Culture eats strategy for breakfast
Gut am Arbeitgeber finde ich
Im Team wird noch zusammen gehalten.
Einige Teamleiter machen gute Arbeit und können ihr Team abschirmen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Seit längerer Zeit bilden sich Gruppen und Abteilungen, die sich gegenseitig bestärken und die Probleme bei anderen sehen. In den letzten Monaten hat sich daraus zunehmend eine Form von Vetternwirtschaft entwickelt.
In der Firma fehlt es an Fach- und Führungskompetenz. Das führt zu regelmäßigen Rückschlägen und massiven Mehraufwänden. Zudem öffnet es Tür und Tor für Selbstdarsteller. Statt Arbeitsweisen, die auf Überheblichkeit sowie Macht- und Sichtbarkeitsspielen ohne belastbare Ergebnisse basieren, einzuschränken werden sie toleriert und honoriert. Stochert man unter die Oberfläche, wird mit herablassender Polemik reagiert. Es wird in der Firma Ego mit Kompetenz verwechselt.
So amüsiert man sich z. B. über einen Kollegen, welcher wegen der angespannten Lage die Firma verlassen musste, nachdem man diesen Minuten zuvor mit Bedauern die Hand zum Abschied geschüttelt hat. Nach oben wird dabei korrekt aufgetreten. Einen Tag später wird die Arbeit des Kollegen im Meeting zerlegt, die Filetstücke werden in die eigene Arbeit vereinnamt.
Auf der anderen Seite gibt es Team- und Projekt-Leads, die Situationen fachlich und menschlich nicht bewerten können und eher wie Vorarbeiter, die Aufgaben verwalten und abarbeiten agieren, statt Orientierung und Führung zu geben. Mitarbeiter und Ergebnisse werden in Bereichen bewertet, welche die Leads selbst nur oberflächlich beherrschen. Auch wirken manche Führungsstile eher unbeholfen und naiv, grundlegende Steuermechanismen funktionieren nicht. Es wird Ego und Nase statt Leistung bewertet. Auch zeigt sich in manchen Teams eine starke Abhängigkeit von Micromanagement. Ob es an Eigenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein fehlt oder man Angst hat, die Kontrolle zu verlieren, oder beides ist, kann ich jetzt nicht erkennen.
Verbesserungsvorschläge
Die Kultur einer Firma sind keine Zettel an der Wand. Die Kultur einer Firma ist kein Obstkorb in der Kaffeeküche. Kultur ist das, was vorgelebt wird. Kultur ist wie man handelt, wenn niemand zusieht. Kultur ist das, was toleriert und belohnt wird. Kultur ist, wie man miteinander umgeht. Kultur ist, wenn alle nach den gleichen Regeln spielen. Kultur ist, wenn bei Überschreitungen klare Grenzen gesetzt werden und Konsequenzen folgen. Es reichen wenige Personen, um die ganze Firma herunter zu ziehen.
Es sollte geprüft werden, ob die jeweiligen Positionen, einschließlich der Leads, tatsächlich über die erforderlichen Qualifikationen verfügen. Einige Kernfunktionen sind derzeit mit Rookies ohne Grundlagen oder von Selbstdarstellern besetzt. Es ist nicht verwunderlich, wenn das KowHow abwandert und das Feld räumt.
Die Firma benötigt Leute, die wissen was sie tun und auch dafür Verantwortung übernehmen und nicht jeder darf mit Stammtischsprüchen die Arbeit anderer zunichtemachen. Auch wirken die Gewerke untereinander wenig synchron. Es gibt wenig übergreifende Steuerung.