Große Versprechen, ernüchternde Realität
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die moderne, digitale Arbeitsweise.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht klafften Anspruch und Wirklichkeit teilweise auseinander. Erwartungen wurden nicht immer transparent kommuniziert und die tatsächlichen Arbeitsbedingungen entsprachen nicht in allen Punkten den Eindrücken aus dem Bewerbungsprozess. Hinzu kamen eine hohe Arbeitsbelastung und aus meiner Sicht wenig realistische Kapazitätsplanungen.
Verbesserungsvorschläge
Die tatsächlichen Arbeitsbedingungen und Erwartungen sollten bereits im Vorstellungsgespräch transparenter und realistischer kommuniziert werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war leider von einem unausgewogenen Machtverhältnis geprägt. Eine offene Fehler- und Feedbackkultur habe ich nicht/ einseitig erlebt.
Kommunikation
Die Kommunikation wirkte in den ersten Wochen wertschätzend. Im weiteren Verlauf entstand jedoch der Eindruck, dass Erwartungen und Kritik nicht transparent oder frühzeitig kommuniziert wurden.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen war sehr gut. Gleichzeitig wurde deutlich, dass mehrere Mitarbeitende ähnliche Erfahrungen hinsichtlich nicht eingehaltener Zusagen aus dem Vorstellungsgespräch sowie einer hohen Arbeitsbelastung gemacht haben.
Work-Life-Balance
Vertraglich galt eine 40-Stunden-Woche. In der Praxis entstand jedoch der Eindruck, dass regelmäßig deutlich mehr gearbeitet wurde und Überstunden teilweise nicht vollständig erfasst wurden.
Vorgesetztenverhalten
Konstruktives Feedback erfolgte erst sehr spät, sodass eine rechtzeitige Anpassung kaum möglich war. Zudem hatte ich den Eindruck, dass an Mitarbeitende und Führungskräfte unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben bieten grundsätzlich interessante fachliche Themen. Aufgrund der angespannten Auftragslage und der internen Rahmenbedingungen konnte dieses Potenzial jedoch nur eingeschränkt genutzt werden.
Gleichberechtigung
Im Arbeitsalltag habe ich keine Benachteiligung aufgrund persönlicher Merkmale wahrgenommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang zwischen jüngeren und älteren Kolleginnen und Kollegen war insgesamt respektvoll und wertschätzend.
Arbeitsbedingungen
Die im Bewerbungsprozess kommunizierten Rahmenbedingungen – insbesondere zum Remote-Arbeiten – entsprachen aus meiner Sicht nicht der späteren Praxis. Zudem empfand ich das Bonusmodell als wenig durchdacht, da es aus meiner Sicht eher internen Wettbewerb als Zusammenarbeit förderte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt- und Sozialthemen spielten aus meiner Wahrnehmung im Arbeitsalltag nur eine untergeordnete Rolle.
Gehalt/Benefits
Das Grundgehalt als Business Consultant (vergleichbar mit einer Junior-Consultant-Position) lag aus meiner Sicht im marktüblichen bis eher unteren Bereich (51.000 € Grundgehalt zzgl. 4.000 € variablem Bonus; nach der Probezeit 9.000 € variabler Bonus). Ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtvergütung war der leistungsabhängige Bonus. Im Bewerbungsprozess wurde dieser anhand eines Beispiels erläutert, wonach bereits 17,5 fakturierbare Tage pro Monat für den vollen Bonus ausreichen sollten. In der Praxis erschien dieses Ziel aus meiner Sicht jedoch nur schwer erreichbar, da neben Wochenenden und Feiertagen auch feste interne Termine, Besprechungen sowie weitere nicht fakturierbare Tätigkeiten anfallen. Dadurch war der volle Bonus nach meinem Eindruck regelmäßig nur mit erheblichem Mehraufwand bzw. Überstunden realistisch zu erreichen.
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Karriere/Weiterbildung
Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind grundsätzlich vorhanden. Aus meiner Sicht sind diese jedoch häufig mit einer hohen Arbeitsbelastung verbunden, wodurch sie sich nur schwer mit einem ausgewogenen Privatleben vereinbaren lassen.