Wer etwas kann, der geht.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das er sich im Fall von Eigenkündigung als entgegenkommend gibt, wenn die Kündigung im Interesse der jeweiligen Person ist.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das kontinuierliche agile Führungsversagen. Ebenso die leeren Zusagen und diesen Büro-Zwang - weil man sich da besser "kennenlernen" kann. Bei der Führung lern ich lieber neue Arbeitgeber kennen.
Verbesserungsvorschläge
Im Vergleich zu anderen Textfeldern könnte ich hier mit 4300 Zeichen unterstützen, dabei fühlt sich dass so an als würde man Pennywise Tipps geben.
Noch bestehende Mitarbeiter zu positiven Bewertungen anhalten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre wurde stark durch den Lead geprägt, über die gesamte Hierarchie hindurch. Z.Bsp. wurde Micro-Management betrieben, durch abteilungsexterne Personen, was zur Unbrauchbarkeit jeglicher Struktur führte und entsprechend die Arbeitslast, die jede Spitze längst überholt hatte, erheblich steigerte.
Image
Das Image variiert sehr, je nach dem wie weit oben man sich sieht.
Work-Life-Balance
1.Lead: angenehmes Work-Life, jemand musste das Büro besetzen, für den Rest reichte es zu Arbeiten (Home Office)
2.Lead: ähnlich wie beim ersten Lead, auch wenn ich später mehr im Büro war - unterstützend gab es einen Parkplatz bis zur Elternzeit.
Zwischen den beiden Leads gab es für mich eine kurze Elternzeit, 3M Abwesenheit, anschließend zurück in Ah Teilzeit.
3.Lead, im Onboarding durch Lead-Buddy: Du hast keinen Home-Officevertrag. Du kommst ins Büro. D.h. man zuckelt täglich Stunden durch Berlin, sucht sich irgendwo "im Umfeld" einen Parkplatz, bringt 4h damit zu Probleme zu lösen und fährt dann wieder nach Hause.
Das ich letzteres, mit einer schwerbehinderten Partnerin und zwei Kindern (das letzte Jahresmitte geboren), nicht umsetzen kann und werde war bekannt und wurde genutzt um es mir zu erleichtern, meine Kündigung am ersten Tag nach meiner Elternzeit abzugeben. Gleichzeitig kam man mir großzügig entgegen, mit der Verkürzung meines Arbeitsverhältnis bestand aber auf Erfüllung. Wozu streiten. Vertrag kommt von Vertragen und bei der Drehtür am Eingang kann man den Schwung nutzen und gehen.
Oder wie ein Lead in einer anderen Firma formulierte:
Wer etwas kann, der geht
Karriere/Weiterbildung
Man hat bestenfalls sein Jahresgespräch, wenn man solange im Unternehmen ist. Daraus resultierende Vereinbarungen und Vereinbarungen werden, aus meiner Sicht, im Allgemeinen seitens des Unternehemn wie Handlungsempfehlungen genutzt und ignoriert (Bsp. Gehaltsanpassungen, Arbeitsort absprachen, usw...)
Gehalt/Benefits
Ich hätte hier gern geschrieben, dass das Gehalt - wie viel es auch sein mag - pünktlich kommt, aber ich musste meinem letzten Gehalt nachlaufen und hätte fast die LowBudget-Crab "Technik" der Firma im Ausgleich versetzt.
Eine Posse gabs dann noch als ein Gehaltslauf doppelt ging, nur - wie schon beim ersten mal - nicht an meine Bankverbindung. Trotzdem wurde freundlich die Rückzahlung erbeten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es sind mir keine Fälle bekannt in denen das Unternehmen Umweltschutz oder Soziales bei Entscheidungen berücksichtigt hätte.
Kollegenzusammenhalt
Im eigenen Team: So weit mir in Erinnerung geblieben ist, sind die meisten
Team-Kollegen umgängliche Menschen. Ausnahmen, wie Snowflaks, gab es auch. Die wenigsten hier benannten sind im Unternehmen verblieben.
Abteilungsübergreifend gab es auch kollegiale Kollegen, aber deren Zahl ist sehr überschaubar.
Eher noch fällt auf, dass immer die gleichen Personen, die immer gleichen
Handlungen begehen. Quer-Parken auf 2 Plätzen, im Tiefkühler 2/3 für Hundefutter einnehmen, im direkten Call versuchen Kollegen madig zu machen, Büromöbel "leihen" und am Verwendungsort stehen lassen, usw... Nerviger als im Kindergarten.
Aber man kann es Ihnen auch kaum nachtragen. Erst mussten die Armen semesterweise beim lernen betreut werden und dann sind sie auch noch mangels Personalalternativen unbetreut in Führungspositionen entglitten. Das kann man ehemaligen Werksstudenten wirklich nicht verübeln, woher auch sollen sie Berufserfahrung nehmen.
