Viel versprochen, wenig gehalten - aus meiner Sicht mit Verbesserungsbedarf
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen waren Amazing!
Positiv war die Freistellung nach Beendigung meines Arbeitsverhältnisses.
Zudem wurde im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens eine Abfindung vereinbart. Eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrechtsschutz kann aus meiner persönlichen Sicht bei Beginn eines Arbeitsverhältnisses sinnvoll sein.
Kostenfreies Wasser (mit und ohne Kohlensäure).
Urlaub wurde gewährt wie gewünscht.
Mitarbeiterevents und Sommerfeste waren ganz cool.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nach der Ankündigung eines Betriebsurlaubs über die Weihnachtszeit im August hatte ich nicht mehr genügend Urlaubstage zur Verfügung. Vom Arbeitgeber wurde mir vorgeschlagen, Urlaub aus dem Folgejahr vorzuziehen. Nach meiner Recherche habe ich darauf hingewiesen, dass dies aus meiner Sicht rechtlich nicht ohne Weiteres möglich war.
Auf meine Rückmeldung erhielt ich wochenlang keine Antwort. Vor dem eintreten des Betriebsurlaubs habe ich per E-Mail mehrere Lösungsvorschläge gemacht und um Klärung bis zu einem bestimmten Termin gebeten. Am letzten Tag dieser Frist erhielt ich meine Kündigung. Den Umgang mit der Situation empfand ich als enttäuschend und nicht lösungsorientiert.
Es gab keinen Betriebsrat.
Die Kaffeemaschine im Obergeschoss war während meiner zweijährigen Beschäftigungszeit dauerhaft defekt und wurde trotz mehrfacher Hinweise nicht ersetzt.
Verbesserungsvorschläge
Nicht nur auf den Profit achten.
Weihnachtsgeld im Arbeitsvertrag aufnehmen.
Weihnachtsgeld-Rückzahlungsklausel aus dem Arbeitsvertrag entfernen.
Gleiches Weihnachtsgeld für alle, auch bereits im ersten Jahr anteilig.
Weihnachtsgeld nicht von Krankheitstagen abhängig machen.
Kernarbeitszeiten überarbeiten.
Frühesten Arbeitsbeginn bereits ab 7 Uhr ermöglichen.
Klimaanlage installieren.
Konstruktives Feedback geben.
Branchenübliches Gehalt zahlen.
Die Gründung eines Betriebsrats ermöglichen und unterstützen.
Kündigungen auf Nachfrage nachvollziehbar begründen.
Arbeitsatmosphäre
Ich empfand die Arbeitsatmosphäre überwiegend als distanziert. Die Chefs legten Wert darauf, gesiezt zu werden.
In einem Fall nahm ein Chef trotz deutlich erkennbarer Erkältungssymptome an persönlichen Besprechungen teil. Dies empfand ich im Hinblick auf mögliche Ansteckungsrisiken als kritisch.
Kommunikation
Die Kommunikation mit den Chefs empfand ich als begrenzt. Konstruktives Feedback erhielt ich nur selten.
Gehaltsverhandlungen und Mitarbeitergespräche wurden grundsätzlich mit beiden Chefs geführt. Diese Gesprächssituation empfand ich insbesondere zu Beginn als einschüchternd.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen waren super!
Work-Life-Balance
Während der sechsmonatigen Probezeit bestand eine Urlaubssperre.
Die als flexibel beschriebenen Arbeitszeiten waren durch eine Kernarbeitszeit von 9 bis 15 Uhr – auch freitags – sowie einen frühestmöglichen Arbeitsbeginn um 8 Uhr eingeschränkt. Arbeitszeit vor 8 Uhr wurde nach meiner Wahrnehmung nicht auf meinem Zeitkonto berücksichtigt.
Homeoffice wurde in der Stellenausschreibung genannt. Trotz mehrfacher Nachfrage erhielt ich während meiner Beschäftigung keinen Homeoffice-Tag. Insgesamt entsprach die tatsächliche Flexibilität für mich nicht den Erwartungen, die durch die Ausschreibung entstanden waren.
Vorgesetztenverhalten
In meinem Kündigungsschreiben wurde kein Grund genannt. Auf meine Nachfrage erhielt ich lediglich die Aussage, dass jede Zeit hat ihr Ende hätte. Diese Kommunikation empfand ich als wenig transparent und enttäuschend.
Zudem wurden aus meiner Sicht wiederholt Fristen gesetzt, die unter den gegebenen Umständen nur schwer realistisch einzuhalten waren.
Interessante Aufgaben
Die Entwicklung der Spiele hat viel Spaß gemacht! Meine Vorgesetzte hat die Entwicklungsabteilung gut angeleitet und es hat dort immer viel Spaß gemacht.
Arbeitsbedingungen
Das Arbeitsumfeld empfand ich insgesamt als wenig modern. Die Bürostühle wirkten deutlich abgenutzt; an einigen Armlehnen waren Verschmutzungen oder Beschädigungen sichtbar.
Maus und Tastatur empfand ich als einfach und qualitativ wenig hochwertig. Die Arbeits-PCs für Entwickler waren aus meiner Sicht ausreichend, boten darüber hinaus aber wenig Spielraum.
Im Großraumbüro stiegen die Temperaturen im Sommer nach meiner Wahrnehmung häufig auf über 30 Grad. Eine Klimaanlage war nicht vorhanden, was ich als belastend empfand. Hohe Temperaturen können die Arbeitsbedingungen im Büro spürbar beeinträchtigen.
Gehalt/Benefits
Nach meinem eigenen Vergleich mit öffentlich verfügbaren Gehaltsangaben empfand ich mein Gehalt als unterdurchschnittlich.
Weihnachtsgeld war in meinem Arbeitsvertrag nicht geregelt und wurde mir in den ersten eineinhalb Jahren nicht ausgezahlt. Erst im November meines zweiten vollständigen Jahres im Unternehmen erhielt ich erstmals Weihnachtsgeld in Höhe von 20 Prozent eines Monatsgehalts. Die Regelung und Kommunikation hierzu empfand ich als wenig transparent; auch der Umfang des Weihnachtsgeldes war für mich enttäuschend.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen nach der Einarbeitungszeit gab es bei mir nicht und wurden mir auch nie Angeboten.