Hohe Arbeitsbelastung, geringe Planbarkeit und Führungsprobleme
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige Kollegen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich empfinde die Arbeitsatmosphäre als stark von Stress und Anspannung geprägt. Die Work-Life-Balance ist für mich kaum gegeben, da Schichtpläne oft kurzfristig kommen und man auch in der Freizeit kontaktiert wird.
Ich nehme häufige personelle Engpässe, hohe Fluktuation und ein teils stimmungsabhängiges Führungsverhalten wahr. Kritik wird aus meiner Sicht nicht immer offen und konstruktiv aufgenommen.
Zudem sehe ich Verbesserungsbedarf bei den Arbeitsbedingungen (Ausstattung, IT, Hygiene), der fehlenden Förderung und Weiterbildung sowie bei Gehalts- und Trinkgeldstrukturen. Auch organisatorisch gibt es aus meiner Sicht mehrere Schwächen im Arbeitsalltag.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Fokus auf Work-Life-Balance, insbesondere frühere Schichtplanung, wäre wichtig. Gehalt, Boni und Entwicklungsmöglichkeiten sollten verbessert werden, ebenso Weiterbildungen und Schulungen für Mitarbeitende.
Führungskräfte sollten stärker auf Überlastung und Burnout achten. Außerdem bestehen Verbesserungsbedarfe bei Hygiene, Personaleinsatz, Deutschkenntnissen bei Neueinstellungen sowie der fairen Trinkgeldverteilung. Auch Gesundheitsförderung und kostenfreie Parkmöglichkeiten wären sinnvoll.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre leidet unter dem dauerhaften Stress und der Anspannung des Chefs, was sich auf das gesamte Team überträgt. Kritik wird nur ungern gehört und führt oft dazu, dass einem ein schlechtes Gewissen gemacht wird. Lob gibt es zwar, allerdings meist erst, wenn man sich bis an die Belastungsgrenze oder darüber hinaus engagiert.
Image
Die Stimmung unter den Mitarbeitenden ist eher kritisch. Häufig wird über die Firma nicht positiv gesprochen und es wird regelmäßig erwähnt, dass die Organisation am vorherigen Standort deutlich besser war und der Umgang dort entspannter und weniger angespannt durch den Chef war. Insgesamt wirkt die aktuelle Situation auf viele Mitarbeitende eher belastend und enttäuschend.
Work-Life-Balance
Eine Work-Life-Balance ist praktisch nicht vorhanden. Durch den ständigen Personalmangel müssen Dienstpläne häufig kurzfristig geändert werden. Auch im Urlaub oder an freien Tagen wird man regelmäßig kontaktiert. Es entsteht der Eindruck, dass der Job jederzeit Vorrang vor dem Privatleben haben muss.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Eine gezielte Förderung von Mitarbeitenden findet kaum statt. Auffällig ist zudem, dass neue Mitarbeitende teilweise mit einem höheren Gehalt einsteigen als langjährige Kollegen, was als demotivierend empfunden wird.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt wird Weihnachtsgeld gezahlt, was als positiv wahrgenommen wird. Insgesamt ist die Vergütung damit zumindest teilweise durch zusätzliche Sonderzahlungen ergänzt. Für die harte Arbeit, könnte man aber mehr fordern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Im Umgang mit Lebensmitteln wird teilweise Essen vom Vortag weiterverwendet und ohne klare Trennung in neue Buffets integriert. Das wirkt aus hygienischer und organisatorischer Sicht nicht immer sorgfältig oder nachvollziehbar.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist sehr gut – nicht zuletzt, weil alle mit den gleichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Gleichzeitig ist die Fluktuation hoch, sodass regelmäßig neue Kollegen kommen und gehen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeitende werden grundsätzlich eingestellt und beschäftigt. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass langjährige Kollegen, die nicht immer der Meinung des Vorgesetzten folgen, teilweise respektlos behandelt werden. Der Umgang wirkt dabei oft von der jeweiligen Stimmung des Vorgesetzten abhängig – auf Kritik oder scharfe Worte folgen mitunter wieder Phasen der Wertschätzung, was die Zusammenarbeit unberechenbar erscheinen lässt.
Vorgesetztenverhalten
Der Chef steht dauerhaft unter Stress, was sich häufig im Umgang mit den Mitarbeitenden widerspiegelt. In Konfliktsituationen kann er sehr emotional reagieren und vermittelt bei Kritik oder berechtigten Anliegen oft ein schlechtes Gewissen. Anzeichen von Überlastung oder Burnout bei langjährigen Mitarbeitenden werden aus meiner Sicht nicht ausreichend ernst genommen. Privat und außerhalb des Arbeitsalltags wirkt der Chef sympathisch, im geschäftlichen Umfeld gestaltet sich die Zusammenarbeit jedoch deutlich schwieriger.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen im Büro sind verbesserungswürdig. Der Arbeitsplatz befindet sich in einem kleinen, unübersichtlichen Raum ohne Klimaanlage und mit eingeschränkter Heizsituation. Homeoffice ist nicht möglich und es steht kein eigenes Diensthandy zur Verfügung. Zudem kommt es regelmäßig zu IT-Problemen. Auch die Küchen- und Sanitärräume wirken wenig gepflegt, weshalb teilweise lieber auf Gästetoiletten ausgewichen wird.
Kommunikation
Es gibt zwar ein wöchentliches Meeting, in dem alle anstehenden Veranstaltungen besprochen werden. Der Schichtplan wird jedoch meist erst etwa zwei Wochen im Voraus veröffentlicht, wodurch eine verlässliche Planung des Privatlebens kaum möglich ist.
Gleichberechtigung
Eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts habe ich nicht wahrgenommen. Auffällig ist jedoch, dass ehemalige Mitarbeitende wieder eingestellt werden, was vermutlich auch mit der hohen Fluktuation und dem anhaltenden Personalmangel zusammenhängt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich abwechslungsreich, da unterschiedliche Veranstaltungen stattfinden. Allerdings wiederholen sich viele Events durch den hohen Anteil an Stammkunden, sodass der Arbeitsalltag oft ähnlich abläuft. Gelegentlich gibt es auch besondere Veranstaltungen, die für mehr Abwechslung sorgen.