Umgang mit älteren Kollegen
Aus persönlicher Erfahrung kann ich dazu aussagen, dass es auf den Skill ankam wie man mit "älteren" Kollegen Umgang pflegte. Wobei Skill auf mich nicht wie eine Einstellungsvoraussetzung wirkte.
Vorgesetztenverhalten
1. Lead: hat versucht seine Vorgaben des Micro-Managements umzusetzen, mit mäßigem Erfolg. Sonst ein recht netter Mensch.
2. Lead: würde ich das Credo "Leben und Leben lassen" unterstellen (meiner Wahrnehmung nach) und hat damit Raum für Struktur und Leistung ermöglicht, zur Steigerung der Kundenzufriedenheit.
3. Lead: Ich konnte ihn als Person nicht mehr ausreichend Kennenlernen, dass was er, ggf. durch sein Lead-Buddy geleitet, umgesetzt hat rangiert für mich in der Kategorie "Frei-von-Wissen" oder schlicht "Zoomer-Crap". Im Nachgang zeigte sich die kurze Halbwertszeit des Leads, wobei auch der Lead-Buddy verlässlich versagte und nur durch das Glück eines externen Hinweises ein möglicherweise erheblicher Image-Schaden für die Firma abgewendet werden konnte.
Arbeitsbedingungen
1. Büro: Ein herzliches Barackenfeeling, mit kleiner Küche ohne Aufenthaltsraum. Dafür kostenfreie Parkplätze im direkten Umfeld. Die Aussicht war ungestört, auf den Containerstellplatz des angrenzenden Gewerbes. Zum Umzug wurde angegeben, dass es auch an der neuen Lokation kostenfreie Parkplätze im direkten Umfeld gibt.
2. Büro, in der Anwohnerparkzone. Die angepriesenen Parkplätze gibt es, höchstens 5min Luftlinie über den Fluss. Vom Parkplatz gehts dann auch schon in nur 30min zum Büro, falls man nach 30min Suche schon einen Parkplatz hat. Alternativ kann man auch im Haus, kostenpflichtig, einen Parkplatz mieten.
Das Büro selbst ist keine Sehenswürdigkeit, Wände vom Boden bis zur Rohbau-Decke, Schallschutz kann man im Katalog betrachten - aber eben nicht im Büro. Das Büro hat einen herrlichen Ausblick auf die Lichtreflexion der Sonne, durch die gegenüberliegende Glasfassade.
Kommunikation
Quartalsweise unterrichtete die Firma intern über den aktuellen Stand.
Das ganze passiert recht Sachlich und ist in ca 4h erledigt.
Es gibt dabei einen groben Überblick zu den bisherigen Ständen und den zukünftigen Zielen.
Gleichberechtigung
Ich persönlich glaube nicht, dass Irgendjemand die gleichen Chancen hat. Das halte ich in dieser Firma für eine Frage des Verwandtschafts-/Bekanntschaftsgrad.
Z.Bsp. wurde ein Best-Buddy Snowflake aus einer Konzernumgebung eingestellt, der auf der Nordwand des Onboardings schrecklich stürzte, weil er versuchte diese freihändig und in Flip-Flops zu absolvieren. Das Beste dass man im Freundeskreis gerade bekommen konnte.
Gleiches gilt für andere Positionsbesetzungen.
Gleichzeitig bin ich aber Überzeugt, dass man sich ganz vorzüglich nach "oben" Bücken kann. Sie wissen ja, Anlauf statt Gleitgel.
Interessante Aufgaben
Im Nachhinein betrachtet empfinde ich es als Abenteuerspielplatz, im Vollbrand. Hier und da eine Detonation, ab und an ein paar Kollegen die einen Fettbrand mit Wasser löschen und auch sonst stets ein buntes Potpourri der ungeahnten Möglichkeiten des Scheiterns an Alltagshandlungen.
Verbildlicht empfand ich, dass Releases z.T. aus Löschpapier und einer Dose NullPointerExeption-Spray bestand, mit entsprechenden Folgen.
Alternativ kann man sich auch einen Feuerlöscher mit Mike-Krüger-Druckhebel vorstellen:
Erst den Nippel durch die Lasche, dann mit der kleinen Kurbel ganz nach oben und da kommt dann ein Knopf - auf den Drücken Sie drauf und schon kommt eine beliebige Fehlermeldung die eine Ausführung rückwirkend für Monate verhindert
Es fand sich immer etwas, dass gerade zu Bruch gegangen ist und geklebt werden musste oder dem man beim niederbrennen zusehen konnte. Die Auswahl war umfangreich, die Verteilung wirkte gleichmäßig über alle Schreibtische der „einfachen“ Angestellten, z.T. nach anzunehmenden Skills.
Es war Wild und Wunderbar, eine wirklich sehr schöne Herausforderung.