Ein enttäuschendes Unternehmen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Produkte und die Anwendungstechnik dahinter sind recht interessant.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Arbeitgeber hielt sich in meinem Fall nicht an getroffene Absprachen. Es herrschte eine Kontrollkultur und die jungen Kollegen wurden/werden nicht gefördert, was sich in einer hohen Fluktuation bemerkbar macht.
Verbesserungsvorschläge
Sich an die getroffenen Vereinbarungen halten und den Mitarbeitern Vertrauen entgegenbringen und diese fördern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war recht unterschiedlich. Grundsätzlich war die Arbeitsbelastung in meinen Augen allerdings aufgrund falscher Entscheidungen der Vorgesetzten ungleich verteilt.
Image
Das Unternehmen PROFIL Verbindungstechnik hat meiner Auffassung nach ein durchwachsenes Image. In der Öffentlichkeit ist es recht unbekannt. Bei Kunden hat sich das Unternehmen etabliert.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeiten sind soweit geregelt, dass man im Büro zwischen 7:30 Uhr und 9:00 Uhr beginnen muss und man ist angehalten bis mindestens 17 Uhr zu bleiben, da die Abteilungen besetzt sein sollen. Abweichungen wurden hier nicht begrüßt.
Das Arbeiten im Homeoffice wurde im Einstellungsgespräch zugesichert, ist allerdings nicht gerne gesehen und wurde in meinem Fall öfters kontrolliert. Generell gibt es seit Ende 2024 eine Regelung, die maximal einen Tag im HO zulässt. Dieser Tag muss allerdings begründet werden.
Der Urlaub musste Anfang des Jahres mit dem Team abgesprochen werden.
Karriere/Weiterbildung
Bezüglich der Karriereperspektiven bieten sich nur in seltenen Fällen Aufstiegschancen.
In meinem Fall wurden mir Fortbildungen versprochen, was für mich ein Hauptgrund für die damalige Zusage an das Unternehmen war. Später hieß es dann jedoch, dass es für die zugesicherten Weiterbildungen keine Notwendigkeiten gebe und diese "sowieso nur Urkunden für die Wand wären". Stattdessen könne man sich in anderen Abteilungen für wenige Tage weiterbilden lassen und dort die Arbeit verfolgen.
Gehalt/Benefits
Das Unternehmen wirbt mit "überdurchschnittlichen" Gehältern. Diese sind meiner Meinung nach absoluter Standard in der Branche. Im Gegenteil, es wird sogar darauf geachtet das man in das "Gehaltsgefüge" passt. Das das Gehalt pünktlich ausbezahlt wird, ist in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit und sollte nicht erst noch hervorgehoben werden müssen.
Individuelle Gehaltsanpassungen gibt es lediglich in wenigen begründeten Fällen.
Weitere Sozialleistungen, abgesehen von einem E-Bike dass man leasen kann, gibt es nicht.
Früher gab es Sonderzahlungen, die man erhielt, wie z.B. wenn man sich auf dem Arbeitsweg/auf der Arbeit nicht verletzt. Diese wurden allerdings abgeschafft.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In Richtung Umweltbewusstsein wurde mir mitgeteilt, dass man besser nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen sollte, da man ansonsten nicht ausreichend flexibel wäre, um spontan an andere Standorte oder zu Kunden/Lieferanten zu fahren.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit mit den direkten Kollegen und den angrenzenden Abteilungen war grundsätzlich in Ordnung.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Unternehmen weiß, dass die ältere Kollegen ein wichtiger Bestandteil sind, da sie viel Fachwissen besitzen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten im Bürokomplex ist in meinen Augen vollkommen unangemessen. In schwierigen Situationen wurde man hier oftmals vor dem Team diskreditiert und einem die Kompetenz abgesprochen. Gute Arbeit wurde nicht honoriert, lediglich kontrolliert.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind recht bescheiden. Der Geräuschpegel ist aufgrund des Großraumbüros recht hoch, was es einem schwer macht konzentriert zu arbeiten. Das Gebäude an sich ist bereits sehr veraltet.
Die Ausstattung ist soweit in Ordnung. Höhenverstellbare Tische sind vorhanden.
Kommunikation
Jeden Monat gab es ein Teammeeting, in dem man über die wesentlichen Schritte in der Abteilung informiert wurde. Zwischenzeitlich wurden viele Punkte allerdings über den Buschfunk verbreitet, was oftmals zu negativer Stimmung beitrug und zu Gerüchten führte.
Jährlich gibt es außerdem zwei Betriebsversammlung über die aktuellen Entwicklungen im Unternehmen. Meiner Meinung nach ist hier oftmals der Tonfall eskaliert und auf Rückfragen der Belegschaft wurde nicht vollumfänglich eingegangen.
Gleichberechtigung
Die Belegschaft ist relativ männerdominiert, was in der Branche, denke ich, normal ist. Meiner Auffassung nach wurden hier die Kollegen soweit gleich behandelt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben und Themengebiete sind anfangs recht interessant, allerdings wird es nach der Einarbeitung recht repetitiv.