Zwischen Machtspielchen und Top-Down-Kultur: Willkommen im Arbeitsleben von gestern!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Betriebliche Altersvorsorge, Tankgutschein, Jobticket, Kantine im Gebäude, gratis Heißgetränke und Wasser, eine kleine Küche mit Mikrowellen, gute Anbindung/Lage, gratis Parkplätze, große Büros, höhenverstellbare Tische
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht finde ich, dass es leider kaum Gutes gibt, das man über Primus sagen kann.
Verbesserungsvorschläge
Führung sollte Menschen stärken – nicht kleinhalten. Es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten für Arbeitgeber, um das eigene Unternehmen wieder zukunftsstark und glaubwürdig zu machen. Das lege ich dem GF dringend ans Herz. Es ist erschreckend, wie unglücklich und frustriert die ganze Belegschaft ist.
Arbeitsatmosphäre
Ich hätte nie gedacht, einmal so ungern zur Arbeit zu gehen! Komplette Belegschaft völlig überarbeitet und kurz vor dem Burn-out. Erschreckend und traurig, sowas als GF verantworten zu müssen.
Kommunikation
Ein Beispiel sagt alles: Der Umzug nach Singen (inkl. neuer Arbeitsstätte für viele Mitarbeitende) wurde nur wenige Wochen vorher angekündigt. Für mich ein Paradebeispiel für die fehlende Wertschätzung und das allgemeine Führungsversagen.
Kollegenzusammenhalt
Jeder lästert hier über jeden, statt an einem Strang zu ziehen. Viel Getuschel und teilweise äußerst unangenehme Situationen unter den Kollegen. Umso mehr habe ich die wenigen Kollegen geschätzt, die wirklich korrekt und vertrauenswürdig waren.
Work-Life-Balance
Eher: "Work-Survive-Balance"! Wie soll man sich auch erholen, wenn man an mehreren Samstagen in Folge bei +30 Grad in der Logistik ohne Ausgleich aushelfen muss?! Urlaub wurde teilweise nicht genehmigt, meine über 50 Überstunden ließen sich auch kaum abbauen. Was die GL als selbstverständlich sah, war unzumutbar! Ich bin froh, dass dieses Kapitel endlich vorbei ist.
Vorgesetztenverhalten
Ich würde hier gerne 0 Sterne geben! Eine erschreckend konservative Top-Down-Mentalität! Wenn sich ein Chef durch Machtspielchen beweisen muss, sagt das mehr über das Versagen seiner Führungskompetenz aus als über die Mitarbeiter selbst. Das Auftreten war oft von oben herab und völlig unangebracht. Nicht zuletzt das befremdliche, herablassende Verhalten der Chefsek., die jedem immer eine erniedrigende Standpauke halten muss. Durch und durch einfach nur unangenehm gewesen und eine Unternehmenskultur, in der ich mich definitiv nicht mehr wiederfinden möchte!!!
Interessante Aufgaben
Für ambitionierte und kompetente Menschen waren die Aufgaben oft unbefriedigend und deutlich unterfordernd. Wer sich weiterentwickeln und etwas bewegen wollte, fand dafür kaum Raum.
Umgang mit älteren Kollegen
Mit den älteren Kollegen habe ich mich sehr gut verstanden. Umso erschreckender war der fehlende Respekt der GL gegenüber älteren Mitarbeitenden, den ich mehrfach hautnah miterleben musste.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das gibt es bei Primus nicht! Das „Erfolgskonzept“ setzt auf mittelalterliche, kundenvertreibende Papierwerbung. Kunden waren regelmäßig nur noch genervt und überfordert von den massenhaften Werbeattacken in ihren Briefkästen - völlig nachvollziehbar! Nichts geht digital, alles muss doppelt und dreifach gedruckt werden. Fehlerhafte Werbung landet direkt im Müll. Wie ist das heute noch zulässig?!
Gehalt/Benefits
Nach vielen Jahren keine einzige Gehaltserhöhung trotz mehrfacher Nachfrage, dazu keinerlei Boni oder Zuschüsse. Mitarbeitern Chancen zu verwehren und sie stattdessen kleinzuhalten – das ist hier das tägliche Brot.
Image
Ein Blick auf die Online-Bewertungen dürfte diese Frage beantworten.
Karriere/Weiterbildung
Kaum Aufstiegsmöglichkeiten, weshalb gerade viele junge Kolleg:innen das Unternehmen schnell wieder verlassen haben. Weiterbildungen werden zwar angeboten, aber auch gerne abgelehnt.