Mobbing und Manipulation unter dem Deckmantel von Aloha
Gut am Arbeitgeber finde ich
Purelei macht tolle Mitarbeiter Events und bietet ordentliche Benefits wie Home-Office und Workation.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Mobbing und die Mauscheleien, dass man als Mitarbeiter ständig in Angst um seinen Job lebt.
Purelei lernt nicht wirklich aus seinen Fehlern, sowohl was die internen Prozesse angeht als auch die ständigen Restrukturierungen und Strategieänderungen.
Verbesserungsvorschläge
Hört vor Allem mal den Leuten zu die euch nicht den Bauch pinseln. Von Kritik lernt man bekanntlich am meisten.
Sprecht mit euren Mitarbeitern und nicht ausschließlich mit den Führungskräften. Wenn innerhalb von wenigen Monaten das halbe Team kündigt, nachdem ihr eine neue Führungskraft befördert/eingestellt habt, fragt euch doch vielleicht mal, woran das liegen könnte. Genauer hinzusehen und hinzuhören wäre hier angebracht.
Arbeitsatmosphäre
Der (hawaiianische) Fisch stinkt vom Kopf. Alle paar Monate kommt und geht irgendein neuer C-Level und alles wird wieder über den Haufen geworfen. Dies geht fast immer einher mit irgendwelchen Restrukturierungen und neuen Strategien, die man wieder mal auf LinkedIn oder von einem fancy Coach gelernt hat.
Wer sich hier negativ äußert wird ganz einfach rausgemobbt, schön unter dem Deckmantel der Core Values. Die gelten übrigens nur für die ganz unten in der Nahrungskette, Führungskräfte haben hier Narrenfreiheit, solange sie schön brav sind. Das geschieht übrigens alles mit dem Wissen des HR Teams, das einfach immer schön die Augen zumacht und dann einfach mal "vergisst" ein Feedbackgespräch zu führen oder ganz convenient Termine für Team-Feedbackgespräche so lange rausschiebt bis die Hälfte des Teams im Urlaub ist oder das Unternehmen verlassen hat.
Image
Die Fassade fängt langsam an zu bröckeln. Die Kunden merken, dass sie komplett gemolken werden und die Preise immer höher werden für gleich bleibende oder schlechtere Qualität. Auf LinkedIn Artikel zu posten wie man noch mehr Geld aus seinen Kunden rausquetschen kann sorgt vielleicht für Applaus bei den Business Bros, die Kunden fühlen sich hier jedoch sauber veräppelt.
Viele Mitarbeiter legen mittlerweile eine Art Galgenhumor an den Tag. Nach der Kündigungswelle Ende 2024 wurde eine Zeit lang gewitzelt, ob man denn nun der nächste sei. Purelei wird auch gern immer mal wieder als sinkendes Schiff bezeichnet.
Work-Life-Balance
Es gibt flexible Arbeitszeiten, Home Office und Workation. Das ist schon ziemlich cool. Die unrealistischen Erwartungen der Führungskräfte führen jedoch häufig dazu dass Überstunden gemacht werden oder im Urlaub gearbeitet wird. Das wird einem auch von den Führungskräften vorgelebt.
Karriere/Weiterbildung
On paper gibt es ein Weiterbildungsbudget. Das ist jedoch so gering dass man hier keine ordentliche Weiterbildung machen kann. Ein paar Bücher kann man sich vielleicht davon kaufen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist okay-ish und pünktlich auf dem Konto, es gibt kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld oder andere Sozialleistungen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Produkte kommen aus China und werden um den halben Globus verschifft. Ab und an gibt es mal kleinere Initiativen, wie einen Verkauf der aussortierten Technik, dessen Erlös an eine wohltätige Organisation gespendet wird oder die Adoption von Meeresgetier. Es gibt keine Abteilungen die sich konkret mit Themen wie Sustainability oder DEI auseinandersetzen.
Kollegenzusammenhalt
Gemeinsames Leid schafft Verbundenheit, die Kollegen sind wirklich toll.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich glaube es gibt niemanden, der älter als 50 ist.
Vorgesetztenverhalten
Unterirdisch. Manche Führungskräfte haben keinerlei Qualifikation oder Kompetenz für eine Führungsrolle. Sie bekommen den Job halt einfach weil "sie schon am längsten da sind" und vor 3 Jahren mal irgendwas geleistet haben. Manche Führungskräfte nutzen die Coachinggespräche für Punishment, Mobbing und manipulieren die Weiterentwicklung ihrer "Untergebenen" systematisch. Kurz bevor es jährlich zur Entwicklungsbeurteilung kommt, werden auf einmal die Bewertungen schlechter und damit die nächste Gehaltsstufe oder die Beförderung torpediert.
Gerne wird hier auch mal ein C-Level in die Gespräche eingeladen, der unterschwellige Drohungen ausspricht und für ein Umfeld sorgt, in dem man jeden Tag den Laptop hochfährt, und sich fragt ob heute wohl der Tag ist an dem man gekündigt wird. Rechtsgrundlagen und Arbeitnehmerrechte interessieren dabei nämlich wirklich niemanden. Oder man wird ganz einfach rausgemobbt, das ist natürlich immer die einfachste Lösung.
Arbeitsbedingungen
Die zur Verfügung gestellte Technik ist einwandfrei. Die Büroräume sind schön gestaltet und sehen hübsch aus. Es gibt zu wenig Meetingräume mit ausreichender Größe für die einzelnen Teams, bei Quarterly Veranstaltungen kommt es daher schon durchaus vor, dass sich 20 Menschen in einen Raum der auf 8 Personen ausgelegt ist quetschen.
Kommunikation
Es findet keine Kommunikation statt. Weder von oben nach unten noch zwischen den einzelnen Teams.
Gleichberechtigung
Der "Kern" von Purelei besteht aus einem gewachsenen Netzwerk und Freunden und Freundesfreunden der Gründer. Wer hier nicht dazu gehört hat generell weniger Chancen im Unternehmen.
Interessante Aufgaben
Es gibt einzelne interessante Projekte, aber das day-to-day business ist schon sehr eintönig.