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Bewertung

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Don't walk, just run and don't ever look back

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Produktion bei PSI AG (Aschaffenburg / Deutschland) in Aschaffenburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Homeoffice und flexible Arbeitszeiten - sonst ist nicht mehr viel positives übrig.
Ich für meinen Teil bin froh, endlich einen Haken an dieses Kapitel machen zu können.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Management, Produkt, Struktur, Investoreneinstieg, Wertschätzung, Kommunikation, Gehaltsentwicklung, Aufgaben, Projekte, Perspektive, Atmosphäre...

Verbesserungsvorschläge

Die gesamte Führungsebene gehört radikal ausgetauscht. Das ist alles ohne Plan, Struktur und Konzept, man reagiert nur auf irgendwelche Zahlen. Altbekannte Probleme werden ignoriert, stattdessen kommen immer Neue dazu.
Hört auf die Mitarbeiter, die sich tagtäglich mit dem Produkt herumschlagen müssen!
Sorgt endlich dafür, dass Neuentwicklungen vernünftig getestet und wirklich marktreif sind zur Einführung!
Wertschätzt Wissen und Erfahrung, auch dann, wenn sie nicht PSI-bezogen sind.
Aber da ja jetzt eh alles an den Investor verkauft wurde sperrt den Laden einfach zu!

Arbeitsatmosphäre

Hat sich stetig verschlechtert. Immer dieselben Probleme, Zeitdruck, Qualitätsprobleme. Es ist nicht selten passiert, dass über einen bestimnmt wurde und man selber hat es als Allerletzter erfahren. Kunden sind (berechtigterweise) unzufrieden, schlechtes Produkt sorgt für schlechte Projektergebnisse. Die Schuld aber wird bei den Projektteams gesucht.
Für das Unternehmen bzw. die BU gibt es keine klare Strategie. Die tollen Maßnahmen sind alle verpufft, die meisten "Innovationen" überleben nichtmal den ersten Kontakt mit der Realität. Die Umstrukturierung hat nichts verbessert und alle nur verwirrt, am Ende ist es derselbe Brei nur anders verpackt, ohne jeglichen Benefit.

Kommunikation

Absolut miserabel. Es wird viel über jemanden geredet, nur sehr selten mit jemandem. Die offizielle Kommunikation ist eine Frechheit. Sinnbefreites Management Gebrabbel ohne Substanz. In Anbetracht der aktuellen Situation ist es der blanke Hohn. Die Geschäftsführung kommuniziert in einer Art und Weise, die dermaßene Geringschätzung transportiert, dass es einem davon übel wird. Die internen Aussagen kann man nicht ernst nehmen, und vor allem sind sie dermaßen verblendet, dass sie mit der Realität nichts zu tun haben. Aber es muss immer alles positiv dargestellt werden, die Probleme, die seit Jahren offensichtlich sind, werden nicht als solche anerkannt und es gibt keine Maßnahmen. Gleichzeitig wird immer die Offenheit für Feedback propagiert - lächerlich!

Kollegenzusammenhalt

War früher die absolute Stärke und der größte Pluspunkt hier. Hat sich auch stetig verschlechtert. Wenn man weiß, wen man fragen kann, kriegt man auch Unterstützung. Allerdings wurden viele Leute neu eingestellt, die weder Kompetenz noch einen positiven Beitrag zur Atmosphäre leisten. Es geht nur noch darum, sich selber zu profilieren und seinen Bereich gut dastehen zu lassen. Dass wir alle am selben Strang ziehen sollten spielt scheinbnar keine Rolle mehr. Das kommt aber davon, dass viele der neu eingestellten FK branchen- und fachfremd sind und überhaupt keinen Bezug zum Produkt haben. Stattdessen immer wieder dieselben leeren Worthülsen und Selbsbeweihräucherung.

Work-Life-Balance

Es gibt stressige Zeiten im Projektgeschäft und ruhigere. Man kann es bis zu einem gewissen Grad durch die flexiblen Arbeitszeiten und HomeOffice ausgleichen, dass es aber auch mal stressig sein kann, sollte jedem bewusst sein.

