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prismat 
GmbH
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Die Fassade bröckelt

3,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei prismat GmbH in Dortmund gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Nichtsdestotrotz gibt es einige sehr coole Socken! Ihr habt echt Glück, wenn euer Teamleiter eine davon ist!

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Prismat erfüllt perfekt die Definition eines hierarchischen Unternehmens. Die Firma ist wie eine Pyramide aufgebaut und nicht wenige bilden sich auf ihren Rang etwas ein. Die Dienstwagen repräsentieren selbstverständlich den Rang innerhalb des Unternehmens.

Verbesserungsvorschläge

Dies ist zwar ein Thema für die Belegschaft, aber es ist angesichts des Wachstums von Prismat eigentlich an der Zeit, einen Betriebsrat zu gründen. So wäre es für die Führung in Dortmund einfacher, mehr von der Stimmung an den anderen Standorten mitzubekommen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist sehr abhängig von Standort und Team. Insbesondere in der Zentrale in Dortmund scheint das Klima etwas besser zu sein.

Work-Life-Balance

Es gibt Teams, in denen Überstunden abgebaut werden. In anderen Teams wird Mitarbeitenden nahegelegt, ihre Überstunden verfallen zu lassen oder keine Nacht-/Wochenendzuschläge (stattdessen Montag) zu buchen. Aufgrund der mauen Auslastung aber derzeit gute Work-Life-Balance.

Karriere/Weiterbildung

Sehr stringent vorgegebene Entwicklung

Gehalt/Benefits

Angemessenes Gehalt. Mit Einsparungen bei den Dienstwagen und größenteils leeren Büros wäre vielleicht mehr drin.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Gesellschafter legen großen Wert auf dicke Dienstautos (sind halt "Liebhaber"). Die Autos sind im Listenwert, je nach Rang, gerne an die 100k wert. Die Wagen sind häufig sehr überdimensioniert für ihren Zweck. Bei Verzicht auf den Dienstwagen wird die eingesparte Leasingrate nicht vollständig dem Gehalt zugeschlagen.

Generell gilt Auto vor Bahn. Außerdem fliegt die gesamte Belegschaft auf eine Firmenreise (mag man cool finden, ist für 3 Tage aber sicherlich nicht umweltfreundlich).

Kollegenzusammenhalt

Viele Kollegen haben das Gefühl, dass der Zusammenhalt nachgelassen hat, seitdem das Unternehmen in den letzten Jahren so viel gewachsen ist. Wenn man sich umhört, erstreckt sich dieser Eindruck über alle Standorte.

Arbeitsbedingungen

Ausstattung ist nichts besonderes. Das Unternehmen leistet sich Standard-Büros mit festen Arbeitsplätzen (keine Shared Desks oder Telefonboxen). Den Aufbau der Arbeitsplätze könnte man daher als traditionell / konservativ beschreiben.

Gleichberechtigung

Keine offizielle Policy seitens des Unternehmens. Wie in der gesamten Gesellschaft existieren auch bei Prismat Sexismus, Rassismus und Homophobie. Viele Mitarbeitende gehen allerdings davon aus, dass diese Dinge hier nicht existieren. Das ist allerdings fatal, weil man so die Augen grundsätzlich verschließt.

Die Arbeitskultur ist sehr männlich dominiert (man schaue sich nur das Video über die Malagafahrt an) und der Frauenanteil unterdurchschnittlich.


Image

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Kommunikation

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Agnes Krzyzanski, HR Business Partner
Agnes KrzyzanskiHR Business Partner

Liebe Prismonautin, lieber Prismonaut,

vielen Dank für deine ausführliche und differenzierte Rückmeldung. Wir schätzen es sehr, dass du dir die Zeit genommen hast, so viele Aspekte offen zu bewerten.

Es freut uns zu lesen, dass du unter anderem mit der Work-Life-Balance und der Kommunikation bei uns zufrieden bist. Deine Kritik nehmen wir ernst und möchten darauf eingehen.

prismat ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Mit dem Wachstum gehen auch neue Strukturen einher, die manchmal als formeller oder hierarchischer wahrgenommen werden können. Wir arbeiten kontinuierlich daran, diese Strukturen möglichst transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Ebenso wie die Zuteilung von Firmenwagen, die sich an Verantwortungsbereichen und Reiserollen orientiert. Wenn dies als Symbol für Status wahrgenommen wird, respektieren wir diese persönliche Einschätzung.

Auf das Thema „Zusammenhalt“ möchten wir gerne etwas ausführlicher eingehen. In den vergangenen drei Jahren haben wir an der GPTW-Umfrage teilgenommen, um ein möglichst umfassendes Stimmungsbild im Unternehmen zu erhalten. Die Ergebnisse in diesem Bereich sind durchweg sehr positiv. Sie widersprechen dem Eindruck, den du persönlich schilderst. Um den Zusammenhalt aktiv zu fördern, setzen wir bewusst auf standortübergreifende Formate wie Sommerfeste, Weihnachtsfeiern oder auch die von dir erwähnte Seminarreise. Die hohe Teilnahmequote zeigt uns, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Zusätzlich stellen wir Budget für individuelle Teamevents bereit, um auch im kleineren Rahmen das Miteinander zu stärken. All diese Maßnahmen zahlen aktiv auf unser „Wir“-Gefühl ein und tragen dazu bei, den Zusammenhalt im Unternehmen weiter zu festigen.

Uns ist bewusst, dass gesellschaftliche Themen wie Diskriminierung auch in Unternehmen nicht automatisch außen vor bleiben. Deshalb arbeiten wir bereits an einer umfassenderen Diversity-Strategie. Wir möchten ein offenes, respektvolles und vielfältiges Arbeitsumfeld fördern.

Es stimmt, dass der Frauenanteil in einigen Bereichen unseres Unternehmens noch unter dem Schnitt liegt. Im Branchenvergleich stehen wir jedoch gut da: Während der Frauenanteil in der IT- und Telekommunikationsbranche insgesamt bei etwa 15–17 % liegt, liegen wir mit rund 25 % deutlich darüber. Uns ist jedoch bewusst, dass hier weiteres Entwicklungspotenzial besteht, und genau daran arbeiten wir aktiv.

In Bezug auf Ausstattung und Umweltmaßnahmen sind wir nicht stehen geblieben, aber auch nicht dort, wo wir langfristig hinwollen. Themen wie nachhaltigeres Reisen, moderne Arbeitsplatzgestaltung oder Flex-Desk-Konzepte werden intern kontinuierlich diskutiert und weiterentwickelt. Bei diesen Themen gibt es verschiedene Bedürfnisse: Z. B. bevorzugen andere Mitarbeitende einen festen Arbeitsplatz oder die Verkürzung von Reisezeiten zur Verbesserung der Work-Life-Balance. Für uns ist klar: Fortschritt bedeutet, Bestehendes immer wieder zu hinterfragen und gemeinsam nach besseren Lösungen zu suchen.

Faire und marktgerechte Gehälter zu zahlen ist für uns ein Selbstverständnis. Die Bewertung von „angemessen“ nehmen wir als Ansporn, unsere Strukturen weiter zu überprüfen, insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Effizienzgewinne.

Vielen Dank nochmals für dein offenes Feedback. Wir wissen es zu schätzen, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Perspektive mit uns zu teilen. Gleichzeitig hätten wir es begrüßt, wenn du direkt auf uns zugekommen wärst. Der persönliche Austausch ist uns sehr wichtig. Nur im Dialog können wir Missverständnisse klären, gemeinsam Lösungen finden und kontinuierlich besser werden.

Viele Grüße
Agnes aus dem HR-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.