Gute Idee, aber deutlicher Verbesserungsbedarf bei Führung und Organisation
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Vergütung war grundsätzlich angemessen. Auch das Konzept eines Inklusionsbetriebs finde ich grundsätzlich sehr positiv.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vor allem die aus meiner Sicht unstrukturierte Organisation und den teilweise unangemessenen Umgangston. Zuständigkeiten, Urlaubsplanung, Warenbestellungen und Arbeitsabläufe wirkten auf mich teilweise wenig koordiniert. Besonders enttäuschend empfand ich, dass der respektvolle und sensible Umgang, den ich gerade von einem Inklusionsbetrieb erwartet hätte, im Arbeitsalltag nicht immer erkennbar war.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wert auf respektvolle und wertschätzende Führung legen. Die interne Kommunikation sowie Urlaubs-, Speise- und Warenplanung sollten strukturierter organisiert werden. Gerade in einem Inklusionsbetrieb wünsche ich mir außerdem mehr Sensibilität im Umgang mit Mitarbeitenden mit Einschränkungen. Kritik sollte sachlich und respektvoll vermittelt werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre empfand ich häufig als angespannt. Ein respektvoller Umgang war leider nicht immer gegeben. Es kam vor, dass sowohl Mitarbeitende als auch Kunden in einem unangemessenen Ton angesprochen oder angeschrien wurden.
Kommunikation
Die interne Kommunikation und Organisation waren aus meiner Sicht sehr unstrukturiert. Teilweise war der Führungskraft nicht bekannt, welche Mitarbeitenden im Urlaub waren. So wurde ich beispielsweise nach einem Kollegen gefragt, obwohl dieser zu diesem Zeitpunkt im Urlaub war.
Work-Life-Balance
Die Abläufe in der Küche wirkten auf mich wenig strukturiert. Es gab teilweise keine klaren Rezepte oder einheitlichen Vorgaben. Auch der Speiseplan war wenig abwechslungsreich, da sich Gerichte teilweise bereits nach zwei bis drei Wochen wiederholten.
Vorgesetztenverhalten
Den Umgang der Führungskraft mit Mitarbeitenden empfand ich teilweise als respektlos. Besonders irritierend fand ich dies in einem Inklusionsbetrieb. Gegenüber einem stark sehbehinderten Mitarbeiter fielen beispielsweise Aussagen wie „Siehst du das nicht? Da ist es doch“, obwohl seine Sehbehinderung bekannt war. Auch gegenüber anderen Mitarbeitenden und teilweise gegenüber Kunden wurde der Ton meiner Wahrnehmung nach unangemessen laut.
Interessante Aufgaben
Die Abläufe in der Küche wirkten auf mich wenig strukturiert. Es gab teilweise keine klaren Rezepte oder einheitlichen Vorgaben. Auch der Speiseplan war wenig abwechslungsreich, da sich Gerichte teilweise bereits nach zwei bis drei Wochen wiederholten.
Auch bei Warenbestellung und Lagerhaltung sehe ich Verbesserungspotenzial. Bestellungen wirkten teilweise wenig bedarfsgerecht, wodurch sich große Warenmengen im Lager angesammelt haben und kaum noch Lagerfläche vorhanden war. Eine konsequente Inventur bzw. Bestandskontrolle war für mich nicht erkennbar.
Gleichberechtigung
Gerade für einen Inklusionsbetrieb empfand ich den Umgang mit Mitarbeitenden mit Behinderung teilweise als sehr unangebracht. Beispielsweise wurde gegenüber einem stark sehbehinderten Kollegen sinngemäß gefragt, ob er etwas „nicht sehen könne“, obwohl seine Einschränkung bekannt war. Hier hätte ich deutlich mehr Sensibilität und respektvolle Kommunikation erwartet.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsorganisation empfand ich als chaotisch. Teilweise fehlten klare Rezepte und strukturierte Abläufe. Waren wurden aus meiner Sicht nicht immer bedarfsgerecht bestellt, wodurch die Lagerräume teilweise sehr voll waren. Auch bei Inventur, Urlaubsübersicht und allgemeiner Planung sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Durch teilweise sehr große Warenbestellungen entstanden unnötig hohe Lagerbestände. Eine bessere Warenplanung und Bestandskontrolle könnte aus meiner Sicht dazu beitragen, Überbestände und mögliche Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war grundsätzlich in Ordnung. Besondere Benefits oder zusätzliche Vorteile habe ich jedoch kaum wahrgenommen.
Image
Nach außen entsteht ein positiver Eindruck, insbesondere durch den Gedanken eines Inklusionsbetriebs. Meine persönlichen Erfahrungen im Arbeitsalltag haben diesem Bild jedoch leider nicht immer entsprochen.
Karriere/Weiterbildung
Während meiner Beschäftigungszeit wurden mir keine konkreten Weiterbildungs- oder Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. Eine erkennbare Perspektive zur fachlichen oder persönlichen Weiterentwicklung habe ich nicht wahrgenommen.