4 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


kununu Prüfprozess
4 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich habe mich mehrfach bei der Procar-Gruppe im Großraum Düsseldorf/Köln/Leverkusen/Hilden/Solingen als Juniorverkäufer und als Verkäufer für BMW beworben und jedes Mal endete es mit einer Absage ohne nachvollziehbare Begründung. Auf den ersten Blick klingen die Anzeigen verlockend: Quereinsteiger ausdrücklich willkommen, klare Perspektive, großes Versprechen auf Ausbildung bis hin zum Zertifikat „Geprüfter Automobilverkäufer“. In der Realität wirkt das jedoch wie eine Fassade. Als motivierter Quereinsteiger mit echter Markenleidenschaft wurde ich nicht ein einziges Mal zu einem ernsthaften Gespräch mit substanziellem Feedback eingeladen. Stattdessen erhielt ich standardisierte Absagen, die weder auf meine Unterlagen noch auf meine Argumente eingingen. Ich habe selten eine solche Diskrepanz zwischen Werbeversprechen und gelebter Praxis erlebt.
Besonders enttäuschend ist der Umgang mit Rückmeldungen. Vor über acht Monaten habe ich der Procar-Gruppe ein kritisches, aber konstruktives Feedback zum Bewerbungsprozess geschickt. Ich bekam eine automatische Eingangsbestätigung inklusive Ticketnummer und danach: Funkstille. Kein Anruf, keine E-Mail, kein kurzer Hinweis, dass man die Hinweise zumindest geprüft hätte. Wer außen sichtbar mit Kundennähe, Dynamik und Professionalität wirbt, sollte wenigstens in der Lage sein, ein vorhandenes Ticket zu beantworten. Für mich ist das ein alarmierendes Signal, wie intern Prioritäten gesetzt werden: Marketing nach außen, inhaltliche Auseinandersetzung nach innen Fehlanzeige.
Der gesamte Prozess war geprägt von Intransparenz und Distanz. Keine klaren Kriterien, kein ehrlicher Austausch, keine Chance, Missverständnisse auszuräumen oder Potenziale zu belegen. Wenn man wiederholt auf Stellen ablehnt, die ein Unternehmen auf mehreren Standorten rund um Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Hilden und Solingen prominent ausruft, dann darf man zumindest erklären, woran es scheitert. Das wäre respektvoll gegenüber Bewerbenden und konsequent gegenüber der eigenen Markenbotschaft. Stattdessen bleibt das Gefühl zurück, dass die Anzeigen mehr auf Imagepflege als auf tatsächliche Durchlässigkeit ausgerichtet sind.
Auch inhaltlich passt vieles nicht zusammen. Wer offen kommuniziert, Quereinsteiger könnten das Zertifikat „Geprüfter Automobilverkäufer“ erwerben, muss dann transparent zeigen, wie dieser Weg real aussieht, welche Hürden bestehen, welche Ziele erwartet werden und wann die Entscheidung pro oder contra fällt. Ohne diese Offenheit degradiert man das Versprechen zur Floskel. Und wer ernsthaft Menschen mit echter Markenbindung gewinnen will, sollte sie nicht mit austauschbaren Standardtexten abspeisen, sondern das Gespräch suchen gerade dann, wenn sie, wie ich, nach mehreren Anläufen noch immer Interesse zeigen und sogar proaktiv Feedback liefern.
Ich empfinde die erlebte Candidate Experience als respektlos und das schreibe ich bewusst so deutlich. Respektlos gegenüber der Zeit von Bewerbern, die sich Mühe geben. Respektlos gegenüber Kunden, die die Marke tragen und aus Überzeugung fahren. Respektlos gegenüber den eigenen Werten, die man nach außen lauthals kommuniziert. Wenn man es nicht einmal schafft, auf ein intern registriertes Feedback zu reagieren, wie glaubwürdig sind dann die großen Worte über Verantwortung, Weiterentwicklung und Kundennähe?
Diese Erfahrung hat mein Bild nicht nur vom Arbeitgeber, sondern leider auch von der Marke beschädigt. Es fällt schwer, weiterhin begeistert von „Freude am Fahren“ zu sprechen, wenn die Freude am Miteinander so offensichtlich auf der Strecke bleibt. Ich werde meinen BMW wieder verkaufen. Das ist keine hohle Drohung, sondern eine konsequente Entscheidung nach Monaten der Ignoranz. Wer Bewerber und Kunden so behandelt, darf sich über verlorenes Vertrauen nicht wundern.
Gerade deshalb schmerzt diese Erfahrung, weil ich nicht irgendwer bin, der irgendeine Marke spannend findet. Ich bin BMW-Kunde, ich fahre einen neuen BMW X1, ich kenne die Produkte, ich kenne die Kundensicht und ich habe echte Freude daran, Menschen für Fahrzeuge zu begeistern. Genau diese Perspektive, die Kombination aus Kundenbrille, Markenfan und Verkaufsmotivation müsste in jeder Niederlassung ein Geschenk sein. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass Quereinsteiger zwar als Schlagwort gut klingen, aber im Auswahlprozess faktisch nicht gewollt sind. Es wirkt, als ob man lieber an alten Schablonen festhält, während man öffentlich nach „frischem Wind“ ruft.
Leider wurde meine Motivation durch den Arbeitgeber nicht erfasst oder wahrgenommen. Meine Bewerbung als Quereinsteiger auf eine Einstiegsstelle im Autoverkauf führte zu mehr als einem Bewerbungsgespräch vor Ort aber leider weder zu einer Zu- oder Absage. Die Stellen sind auch noch mehr als 8 Wochen nach meinen letzten Bewerbungsgespräch auf der Website des Arbeitgebers online. In der Zwischenzeit habe ich mich für einen anderen Arbeitsplatz entschieden.
Ich fand die Abteilungsleiterin einfach nur unverschämt und respektlos.
Kein seriöses und professionelles Bewerbungsgespräch.