Im Großen und Ganzen wieder ok.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ausstattung / Equipment und Büros sowie Flex-Work-Regelungen.
Unkomplizierter Umgang mit Büro- oder IT-Bedarf.
KI-Lizenzen für alle Mitarbeiter.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Mitarbeiter werden mit den KI-Themen alleine gelassen. Es gibt keine koordinative oder unterstützende Abteilung. KI wird so sehr verbürokratisiert, dass man schnell die Lust verliert oder den Nutzen erkennt. Z.B. über 30 Stunden komplizierte Technik-Pflicht-Trainings um überhaupt anfangen zu dürfen, einen KI Agenten zu entwickeln ist too much.
Kostendruck wird immer auf die Personaldecke abgewälzt, ohne dass Betriebsprozesse geändert werden. So müssen immer weniger Kollegen immer mehr Aufgaben erledigen. Hört doch mal auf Eure eigenen Berater!
Verbesserungsvorschläge
Leistung tatsächlich incentivieren, einen wirklich nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen Performance und Bonus schaffen.
ALLE Führungskräfte auf den Code of Conduct verzielen und auch tatsächlich messen und Konsequenzen ableiten. Vorgesetzte nur noch nach Eignung einsetzen, nicht nach Betriebszugehörigkeit.
BAV endlich wieder einführen, arbeiten bis zur Rente und darüber hinaus ermöglichen.
Arbeitsatmosphäre
Nach der letzten Entlassungswelle hat sich die Stimmung wieder einigermaßen normalisiert. Aber man spürt noch die Nachwirkungen und hat Angst vor den nächsten Maßnahmen.
Image
Ich verstehe bis heute nicht warum, aber immer noch sehr gut.
Work-Life-Balance
Wirklich gut. Home Office und Flex-Work Regelungen ermöglichen zumindest in vielen internen Abteilungen eine gute Ausgewogenheit. Auch wenn der Workload permanent hoch ist, Tendenz steigend.
Karriere/Weiterbildung
Kommt darauf an, wo man arbeitet. In den meisten internen Abteilungen gibt es kein Karrieremodell wie es z.B. für die Tax, Assurance oder Advisory Kollegen gilt. Man sitzt jahrelang auf demselben Grade fest und kann angeblich nicht befördert werden. Beförderungen, die tatsächlich stattfinden (hmm, geht wohl doch wenn Vitamin B ausreicht), wirken oft von der Leistung entkppelt. Weiterbildungen werden intern nci nicht spezialisiert genug angeboten, teure externe Trainings sind schwer zu bekommen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt in meinem Fall auf mittlerem, marktüblichen Niveau. Es gibt viele Unternehmen, die besser vergüten, aber auch viele die schlechter zahlen.
Sozialleistungen Fehlanzeige. Keine BAV, keine VWL, kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld,narda. Es gibt aber einen Performance abhängigen Jahresbonus (für die nicht Manager Grades 0,5 bis 1 Monatsgehalt), Einzelfallregelungen für bestimmte Lebensereignisse.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Reines Greenwashing um das Image aufzupolieren. Habe noch kein Projekt erlebt, wo das auch nur eine geringe Rolle gespielt hat.
Ja, der Müll wird getrennt und man soll bei Dienstreisen lieber Bahn fahren und im strömenden Regen vom Bahnhof zu Fuß ins Büro gehen, anstatt Taxis oder Uber zu nutzen.
Kollegenzusammenhalt
Nach wie vor gut innerhalb des Teams. Teamübergreifend manchmal schwierig, da ist sich manchmal jeder selbst der Nächste und andere Kollegen zu unterstützen wird als nervige Zusatzbelastung empfunden.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Großen und Ganzen ok, aber es wird so früh wie möglich versucht die Leute loszuwerden, z.B. in schlecht finanzierte ATZ Modelle. So soll man, wenn man z.B. bis 67 arbeiten soll / will, ab 63 in ein ATZ Modell und mit 65 ausscheiden. Die restlichen zwei Jahre soll man dann von ALG leben. Aus meiner Sicht kein faires Modell, weder für die Mitarbeiter, noch für die Gesellschaft.
Vorgesetztenverhalten
Kommt darauf an. Ich habe mit meinem neuen Vorgesetzten den Jackpot gewonnen, das kann man aber nicht für alle Teams behaupten. Viele sind wirklich nur Vorgesetzte, aber leider keine Führungskräfte. Was Moral und Ethik angeht, also Code of Conduct, gehen die Mitglieder des Leadership Teams leider nicht immer mit gutem Beispiel voran.
Arbeitsbedingungen
TipTop, moderne Bürogebäude, modernste Technik und IT-Ausstattung, egal ob on site oder home office.
Kommunikation
Es gibt viele Informationskanäle von unterschiedlichen Führungsebenen. Meist jedoch leider Hochglanz-Folien-Gelaber im Manager-Sprech. Wichtige Infos, die man für seine Arbeit benötigt werden oft nicht top down kommuniziert sondern versickern in der mittleren Führungsebene. Oder sie werden im neuen, wenig strukturierten Intranet versteckt, so dass man nur zufällig auf sie stößt.
Gleichberechtigung
Schwer zu beurteilen. Manchmal hat man das Gefühl, dass Frauen bevorzugt behandelt werden.
Interessante Aufgaben
Definitiv, und viele. Oft wiederkehrende Tätigkeiten aber immer mit neuen Herausforderungen. Nervig sind nur die Compliance Anforderungen zu n+x verschiedenen, sich teilweise ähnelnden aber auch teilweise sich widersprechenden Frameworks. Man hat manchmal den Eindruck, dass Compliance wichtiger ist als gute Arbeitsergebnisse. Auf jeden Fall sehr Nerven und Zeit raubend.

