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Bewertung

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Im Energiebereich geht es immer weiter bergab…

1,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Produktion bei PSI Software AG in Aschaffenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Man kann in den Projekten viel Verantwortung übernehmen und dann in einem gewissen Rahmen auch frei und selbständig agieren. Außerdem gibt es viele tolle Kollegen mit sehr hohem Fachwissen, hohem Engagement und bestem Kundenansehen. Leider wird das seitens des aktuellen Managements nicht wertgeschätzt. Man konnte durch Mitarbeiteraktien gutes Geld verdienen, solange die PSI noch börsennotiert war.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Man ist seit Jahren nicht in der Lage, Abläufe und Prozesse klar und benutzerfreundlich zu definieren bzw. zu leben, was alle enorm bei der Arbeit behindert. Das Management war noch nie sehr professionell, aber die im Rahmen der letzten Umorganisation installierten Manager kann man zum großen Teil nur als Totalausfall bezeichnen. Durch die erfolgte Übernahme durch einen amerikanischen Finanzinvestor besteht nun die echte Gefahr, dass ein ehemals innovatives und in Europa marktführendes alteingesessenes Softwareunternehmen für den KRITIS-Bereich vom Markt verschwindet.

Verbesserungsvorschläge

Marktübliche Prozesse und Abläufe verbindlich einführen. Unfähige Manager ablösen (Vorstand sowie die drei nächsten Führungsebenen) und endlich die Altlasten beseitigen und die Probleme lösen, die den Energiebereich trotz bester Auftragslage und hohem Kundenansehen seit Jahren (finanziell) so erfolglos machen. Echte Softwarearchitekten einstellen, die in der Lage sind, die veraltete Software unter Nutzung des vorhandenen Fachwissens auf eine moderne neue Grundlage zu stellen.

Arbeitsatmosphäre

Früher immer sehr gut, in letzter Zeit in der Regel nur noch im Nahbereich angenehm. Durch das Fehlen einer Vision und dem nicht mehr vorhandenen Vertrauen in das Management wird zusehends gegeneinander gearbeitet.

Kommunikation

Das obere Management informiert die Mitarbeiter regelmäßig über seine Vorhaben, leider nur mit Floskeln und Phrasen und nicht ehrlich, dafür funktioniert der Flurfunk jedoch recht gut. Ideen aus der Belegschaft sind nicht willkommen und werden eher als Störung aufgefasst. Leider wird das Kommunikationsverhalten des oberen Managements auch nicht (mehr) durch das mittlere Management kompensiert.

Kollegenzusammenhalt

Im Team in der Regel gut, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen wird zunehmend schlechter und giftiger, da durch die Manager nun immer häufiger entsprechende Schuldzuweisungen vorgenommen werden und sich die Bereiche stärker an den eigenen Interessen ausrichten und voneinander abgrenzen.

Work-Life-Balance

Manche richten sich hier recht bequem ein, andere stehen durch die teilweise sehr hohe Arbeitsüberlastung und -menge ständig kurz vor dem Burnout. Die oberen Führungskräfte kümmern sich nicht um das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter und erhöhen im Zweifelsfall den Druck auf einzelne Mitarbeiter noch weiter, wenn z.B. Kundenbeschwerden vorliegen.

Vorgesetztenverhalten

Mit etwas Glück hat man in der ersten Führungsebene noch fachlich erfahrene und empathische Personalvorgesetzte, die ihr Team vor den Zumutungen des oberen Managements so gut es geht schützen. Das Elend beginnt dann aber meistens bereits in der nächsten Ebene und setzt sich bis zum Vorstand fort. Sie können es einfach nicht, weder fachlich noch persönlich und sind meistens auch völlig beratungsresistent. Kritische oder kreative Geister sucht man hier mittlerweile vergeblich, Abnicken und kritikloses Umsetzen der Managementvorgaben ist angesagt. Die Mitarbeiter haben kein Vertrauen mehr in diese Manager.

Interessante Aufgaben

Die Energieversorgungswirtschaft ist eine sehr spannende Branche mit interessanten Aufgaben, da hier die Energiewende stattfindet und die PSI durch ihre Software einen wesentlichen Beitrag liefert. Die Branche ist weitgehend konjunkturunabhängig, von daher ist es schade, dass es der PSI hier trotz der sehr guten Marktdurchdringung und dem hohen Knowhow der Mitarbeiter seit Jahren nicht gelingt, in diesem Umfeld nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften. Das vorhandene Potential wird durch das Management noch nicht mal ansatzweise ausgeschöpft.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung ist formal vorhanden und es gibt auch einige weibliche Führungskräfte. Ansonsten sehr männerdominiert wie die gesamte Energiebranche.

Umgang mit älteren Kollegen

Früher waren die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen als Wissensträger sehr gefragt und sind auch heute in der Regel bei den Kunden sehr geschätzt. Im Rahmen der neuen Unternehmensaufstellung werden die älteren Kollegen jedoch offenbar nur noch als Kostenfaktor gesehen und man legt entsprechende Programme auf, um diese loszuwerden. Da es keine systematischen und geplanten Übergaben gibt, geht dem Unternehmen hierdurch wesentliches Knowhow verloren.

Arbeitsbedingungen

Sehr alte Gebäude zum Teil ohne Klimatisierung, eine schlecht funktionierende Heizung, uralte Möbel, mehrere Jahre alte Notebooks sowie keine Kantine seien hier als typische Beispiele für die Arbeitsbedingungen genannt. Durch das erforderliche Neuaufsetzen der IT nach dem Cyberangriff 2024 besteht immerhin hier die Chance, das grundlegend zu erneuern. Mobiles Arbeiten ist aber an einigen Tagen in der Woche möglich, so dass man diese schlechten Randbedingungen nur temporär ertragen muss.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Obwohl man die Software für die Gestaltung der Energiewende für die Kunden entwickelt, ist im Unternehmen nichts von nachhaltigen oder umweltfreundlichen Konzepten zu spüren. Wenn überhaupt, dann nur zu Marketingzwecken. Soziale Aspekte spielen keine große Rolle mehr, hier wird der amerikanische Investor sicher noch entsprechende Zeichen setzen, soweit der deutsche Kündigungsschutz das zulässt.

Gehalt/Benefits

Seit einigen Jahren gibt es keine nennenswerten Gehaltserhöhungen, in der Regel Nullrunden oder unterhalb der Inflationsrate. Andere Benefits wie eine durch den Arbeitgeber bezahlte betriebliche Altersvorsorge oder ein attraktives Dienstwagenmodell für breitere Mitarbeiterkreise gibt es hier nicht.

Image

Das Image bei den Kunden war lange Jahre sehr gut, durch die aktuell fehlende Innovationskraft, das Unvermögen zur Leistungserbringung und das häufig unprofessionelle Agieren des Managements sind auch langjährige Kunden zunehmend verärgert.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt keine systematischen Möglichkeiten zur Personalentwicklung oder Karriereplanung. In Aschaffenburg gibt es einen alteingesessenen Klüngel, mit dem man sich gut stellen muss, wenn man weiterkommen will. Gute Leistungen reichen hierfür nicht aus. Weiterbildungen kann man in der Regel machen, wenn sie keine nennenswerten Kosten verursachen. Eine Strategie gibt es nicht.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.