Nicht alles ist Gold, was glänzt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt im Grafik-Team ist wirklich gut. Man versteht sich untereinander, hilft sich und kann auch mal gemeinsam lachen. Außerdem wird im Grafik-Team darauf geachtet, dass die Arbeitszeiten einigermaßen im Rahmen bleiben und private Termine möglich sind. Die Aufgaben an sich sind grundsätzlich okay, wenn auch auf Dauer teilweise wenig abwechslungsreich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Am meisten stört mich die fehlende Verlässlichkeit durch die Geschäftsführung. Vorgaben ändern sich ständig, Planung ist dadurch kaum möglich und Zeitdruck sowie Überstunden sind die Folge. Dazu kommt, dass Mitarbeitermeinungen oft wenig zählen und Qualität zugunsten von möglichst viel Output auf der Strecke bleibt. Auch der Umgang mit Mitarbeitern und die nach und nach gestrichenen Benefits hinterlassen leider keinen besonders wertschätzenden Eindruck.
Verbesserungsvorschläge
Weniger kurzfristige Änderungen und dafür eine vernünftige, langfristige Planung würden schon einiges verbessern. Mitarbeiter und auch Führungskräfte sollten außerdem stärker in Entscheidungen einbezogen und mit ihren Erfahrungen ernst genommen werden. Weniger Fokus auf Quantität und Überstunden und dafür mehr auf Qualität und realistische Zeitplanung wäre ebenfalls wünschenswert.
Arbeitsatmosphäre
Die Unternehmenskultur wird stark durch die Geschäftsführung geprägt. Entscheidungen und Vorgaben ändern sich regelmäßig kurzfristig, wodurch wenig Verlässlichkeit entsteht. Mitarbeitermeinungen werden dabei leider nicht immer ernst genommen und vieles wird eher nach dem Prinzip „die Geschäftsführung weiß es besser“ entschieden. Auch die Arbeitsleistung wird teilweise eher an Überstunden als an der tatsächlichen Qualität der Arbeit gemessen. Im Grafik-Team selbst ist der Zusammenhalt dagegen sehr gut. Man unterstützt sich gegenseitig und versteht sich auch persönlich gut.
Gleichberechtigung
Beim Alter habe ich kaum Unterschiede im Umgang bemerkt, wobei jüngere Kollegen teilweise weniger ernst genommen werden. Bei der Gleichberechtigung sehe ich dagegen Luft nach oben. Gerade Frauen werden meiner Wahrnehmung nach nicht immer so ernst genommen wie ihre männlichen Kollegen. Ansonsten ist die Belegschaft recht vielfältig und der Umgang unter den Kollegen grundsätzlich unkompliziert.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung ist grundsätzlich okay, bei den Arbeitsbedingungen gibt es allerdings einiges, was unnötig schwierig gemacht wird. Durch kurzfristige Änderungen und fehlende Planung entsteht immer wieder Zeitdruck, wodurch Überstunden keine Seltenheit sind. Gerade im Grafikbereich bleibt durch den Zeitdruck auch die Kreativität teilweise auf der Strecke. Es geht oft eher darum, möglichst viel Werbung schnell fertigzubekommen, als um Qualität.
Umweltbewusstsein spielt eher eine untergeordnete Rolle. Es wird erstaunlich viel ausgedruckt und digitale Lösungen oder neue Workflows werden teilweise nur zögerlich angenommen.
Bei der Work-Life-Balance kommt es stark auf die Abteilung an. Im Grafik-Team wird darauf geachtet, dass Überstunden nicht ausufern und private Termine möglich sind. In anderen Abteilungen sieht das teilweise deutlich anders aus, dort sammeln sich teils sehr viele Überstunden an.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist okay, liegt aber eher unter dem Durchschnitt. Gehaltserhöhungen sind praktisch nicht vorgesehen und selbst kleine Erhöhungen können jahrelang auf sich warten lassen. Auch die wenigen Benefits wie kostenloses Wasser, Jobticket bzw. Tankgutschein wurden mittlerweile gestrichen. Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es kaum. Durch die flachen Hierarchien sind Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt und Weiterbildungen werden so gut wie nicht angeboten. Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte, wird hier vermutlich nicht besonders weit kommen.
Das Image des Unternehmens ist meiner Wahrnehmung nach eher schlecht, was sich auch an den vielen negativen Kundenbewertungen zeigt.