Vorgesetztenverhalten

Wenn man Glück hat, erwischt man einen Teamleiter, der ein Mindestmaß an sozialer Kompetenz hat. Es gibt aber auch das Gegenteil. Alles über Teamleiter ist katastrophal. Nicht vertrauenswürdig und sozial inkompetent. Man braucht nicht meinen, dass die Belange und Interessen des Einzelnen etwas zählen, insbesondere jetzt, wo alles nur noch in Zahlen ausgedrückt wird.
Man kriegt den Eindruck, dass die Führungsebene noch nie in einem Projekt mitgearbeitet hat und gar nicht mehr weiß, wie man sich mit dem Produkt im Projekt herumschlagen muss. Gleichzeitig aber werden totale Schwachsinnsideen und Konzepte präsentiert und wenn die alle wieder totale Fehlschläge sind ist das Gejammer wieder groß.

Interessante Aufgaben

Ein großer Teil der Aufgaben ist immer wiederkehrend, ebenso, wie die Probleme, die immer wieder auftreten. Vieles davon ist zermürbend. Wenn man Glück hat, dann kriegt man ein interessantes Projekt. Wenn nicht...
Man wird im täglichen doing aber sehr stark von veralteten Tools, fehlenden Abläufen etc. ausgebremst, so dass man für vieles deutlich länger benötigt, als eigentlich nötig. Auch muss man, wenn man irgendwo festhängt, oftmals viele Stationen ablaufen, bevor man hoffentlich Hilfe bekommt. Für viele Themen ist das Wissen jedoch nicht weit genug im Unternehmen verbreitet. Wenn man Glück hat, gibt es noch jemanden, der das weiß. Wenn nicht ist der Einzige, der es wusste, oft genug schon vor Jahren gegangen und mit ihm das Wissen.

Gleichberechtigung

Konnte keine negativen Muster zum Thema bemerken, technische Positionen sind in der Mehrzahl von männlichen Kollegen besetzt. Ich glaube aber nicht, dass das an der Unetrnehmenskultur liegt.

Umgang mit älteren Kollegen

Selber keine Erfahrungen dahingehend gemacht. Ich habe aber den Eindruck, dass zumindest unter den Kollegen eine Wertschätzung und Respekt vor den erfahreneren Kollegen vorhanden ist.

Arbeitsbedingungen

Veraltetes Gebäude. Heizung unzuverlässig. Eine Toilette pro Etage, wenn man Pech hat, kriegt man den vollen Duft des Vorgängers ab. Könnte schlimmer aber auch besser sein.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Firmenfahrzeuge überwiegen E-Autos. Sonst ist mir nichts besonderes bekannt.

Gehalt/Benefits

Gehalt ist stark abhängig vom Eintrittsdatum. Ist man mit schlechten Konditionen eingestiegen, bleibt man ewig auf dem Level hängen. Mit den jährlichen Gehaltsrunden kann man noch nichtmal die Inflation ausgleichen. Gleichzeitig gibt es einen großen Anteil an überbezahlten Angestellten, die dafür wenig bis nichts leisten. Gute Leistungen wirken sich nicht auf das Gehalt aus. Man kann entweder 150% geben oder Dienst nach Vorschrift, am Ende wird sich das nicht groß auswirken. Die einzige Ausnahme ist, wenn man es schafft, der Führung nach dem Mund zu reden und sich überproportional zu verkaufen. Dann kann man noch aufsteigen.

Image

Hat deutlich gelitten. Kunden sind zurecht unzufrieden, Projekte laufen oft schlecht. Zahlen miserabel, Einstieg durch private equity ist dem Image sicher nicht zuträglich. Von dem positiven image von einst als prima Arbeitgeber ist nicht mehr viel übrig.

Karriere/Weiterbildung

In 5 Jahren habe ich eine einzige Fortbildung bekommen, und die war leider wenig sinnvoll. Ansonsten tote Hose. Das tolle interne Schulungsprogramm ist wenig nützlich. Karriere ist auch aussichtslos. Führungspositionen werden bevorzugt von extern besetzt, mit Leuten, die sich weder mit dem Produkt noch der Firma identifizieren. Man hat wenig Chancen, wenn man aufsteigen will. Die Krönung ist dann noch, wenn einem Wechsel der Jobtitel als Aufstieg und Wertschätzung verkauft werden und man hinterher doch wieder genau dasselbe macht, wie vorher.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.