Nicht empfehlenswert!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ehrlich gesagt? Wenig. Einzig der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen. Ohne das Team wäre der Laden vermutlich schon längst implodiert. Wir halten uns gegenseitig am Laufen, weil es sonst niemand in der Firma tut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wenn es Minus-Sterne geben würde, würde ich sie vergeben. Und zwar ohne zu zögern. Die Produkte sind technisch eine Katastrophe – sie funktionieren nicht, Fehler sind eher Standard als Ausnahme und niemand fühlt sich verantwortlich. Probleme? Interessieren die Firma nicht. Alles, was zählt, sind Zahlen, Hochglanz-Präsentationen und ein künstlich aufpoliertes Firmen-Image nach außen, das mit der Realität absolut nichts zu tun hat.
Die HR-Abteilung ist ohne Konkurrenz die schlechteste, mit der ich je zu tun hatte. Sie existiert scheinbar nur, um Kritik abzublocken und Druck von oben nach unten zu kommunizieren. Es gibt keine Ansprechpartner für echte Probleme, Feedback ist unerwünscht und wer Hilfe sucht, bekommt eher eine persönliche Zurechtweisung als irgendeine Art von Lösung. Bewerbungen verschwinden im Bermuda-Dreieck des E-Mail-Postfachs, werden wochenlang ignoriert und Mitarbeitende werden nicht gehalten – wahrscheinlich, weil die Firma selbst nicht versteht, warum jemand überhaupt hier arbeiten möchte.
Verbesserungsvorschläge
Image ist nicht alles – aber scheinbar das Einzige, was diese Firma besitzt. Vielleicht sollte man zuerst die internen Baustellen schließen, bevor man der Welt vorspielt, ein „Top-Unternehmen“ zu sein. Der Anschein ist so wichtig geworden, dass die Realität völlig aufgegeben wurde.
Arbeitsatmosphäre
Man könnte meinen, man arbeitet in einer Bibliothek, in der selbst das Atmen zu laut ist. Die Chefs erwarten buchstäblich, dass man eine Stecknadel fallen hören kann – absolute Stille, jederzeit. Gleichzeitig soll es nach außen so aussehen, als würde niemand an seinem Arbeitsplatz arbeiten, weil das „professioneller“ wirke. Ergebnis: Mitarbeiter sitzen still, angespannt und sollen beschäftigt aussehen, ohne beschäftigt wirken zu dürfen. Surreal, aber leider Arbeitsalltag.
Image
„Sales ist alles!“ ist das Firmenmotto, auch wenn es niemand offiziell ausspricht. Nach außen ist alles Gold, innen bröckelt der Putz. Chaos, Stress, Mobbing-Vibes, Dauerkonflikte, Streit und Panik sind hier Arbeitsalltag. Die gute Fassade ist nichtmal mehr Make-up – es ist eine Maske.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance existiert nicht. Dafür existieren unbezahlte Überstunden, ein lächerlicher Homeoffice-Tag pro Woche und permanente Nachrichten auch nach Feierabend, im Urlaub und am Wochenende. Ruhezeiten? Fehlanzeige. Energie tanken? Unerwünscht. Man wird so lange kontaktiert, bis man antwortet – oder kündigt.
Karriere/Weiterbildung
Aufstieg? Ein Mythos. Wertschätzung? Nicht vorgesehen. Neue, unerfahrene Mitarbeitende verdienen mehr als langjährige Kollegen. Jährliche Bewertungsrunden wirken wie eine schlecht geschriebene Comedy-Show ohne Pointen – nur dass niemand lacht, weil es eigentlich bitterernst ist.
Gehalt/Benefits
Für die Branche unter dem Durchschnitt. Ironischerweise verdienen neue, unerfahrene Mitarbeitende oft mehr als langjährige – nicht, weil sie besser sind, sondern weil die Firma offenbar verpasst hat, dass Loyalität nicht durch Lohndumping entsteht.
Kollegenzusammenhalt
Teams gibt es hier nicht mehr, nur Fraktionen. Wer nicht ins richtige Grüppchen passt, wird systematisch ausgegrenzt. Das erzeugt nicht nur ein toxisches Klima, es IST eines.
Vorgesetztenverhalten
Hier wird nicht geführt. Hier wird regiert.Autorität statt Dialog. Kritik wird als Angriff gesehen, Diskussionen als Störung, Mitarbeitende als Statisten. Wer eine eigene Meinung hat, ist hier falsch.
Arbeitsbedingungen
Katastrophe ist eine Untertreibung. Mitarbeitende werden regelmäßig zu Überstunden gezwungen, damit Lieferungen rechtzeitig fertig werden – unabhängig davon, ob die Verzögerung selbst verursacht wurde oder nicht. Rücksicht auf Verluste? Null. Schuldzuweisung? Standard. Wertschätzung? Ausschließlich nach unten korrigiert.
Kommunikation
Kommunikation ist ein Fremdwort. Wichtige Firmen-Neuigkeiten erfährt man schneller auf Social Media als intern. Meetings werden spät angesetzt, oft wenn kaum noch jemand da ist. Alles ist last-minute, alles ist „ultra dringend“, alles passiert ohne Plan – aber Hauptsache es sieht nach außen organisiert aus.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ist ein Konzept, von dem man hier nur vom Hörensagen kennt. Einige dürfen sich alles erlauben, während andere bei der kleinsten Kleinigkeit eine Abmahnung angedroht bekommen. Beschwerden, Rückfragen, eigene Meinungen? Je nach Person entweder egal oder Grund für persönliche Zurechtweisungen. Fair ist hier gar nichts, aber inkonsequent alles.
Interessante Aufgaben
Fehlanzeige. Mitarbeitende werden früh in eine einzelne Richtung geschoben wie in eine vorbeschriftete Schublade – und dort bleiben sie. *Neue Aufgaben, Rotation, kreative Entfaltung? Verboten.* Wer etwas anderes könnte oder möchte, interessiert niemanden. Entwicklungsmöglichkeiten werden nicht blockiert – sie sind erst gar nicht vorhanden.