Unklare Führung und mangelnde Wertschätzung
Arbeitsatmosphäre
Arbeitsatmosphäre? So etwas gibt es kaum. Das Büro ist oft leer, da die meisten Mitarbeiter im Home Office sind. Wenn Leute da sind, ist man eher mit Cliquenbildung konfrontiert. Teile der Führung würden zwar gerne etwas ändern, das Ganze wird aber weder personalseitig noch von der Führungsebene proaktiv gelebt und vorangetrieben.
Kommunikation
Völlig unstrukturierte Kommunikation ohne klare Prozesse. Die Tools sind zwar vorhanden, werden aber durcheinander und nicht sinnvoll genutzt. Briefings finden oft unstrukturiert und auf Zuruf statt. Im Team klappt die Kommunikation direkt oder per Call noch am besten. Sobald Führung oder weitere Instanzen hinzukommen, ist Chaos oftmals nicht mehr zu vermeiden.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind alteingesessen und der Umgang ist freundlich aber verhalten. Der von manchen Vorgesetzten hierarchisch nach unten weitergegebene Druck schweißt die operative Ebene zusammen.
Work-Life-Balance
Man kann hier agenturuntypisch zu relativ humanen Zeiten Feierabend machen, ganz um Überstunden kommt man nicht herum.
Vorgesetztenverhalten
Distanz statt Klarheit, Feedbackkultur gibt es hier nicht wirklich. Hier werden Dinge lieber totgeschwiegen und begraben. Druck im Hinblick auf Zeit und Kosten wird hierarchisch nach unten weitergegeben. Führungsverständnis der Vorgesetzten beschränkt sich primär auf die Verteilung von Aufgaben und das Einfordern der Ergebnisse.
Interessante Aufgaben
Der primäre Fokus liegt auf dem Tagesgeschäft. Echte Kreativaufgaben stellen eher die Ausnahme dar. Bestandskunden werden gepflegt, Neukundenakquise ist nicht vorhanden. Ein großer Teil der Arbeit ist das Projektmanagement, zu dem die direkte Kundenbetreuung und das minutiöse Erfassen der zu berechnenden Stunden zählt.
Gleichberechtigung
Es gibt hier weder positive noch negative Auffälligkeiten.
Umgang mit älteren Kollegen
Am Umgang mit älteren Kollegen ist nur wenig auszusetzen, da der Altersdurchschnitt hier weit über dem Durchschnitt der Branche liegt.
Arbeitsbedingungen
Man bekommt zwar ein Notebook mit zwei Monitoren, die ausgegebene Hardware ist aber überwiegend veraltet (5 Jahre altes Notebook) und die Arbeitsplätze sind nicht ergonomisch ausgestattet (keine höhenverstellbare Schreibtische). Weiterhin ist nur eine begrenzte Anzahl Firmenschlüssel vorhanden, weshalb nicht jeder einen bekommt. Die Firma investiert rein gar nichts in die Räumlichkeiten (die Toiletten fangen jeden Monat mindestens einmal an zu müffeln und Geschirrtücher sind nur sauber, weil manche Mitarbeiter diese freiwillig zu Hause waschen).
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Lohn- und Gehaltsabrechnungen finden immer noch ausgedruckt anstelle digital statt.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist reines Verhandlungsgeschick bei der Einstellung. Die Interaktion mit den Kollegen lässt aber darauf schließen, dass diese eher unzufrieden mit ihrem Gehalt und dessen Entwicklung sind.
Image
Das Unternehmen hat in der Branche kaum Relevanz oder Bekanntheit.
Karriere/Weiterbildung
Sowohl Karriere als auch Weiterbildung sind in dieser Agentur Fremdwörter. Manche Angestellte stagnieren seit über zehn Jahren auf derselben Position. Für Weiterbildung wird ebensowenig investiert wie für alles andere. Neue Tools werden, wenn überhaupt, nur sehr zögerlich und nach mehreren Abstimmungsrunden eingeführt. Wenn etabliert, sind die Mitarbeiter dazu aufgefordert, sich die Tools selbst beizubringen.