Ein Unternehmen das zunehmend amerikanisiert und seine Menschlichkeit verliert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die meisten Kolleginnen sind super und ein Grund sich wohlzufühlen und zu bleiben, ebenfalls die Führungskräfte auf niedrigen Ebenen. Das On-boarding ist sehr gut und strukturiert. Auch die Flexibilität innerhalb der Teams.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Entscheidungen wirken häufig intransparent und von persönlichen Präferenzen statt von Leistung geprägt, während Kritik und Beschwerden nicht konsequent aufgegriffen werden. Gleichzeitig bestehen Defizite bei Vergütung und Entwicklung, etwa durch unterdurchschnittliche Einstufungen und fehleranfällige Bonusprozesse und organisatorische Probleme.
Die Unternehmenskultur habe ich als zunehmend problematisch wahrgenommen, die von mangelnder Fairness, internen Spannungen, geringer Inklusion sowie unzureichender arbeitsrechtlicher Orientierung geprägt ist.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir wünschen, dass auch von Arbeitgeberseite eine Betriebsratsgründung gefördert wird. Das wirklich transparent Kommuniziert wird, auch die unangenehmen Wahrheiten. Mehr Wertschätzung der Mitarbeitenden gegenüber, zum Beispiel keine Low-Budget Firmenevents mehr.
Arbeitsatmosphäre
Es gibt leider keinen Betriebsrat (bei fast 180 Mitarbeitenden fällt das negativ auf in DE) und das Unternehmen amerikanisiert zunehmend in seiner Art und Weise, wie es Mitarbeiter behandelt. Wer hier arbeitet sollte sich mit Arbeitsrecht auskennen, weil auch Vorgesetzte sich nicht unbedingt danach richten oder gar ausreichend auskennen. Quantilope ist kein familiäres Start-up mehr und ganz klar von Wachstumsschmerzen gezeichnet und den monetären Vorteilen gegenüber der Investoren
Kommunikation
Es gibt regelmäßige Meetings für alle OKRs. Allerdings werden unangenehme Infos einfach verschwiegen, Transparenz und Menschlichkeit schwinden.
Kollegenzusammenhalt
Ein Zweischneidiges Schwert, die meisten Kolleginnen sind sehr lieb und sind ein riesen Pluspunkt. Es wird sich grundsätzlich geholfen.
Die Kolleginnen die schon über Jahre im Unternehmen sind tendieren dazu ihre Gruppe geschlossen zu halten und sind weniger inklusiv. Leider sind auch bei bestimmten Personen lästern, gossiping und (Leistungsorientiertes-)mobbing an der Tagesordnung. Das passiert aber alles im Hintergrund und wird strategisch ahnungslosen/ignoranten Vorgesetzten zugespielt.
Work-Life-Balance
Überstunden werden erwartet, aber innerhalb des Teams gibt es Flexibilität, um auf Veränderungen zu reagieren.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei ernsthaften Beschwerden über Mitarbeitende nicht immer konsequent gehandelt wird, insbesondere dann, wenn diese zuvor ein gutes persönliches Verhältnis zu Vorgesetzten aufgebaut haben.
Mit steigender Hierarchieebene entsteht zudem zunehmend der Eindruck, dass Entscheidungen weniger auf fachlicher Kompetenz als auf persönlichen Präferenzen basieren.
Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass Führungskräfte auf den unteren Ebenen – trotz begrenzter Entscheidungsspielräume – häufig sehr menschlich, korrekt und engagiert agieren und sich für ihre Teams einsetzen.
Arbeitsbedingungen
Arbeitslaptop, extra Bildschirme, Headset und Maus wird gestellt. Das Office ist groß und hell, aber im Sommer ohne Klimaanlage zu heiß. Die offenen Architektur lässt den Lärmpegel schnell steigen
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht bekannt
Gehalt/Benefits
Als inzwischen profitables Unternehmen wird immer noch an den Mitarbeitenden gespart. Menschen mit Berufserfahrung werden unberechtigterweise als Junioren eingestellt. Das Junioren Gehalt ist auch unter dem Marktdurchschnitt. Ich habe auch erlebt, dass das Gehalt zu spät kommt, wenn HR unterbesetzt ist. Besonders kritisch sehe ich die Boni-Auszahlung. Die dauert immer länger als sie sollte, ist Fehlerhaft und Bedarf Kontrolle. Vor allem weil die Boni-Richtlinien sich häufiger ändern, aber nie zum Vorteil der Mitarbeitenden.
Karriere/Weiterbildung
Die Aufstiegskriterien sind grundsätzlich klar definiert und vermitteln zunächst den Eindruck eines transparenten und verlässlichen Systems. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass auch hier persönliche Präferenzen von Vorgesetzten auf höheren Ebenen eine nicht unerhebliche Rolle spielen können.
Entscheidungen über Weiterentwicklungen/Aufstieg werden dabei teilweise von Personen getroffen, die nur begrenzte Einblicke in den tatsächlichen Arbeitsalltag der Mitarbeitenden haben.
Zudem entsteht der Eindruck, dass Karrierefortschritte eher begünstigt werden, wenn Mitarbeitende wenig Kritik äußern und ein hohes Maß an zeitlicher Flexibilität bzw. zusätzlichem Engagement über die reguläre Arbeitszeit hinaus zeigen
