nicht gegeben.

Gleichberechtigung

Ein wertschätzender Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt war in dieser Praxis nicht erkennbar. Schon zu Beginn wurde mir ausdrücklich mitgeteilt, dass gendergerechte Sprache unerwünscht sei – ich solle auf inklusive Formulierungen verzichten. Diese Haltung steht im starken Kontrast zu aktuellen gesellschaftlichen und fachlichen Standards, besonders im psychosozialen Bereich. Insgesamt fehlte jede Offenheit für Diversität – sowohl sprachlich als auch strukturell.

Ein gleichberechtigtes Arbeiten im Team fand nicht statt. Als Psychologin hatte ich keinerlei fachliches Mitspracherecht, obwohl ich verantwortlich war für Diagnostik und Therapie. Einschätzungen und Diagnosen wurden mir vorgegeben, Rückmeldungen an Eltern diktiert – fachliche Gleichwertigkeit war nicht vorgesehen, sondern wurde systematisch unterbunden.

Interessante Aufgaben

Grundsätzlich deckten sich die Aufgaben – psychologische Diagnostik und therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – mit meinem fachlichen Profil und meiner beruflichen Motivation. Leider blieb dies reine Theorie. In der Praxis war keine eigenständige oder fundierte psychologische Arbeit möglich. Die Diagnostik war fachlich veraltet, standardisierte Verfahren wurden vernachlässigt oder unreflektiert angewandt, und die Therapieinhalte wurden nicht abgestimmt oder gemeinsam geplant. Entscheidungen über Diagnosen und Interventionen wurden allein durch die Ärztin getroffen – meine Einschätzungen als ausgebildete Psychologin spielten keine Rolle.
Besonders gravierend: Die komplette Dokumentation musste handschriftlich und in vollständigen Sätzen erfolgen – in einem Stil, der heutigen Standards deutlich widerspricht und einen Großteil der Arbeitszeit verschlang. Was auf dem Papier wie eine vielseitige und verantwortungsvolle Tätigkeit klang, war letztlich die Ausführung fremdbestimmter Vorgaben – fachlich wie strukturell.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen