Wachsendes Unternehmen mit Potenzial, aber hoher Belastung und strukturell ausbaufähig
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders kritisch sehe ich die Bezahlung im Verhältnis zu Verantwortung und Arbeitsbelastung sowie den Umgang mit fehlenden oder unzureichenden Büroarbeitsplätzen. Beides vermittelt aus meiner Sicht zu wenig Wertschätzung gegenüber der Arbeit, die täglich mit hoher Genauigkeit und Verantwortung geleistet wird.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen sollte Mitarbeitende in den fachlich und projektbezogen stark belasteten Bereichen stärker wertschätzen — sowohl finanziell als auch strukturell. Eine bessere Vergütung, realistischere Ressourcenplanung und verlässlichere Kommunikation zwischen den Abteilungen wären wichtige Schritte.
Zudem sollten ausreichend Büroarbeitsplätze und geeignete Arbeitsumgebungen bereitgestellt werden. Wer von Mitarbeitenden höchste Präzision, Flexibilität und Effizienz erwartet, sollte auch die Rahmenbedingungen schaffen, die diese Leistung ermöglichen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark von Abteilung und Team abhängig. Innerhalb einzelner Teams funktioniert die Zusammenarbeit häufig gut, insgesamt wird die Atmosphäre jedoch durch hohe Belastung, Zeitdruck und knappe Ressourcen beeinträchtigt.
Kommunikation
Die Kommunikation zwischen den Abteilungen ist aus meiner Sicht deutlich verbesserungsbedürftig. Teilweise werden Anforderungen oder Zusagen gemacht, deren praktische Umsetzung in den betroffenen Fachbereichen nur schwer realistisch ist. Änderungen werden häufig sehr kurzfristig kommuniziert, teilweise erst 24–48 Stunden vorher. Das erschwert eine saubere Planung und führt zu zusätzlichem Druck in den Teams.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft ist insgesamt gut. Es kommt zwar stark auf das jeweilige Team an, im Großen und Ganzen unterstützen sich die Kolleginnen und Kollegen jedoch gegenseitig, besonders wenn kurzfristige Änderungen oder zusätzliche Aufgaben gemeinsam bewältigt werden müssen.
Work-Life-Balance
Auch hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Abteilungen. In projekt- und kundenabhängigen Bereichen muss aus meiner Erfahrung mit kurzfristigen Änderungen, unplanbaren Arbeitstagen und teilweise deutlich erhöhtem Arbeitsaufkommen gerechnet werden. Eine verlässliche Planung des Privatlebens ist dadurch häufig schwierig.
Vorgesetztenverhalten
Das Unternehmen scheint aktuell daran zu arbeiten, sich in diesem Bereich zu verbessern. Führungskräfte werden geschult und es gibt durchaus Anerkennung und Lob durch Vorgesetzte. Eine spürbare Anerkennung in Form von finanzieller Wertschätzung oder strukturellen Verbesserungen bleibt aus meiner Sicht jedoch häufig aus.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und fachlich interessant. Als mittelständisches Unternehmen erwartet ProBioGen jedoch eine hohe Flexibilität. In vielen Bereichen müssen Mitarbeitende sehr breit einsetzbar sein, da Ressourcen knapp sind und Deadlines eng gesetzt werden. Dadurch lernt man viel, trägt aber auch entsprechend viel Verantwortung.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind aus meiner Sicht deutlich ausbaufähig. Besonders der Umgang mit begrenzten Büroarbeitsplätzen und organisatorischen Ressourcen ist problematisch. Mitarbeitende müssen sich dadurch teilweise selbst behelfen, obwohl ein gut strukturierter Arbeitsplatz für effizientes, konzentriertes und präzises Arbeiten wichtig wäre.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung steht meiner Meinung nach nicht im Verhältnis zur Verantwortung, zur fachlichen Breite und zum Arbeitspensum. Mitarbeitende müssen in ihren Bereichen häufig viele unterschiedliche Aufgaben beherrschen und flexibel übernehmen, ohne dass sich dies aus meiner Sicht angemessen in der Vergütung widerspiegelt.
Image
ProBioGen ist ein wachsendes Unternehmen mit interessanten Projekten und einer neuen Betriebsstätte in Aussicht. Gleichzeitig wirkt sich die aus meiner Sicht nicht angemessene Bezahlung negativ auf das Image als Arbeitgeber aus, besonders im Verhältnis zur hohen Verantwortung und Belastung in vielen Fachbereichen.

