Warnung an Eltern: Gnadenlose Präsenzpflicht erzwingt Betreuungsnotstand und ignoriert Arbeitsschutz bei über 35 Grad.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die technologisch spannenden Aufgaben, die faire Bezahlung nach Tarif und den Zusammenhalt im direkten Kollegenkreis.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die aktuelle, völlig unreflektierte "Return to Office"-Strategie. Die katastrophalen klimatischen Bedingungen in den Büros im Hochsommer (fehlende Klimatisierung, Flachdach) und das ignorante Wegwischen familiärer Verpflichtungen und Betreuungsprobleme der Belegschaft.
Verbesserungsvorschläge
Moderne Führung lernen: Leistung an Ergebnissen messen, nicht an der physischen Anwesenheit.
Arbeitsschutz ernst nehmen: Wer Präsenz fordert, muss klimatisierte, zumutbare Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.
Die Flexibilität der KBV zur mobilen Arbeit nutzen, statt Familien durch pauschale Gießkannen-Anweisungen in unlösbare Betreuungsnotstände zu drängen.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung im direkten Team ist solidarisch, aber die Atmosphäre im Gesamtbetrieb ist durch die dogmatischen Top-Down-Entscheidungen (Rückholaktionen) stark angespannt.
Image
Der Name des Unternehmens zieht nach außen hin noch, aber intern fühlt man sich arbeitskulturell eher in den 90er Jahren gefangen.
Work-Life-Balance
Für Familien eine Vollkatastrophe. Die kurzfristige Anordnung von 4 Tagen Büropräsenz stürzt Eltern ohne Hortplätze in massive Betreuungsnotstände. Es gibt kaum Entgegenkommen für individuelle Härtefälle.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung sind im Konzernumfeld klassisch vorhanden.
Gehalt/Benefits
Dank IG Metall Tarifvertrag ist die Bezahlung gut, pünktlich und fair. Die Standard-Benefits eines Großkonzerns sind vorhanden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Reines Greenwashing. Nach außen ESG-Ziele preisen, nach innen aber tausende Mitarbeiter völlig ohne Not wieder massiv ins Auto zwingen und den CO2-Ausstoß durch Pendeln künstlich in die Höhe treiben, nur um im Büro die gleichen Teams-Calls zu führen.
Kollegenzusammenhalt
Auf der Fachebene hält man zusammen und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Wir sitzen alle im selben (leider unklimatisierten) Boot.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Weigerung, klimatisierte Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, ist gerade für ältere Kollegen oder Personen mit gesundheitlichen Problemen bei über 30 Grad im Büro absolut unzumutbar.
Vorgesetztenverhalten
Führungskräfte verstecken sich hinter pauschalen Management-Direktiven. Statt Teams modern über Ziele zu steuern (Management by Objectives), herrscht wieder eine Kultur der reinen physischen Sichtkontrolle.
Arbeitsbedingungen
Unfassbar. Büros unter Flachdächern ohne Klimaanlage. Im Hochsommer werden hier an die 40 Grad erreicht, was gegen die ASR A3.5 verstößt. Statt uns von zu Hause arbeiten zu lassen, wird auf Anwesenheit beharrt.
Kommunikation
Reine Einbahnstraße. Echte Sorgen bezüglich unzumutbarer Hitze am Arbeitsplatz und Betreuungsnotständen durch die neue 4-Tage-Präsenzpflicht werden vom Management mit Standardfloskeln abgetan.
Gleichberechtigung
Die starre Präsenzpflicht benachteiligt systematisch Elternteile, die Care-Arbeit leisten und zwingend auf örtliche Flexibilität angewiesen sind, um Beruf und Familie zu vereinbaren.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben in der Luftfahrtindustrie sind anspruchsvoll, abwechslungsreich und technologisch absolut spannend.