Guter Kollegenzusammenhalt – aber steigender Druck, schlechte Stimmung und eine schwierige Unternehmenskultur !!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den Zusammenhat halt fand ich gut, aber das war auch das einzigst Gute an dem Arbeitgeber.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die stetig steigende Arbeitsbelastung bei gleichzeitig knapper personeller Ausstattung, der hohe Druck durch teilweise unrealistische Zielvorgaben aus UK und der deutschen Geschäftsführung sowie die fehlende Wertschätzung. Viele Entscheidungen werden zentral vorgegeben, ohne die Erfahrungen und besonderen Bedingungen in Deutschland ausreichend zu berücksichtigen. Konstruktive Kritik und abweichende Meinungen scheinen nicht immer erwünscht zu sein. Kurzfristige und wenig nachvollziehbare Personalentscheidungen vermitteln teilweise den Eindruck einer Hire-and-fire-Mentalität. Hinzu kommen eine unangemessene Vergütung, wenig transparente Entwicklungsmöglichkeiten und der Eindruck, dass persönliche Sympathien teilweise wichtiger sind als Leistung, Erfahrung und Qualifikation.
Verbesserungsvorschläge
Die Arbeitsbelastung und personelle Ausstattung sollten an die tatsächlichen Aufgaben angepasst werden. Notwendig wären außerdem realistische Ziele, eine angemessene Vergütung, mehr Entscheidungsfreiheit in Deutschland und eine offene Feedbackkultur.
Personalentscheidungen sollten transparent, nachvollziehbar und fair getroffen werden. Mitarbeitende müssen Kritik äußern können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Erfahrungen vor Ort sollten ernst genommen und die deutschen Teams stärker in Entscheidungen einbezogen werden.
Der Kollegenzusammenhalt sollte aktiv gefördert werden. Dazu gehören ausreichend Personal, verlässliche Dienstpläne, eine gute Einarbeitung, regelmäßiger Austausch und eine Führungskultur, die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung stärkt.
Die Unternehmenskultur sollte sich stärker an Vertrauen, Respekt, Wertschätzung und Fairness orientieren.
Die Werte „Warm + welcoming“, „Passionate + proud“ und „Budget + brilliant“ sollten nicht nur gegenüber den Gästen, sondern auch gegenüber den Mitarbeitenden konsequent gelebt werden !!!
Arbeitsatmosphäre
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen ist grundsätzlich eine Stärke des Unternehmens. Viele Mitarbeitende versuchen, sich gegenseitig zu unterstützen und trotz hoher Belastung ein gutes Miteinander aufrechtzuerhalten. Besonders im Hotelalltag ist es wichtig, dass man sich aufeinander verlassen kann. Deutschland lässt sich nicht eins zu eins nach britischen Maßstäben steuern. Viele Vorgaben aus UK passen nicht zu den tatsächlichen Bedingungen im Hotela
Gleichzeitig wird dieser Zusammenhalt durch den zunehmenden Druck, Personalmangel und die schlechte Stimmung belastet. Wenn Teams dauerhaft zu klein besetzt sind und immer mehr Aufgaben übernehmen müssen, steigt das Konfliktpotenzial. Es bleibt weniger Zeit für gegenseitige Unterstützung, Einarbeitung und einen respektvollen Austausch.
Die Unternehmenskultur sollte stärker von Vertrauen, Wertschätzung und gegenseitigem Respekt geprägt sein. Mitarbeitende sollten sich sicher fühlen, ihre Meinung zu äußern, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Eine gute Unternehmenskultur darf nicht nur nach außen gegenüber den Gästen vermittelt werden, sondern muss auch intern im Umgang mit den Mitarbeitenden gelebt werden.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung steht insbesondere in den Hotels häufig nicht im angemessenen Verhältnis zu Arbeitsbelastung, Flexibilität und Verantwortung.
Gerade bei dauerhaft hoher Arbeitsbelastung, kurzfristigen Änderungen und zusätzlicher Verantwortung sollte sich dies auch in einer angemessenen Vergütung und besseren Sozialleistungen widerspiegeln.
Gleichberechtigung
Die Erfahrung älterer Mitarbeitender sollte stärker wertgeschätzt und genutzt werden.
Langjährige Mitarbeitende verfügen über wertvolles Wissen zu Abläufen, Gästen und praktischen Herausforderungen. Dieses Wissen sollte stärker in Entscheidungen, Einarbeitung und Weiterbildung einbezogen werden. Ältere Kolleginnen und Kollegen sollten nicht das Gefühl bekommen, weniger gefördert oder aufgrund ihres Alters benachteiligt zu werden.


