Kann viel – Führung gehört (noch) nicht dazu
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Bezahlung
Urlaubs- und Weihnachtsgeld
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
wenig flexible Arbeitszeiten
Work-Life-Balance nur eingeschränkt
Großraumbüro
Das Vorgesetztenverhalten habe ich insgesamt als schwach erlebt. Aus meiner Sicht sind einige Vorgesetzte nur eingeschränkt für ihre Führungsrolle geeignet, da es an klarer Mitarbeiterführung und konsequenter, nachvollziehbarer Entscheidungsfindung fehlt.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre im Vertriebsinnendienst habe ich insgesamt als eher angespannt erlebt. Innerhalb des Teams gab es teilweise einen normalen Umgang miteinander, jedoch nicht durchgehend ein offenes oder wirklich vertrauensvolles Miteinander. Es handelt sich um ein Großraumbüro, in dem etwa 12 Personen aus der Abteilung zusammen sitzen. Zusätzlich saß die indirekte Führungskraft in einem verglasten Büro direkt angrenzend an den Arbeitsbereich. Dadurch war man im Arbeitsalltag jederzeit sichtbar, was für mich häufig ein Gefühl von starker Beobachtung erzeugt hat, auch bei alltäglichen Tätigkeiten wie Telefonaten oder kurzen Wegen. Durch die offene Bürosituation und die enge räumliche Struktur war es zudem teilweise herausfordernd, dauerhaft eine ruhige oder entspannte Arbeitsatmosphäre zu haben. Auch zwischen Kollegen kam es dadurch nicht immer zu einem durchgehend harmonischen Arbeitsklima. Insgesamt hätte ich mir hier mehr räumliche Trennung und ein entspannteres Arbeitsumfeld gewünscht.
Work-Life-Balance
Es gibt keine klassische Gleitzeit. Lediglich alle drei Wochen besteht freitags die Möglichkeit, früher zu gehen (ca. 14:30 Uhr statt 17:00 Uhr). Dafür müssen die Stunden im Vorfeld durch Mehrarbeit ausgeglichen werden.
Homeoffice ist nur in dringenden Fällen möglich, zum Beispiel bei Terminen oder wichtigen privaten Angelegenheiten. Es wird jedoch eher ungern gesehen und ist nicht als flexible Regelung etabliert.
Ansonsten gelten feste Arbeitszeiten ohne größere Flexibilität. Dadurch ist die Work-Life-Balance aus meiner Sicht nur eingeschränkt gegeben.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt habe ich insgesamt als eher schwer verhandelbar und aus meiner Sicht nicht immer leistungsangemessen empfunden. Gehaltserhöhungen mussten aktiv angesprochen und teilweise auch intensiv thematisiert werden, anstatt sich automatisch an der Leistung zu orientieren.
Im Gespräch zur Anpassung entstand zudem der Eindruck, dass Entscheidungen nicht immer klar aus einer Hand getroffen wurden, sondern teilweise intern abgestimmt wirkten, was die Nachvollziehbarkeit etwas erschwert hat.
Positiv hervorzuheben sind vermögenswirksame Leistungen sowie ein Zuschuss zum Fitnessstudio.
Sehr positiv ist zudem die kostenlose Mittagsverpflegung. Hier wurde täglich frisch gekocht und die Mitarbeitenden konnten sich vorab eintragen. Die Verpflegung war kostenfrei und qualitativ gut(kommt drauf an was gekocht wurde, auch wenn keine freie Auswahl der Gerichte bestand.
Umgang mit älteren Kollegen
Zum Umgang mit langjährigen Mitarbeitenden kann ich nur eingeschränkt etwas sagen.
Sichtbar war lediglich eine kleine Anerkennung zum zehnjährigen Firmenjubiläum in Form eines Baumes, an dem kleine Karten mit persönlichen Nachrichten von Mitarbeitenden angebracht wurden. Die Beteiligung daran war freiwillig.
Nach meinem Eindruck wurde die Aktion teilweise noch ergänzt, da sich nicht ausreichend viele Mitarbeitende beteiligt haben. Insgesamt wirkte die Form der Wertschätzung aus meiner Sicht eher schlicht und könnte im Verhältnis zur Betriebszugehörigkeit stärker ausgeprägt sein.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich insgesamt als deutlich unzureichend erlebt. Entscheidungen wirkten häufig inkonsequent und waren für mich nur bedingt nachvollziehbar, was im Arbeitsalltag regelmäßig zu Unsicherheiten geführt hat.
Aus meiner Sicht fehlte es in der Mitarbeiterführung an grundlegender Klarheit und Konsequenz, insbesondere in Konfliktsituationen. Entscheidungen wurden nicht einheitlich getroffen oder durchgesetzt, was teilweise den Eindruck von Willkür und Ungleichbehandlung entstehen ließ.
Insgesamt besteht aus meiner Sicht erheblicher Verbesserungsbedarf in der Führungsqualität und im professionellen Umgang mit Mitarbeitenden.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt solide und zweckmäßig. Das Gebäude ist noch relativ neu und modern aufgebaut. Die Arbeitsplätze sind mit höhenverstellbaren Schreibtischen sowie einer grundlegenden technischen Ausstattung versehen, die für die täglichen Aufgaben ausreichend ist.
Es handelt sich, wie bereits erwähnt, um ein Großraumbüro, wodurch es im Arbeitsalltag regelmäßig zu Gesprächen und Hintergrundgeräuschen kommt. Dadurch gibt es auch unterschiedliche Vorstellungen beim Raumklima, zum Beispiel ob Fenster geöffnet oder geschlossen bleiben sollen oder ob das Radio an- oder ausgeschaltet ist. Dies führte gelegentlich zu Diskussionen, da unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen.
Insgesamt ist konzentriertes Arbeiten dadurch nicht immer optimal möglich. Durch die vorhandene Klimaanlage ist das Raumklima grundsätzlich geregelt, und der Lärmpegel ist bei geschlossenen Fenstern insgesamt noch akzeptabel. Insgesamt sind die Arbeitsbedingungen funktional, jedoch durch die offene Bürostruktur etwas eingeschränkt.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen erfolgt unter anderem über regelmäßige Quartalsmeetings, in denen über Ergebnisse und Entwicklungen informiert wurde. Diese fanden im Anschluss an den Arbeitstag außerhalb der regulären Arbeitszeit statt. Die Teilnahme war grundsätzlich freiwillig, wurde im Vorfeld aber organisatorisch abgefragt, auch wegen der Planung der Verpflegung.
Am Hauptstandort in den Niederlanden werden solche Termine innerhalb der Arbeitszeit durchgeführt, während sie im deutschen Standort nach der Arbeitszeit stattfinden.
Teilweise wurde bei Nichtteilnahme auch nach dem Grund gefragt. Insgesamt war die Atmosphäre in Ordnung, allerdings entsteht durch die Terminierung außerhalb der Arbeitszeit ein zusätzlicher Aufwand für die Mitarbeitenden.