Traurig aber leider wahr. Siehe hierzu auch Bewertungen über PVL Cadolzburg Elektro/Elektrotechnik ab Feb. 2022
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider nichts mehr. Außer, dass der Geschäftsführer nicht täglich präsent ist.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass leider das Betriebsklima in den letzten Jahren rapide gesunken ist, was vorwiegend dem Verhalten von zwei Führungskräften geschuldet ist. Diesen dürfte nicht bewusst sein, welch fähige Mitarbeiter/innen teilweise in Bereichen des Betriebes beschäftigt sind und wie unfair sie diese behandeln. Schlecht ist auch fehlendes Personal, unter dem viele Kolleg/innen leiden.
Verbesserungsvorschläge
Als Repräsentant der Firma wäre für einen Geschäftsführer mehr technisches Verständnis bzw. Wissen seiner Produkte lobenswert. Vor allem aber sollte er hin und wieder seinen Horizont, bezüglich dem Umgang mit Menschen und deren Führung upgraten, um somit endlich wieder eine positive Motivation und gesundes Betriebsklima zu schaffen. Statt Abbau der Bürokratie werden die Angestellt/innen mit immer mehr Anweisungen, Vorschriften und zusätzlichen Aufgaben bombardiert. Dies führt zu Überlastung. Demotivation bis hin zu unnötigen Krankheitstagen sind die Folgen. Des Weiteren sollte endlich mal in moderne Maschinen investiert werden, um damit den Fortbestand der Firma zu sichern und Erleichterung für das Personal zu schaffen.
Arbeitsatmosphäre
Leider versteht der Geschäftsführer nicht, seine Mitarbeiter/innen positiv zu motivieren. Ein pauschales „Danke an alle für die gute Mitarbeit" in der Betriebsversammlung am Jahresende ist vielen zu wenig. Glückwünsche sollten nicht nur an runden Geburtstagen ausgesprochen werden. Regelmäßiges Güßen aller Mitarbeiter/innen könnte sich positiv auf das Betriebsklima auswirken. Persönlichen, menschlichen Kontakt gibt es hier nicht mehr, so wie es frühere Geschäftsführer lebten. Auch hierdurch ist die Motivation vieler Kolleg/innen auf einen Tiefstand gesunken. Seit der Insolvenz scheint es, dass der Geschäftsführer die Firma wieder auf gesunde Beine gestellt hat. Dennoch hat man das Gefühl, dass dieser Betrieb nicht geführt, sondern nur verwaltet bzw. "controlled" wird. Mit positiver Motivation könnten sicherlich bessere Ergebnisse erzielt werden.
Image
Siehe PVL-Homepage. Der Versuch, sie in der Vergangenheit zu aktualisieren, scheiterte. So findet man z.B. immer noch den Standort Sugenheim (Druckguss), der seit der Insolvenz nicht mehr existiert. Die homologierten 682-Systeme (KF1-KF4) sind seit dem Jahr 2015 veraltet, stehen aber immer noch zum Downloaden bereit. Ob dies zu einem positiven Image beiträgt, steht außer Frage.
Work-Life-Balance
Urlaub bekommt man in der Regel problemlos. Auch Gleitzeit kann im Rahmen, nach Bedarf, genommen werden. Eine faire Kernzeit, ist dabei zu beachten. Homeoffice ist in einigen Bereichen möglich.
Karriere/Weiterbildung
Webinare werden teilweise angeordnet. Es besteht aber auch die Möglichkeit, individuell an themenbezogenen Webinaren teilzunehmen. Auch Sprachkurse für Freiwillige wurden schon angeboten. Aufstiegschancen sind eher selten und daher gering.
Gehalt/Benefits
Gehört man bereits zum PVL-Team, geht gehaltsmäßig nichts mehr. Weil es hier keine Wertschätzungen für eigene Ideen, persönliche Einsätze bzw. Engagement gibt, zählen diese Argumente bei Gehaltsverhandlungen nichts. Meist werden dann Anfragen bezüglich dieser Verhandlungen gleich abgelehnt, Folgetermine teils vergessen bzw. ausgesessen. Bewerber/innen haben bei Neueinstellung bessere Karten, als Altarbeitnehmer/innen. Dies dürfte durch die Stellenangebote und der geringen Anzahl der Bewerber/innen resultieren. Solange es die wirtschaftliche Situation für PVL GmbH erlaubt, gibt es freiwillig an Stelle des früheren Inflationsausgleichs, einen monatlichen Sachbezug zum Gehalt. Gehälter werden pünktlich überwiesen. Wasserspender mit gekühltem Wasser ist für alle kostenlos, genau wie die Parkplätze auf dem Betriebsgelände.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Häufiger Luftunterdruck in der Produktion durch Absaugvorrichtungen. Heizungswärme wird ohne Wärmetauscher aus dem Gebäude geblasen. Ökologischer Unsinn. Die jahrelang raus geblasenen Heizkosten hätte man sicherlich sinnvoller einsetzen können. Wird es an heißen Sommertagen unerträglich, sorgt der Arbeitgeber mit Eis am Stiel oder in der Waffel für Abkühlung. Außerdem stellt er Ventilatoren zur Verfügung.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt funktioniert unter den Kolleg/innen noch gut. Bröckelt aber langsam.
Umgang mit älteren Kollegen
Hier ist es für die o.g. Führungskraft selbstverständlich, dass lang dienende Kolleg/innen für Neueinsteiger die Mentoren sind. Lob oder Dank kommt weder von der Führungskraft noch von höherer Stelle. Auch hier keine Wertschätzung.
Vorgesetztenverhalten
Einer leitenden Führungskraft mangelt es an Sozialkompetenz und Empathie. Keine Wünsche zum Geburtstag, Urlaub, Wochenende. Dafür spitze, teils zynische Bemerkungen über andere. Aufgabenstellungen sind kurz und bündig. Werden Lösungsvorschläge oder eigene Ideen zur Aufgabe vorgeschlagen, kommen nicht selten Anmerkungen wie „So habe ich mir das auch gedacht“. So etwas ist demotivierend und unterstreicht keinerlei Wertschätzung. Nicht selten entsteht hierdurch Frust und zuletzt Resignation.
Arbeitsbedingungen
Nicht selten trostlose Arbeitsplätze mit unzureichender Beleuchtung. Trotz Bemühungen der Reinigungskräfte sind in fast allen Räumen die Wände und die beschichteten Betonfußböden schmutzig. Hier wäre schon lange wieder mal eine Grundreinigung nötig, die es aber schon viele Jahre nicht mehr gibt. Auch Fenster werden nicht mehr geputzt. Veraltetes Messequipment, veraltete Fertigungseinrichtungen, veraltete und reparaturbedürftige Maschinen gehören ebenfalls zu den Kritikpunkten. Teilweise laute, monotone Maschinengeräusche, die die Konzentration auf die eigene Arbeit erschweren.
Kommunikation
Die Geschäftsführung informiert die Belegschaft leider nur in den selten gehaltenen Betriebsversammlungen über geplante Ziele, sowie der betrieblichen/wirtschaftlichen Situation. Besser wäre es die Informationen darüber öfter und dafür kürzer zu geben.
Gleichberechtigung
Weibliche und männliche Angestellte sind hier gleichberechtigt. In meinem Bereich gab es diesbezüglich noch nie Probleme. Mitarbeiterinnen findet man bei PVL auch in Führungspositionen.
Interessante Aufgaben
Der Zeitdruck, zum Einarbeiten in knifflige Aufgaben, ist gering. Ideen und Kreativität können dabei einfließen. Hin und wieder ist es notwendig, schnell in ein anderes Projekt zu switchen, um „die Kuh vom Eis“ zu bekommen. Einerseits nervig, anderseits abwechslungsreich.