Es war einmal ...
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es war einmal ein stolzes und gerechtes Reich, das unter der weisen Herrschaft des Königs, der seinen Namen mit dem eines großen, russischen Zaren teilte, erblühte. Der König war ein Mann von ungewöhnlicher Klugheit und Güte. Seine Untertanen — die Mitarbeiter seines großen Unternehmens, das er wie ein Königreich regierte — schätzten ihn hoch. Er war bekannt dafür, Rat und Meinung seiner treuen Gefolgsleute zu suchen und sich mit ihnen gemeinsam an die Arbeit zu machen, um das Reich zu stärken.
Doch eines Tages kam eine neue Figur in das Leben des Königs. Mylady, eine Dame von stattlicher Größe und klarem Verstand, doch auch von unstillbarem Ehrgeiz und einem Herzen, das Misstrauen wie eine dunkle Wolke in sich trug. Die Hochzeit wurde mit großem Prunk gefeiert, und das Volk hoffte auf glückliche Tage unter der neuen Königin. Aber bald zeigte sich, dass Myladys Einfluss das Herz des Königs verhärtete.
„Die Mitarbeiter sind nicht so treu, wie du glaubst, mein Gemahl,“ sagte sie. „Wenn du nicht wachsam bist, werden sie dich hintergehen.“
Von da an begann der König, seine Untertanen mit anderen Augen zu betrachten. Er sah keine fleißigen Diener mehr, sondern potenzielle Verräter. Gerüchte von vermeintlichen Intrigen und Heimlichkeiten wurden im eingeflüstert und schon bald erließ der König neue Gesetze: Die große KI schaute den Mitarbeitern fortan über die Schulter, die nun streng überwacht wurden, und es entstanden komplizierte Kontrollen, die das Arbeiten zur Qual machten.
Und es begab sich, dass die, die einst stolz und froh waren, in den Hallen des Unternehmens — dem großen Cube — zu wirken, begannen, sich zu fürchten. Doch unter ihnen gab es eine kleine Gruppe von Mutigen, die sagten: „Wir können so nicht weiterarbeiten. Wir müssen uns zusammenschließen und gemeinsam sprechen.“ Und so gründeten sie einen Betriebsrat, um für die Rechte aller zu kämpfen.
Als der König davon erfuhr, wurde er sehr wütend. „Ein Betriebsrat! Das ist eine Rebellion! Sie planen, mir meine Macht zu nehmen!“ Mylady bestärkte ihn in seiner Wut und riet ihm, hart durchzugreifen. Es begann eine dunkle Zeit im Königreich. Viele treue Mitarbeiter wurden entlassen, und jene, die blieben, wurden in ein kaltes, graues Großraumbüro außerhalb des glänzenden Cubes verbannt.
Doch das war noch nicht das Ende. Das Misstrauen richtete sich auch gegen die Schwächsten unter ihnen, den jungen Zauberlehrlingen, die gerade erst ihre Ausbildung mit der Hoffnung auf ein erfülltes Leben in der Arbeitswelt begonnen hatten. „Sie werden sich niemals fügen,“ wurde behauptet. Und so überstieg das Maß der Verantwortungslosigkeit sogar die dunkelsten Vorahnungen, und die Lehrlinge, die noch voller Ideale gekommen waren, mussten ihre Sachen packen und den Cube für immer verlassen.
Das Unternehmen begann unter dieser Tyrannei zu leiden. Die einst produktiven Mitarbeiter wurden lethargisch und mutlos, sogar den Treuesten unter ihnen verließ die Zuversicht, und die einst stolzen Mauern des Cubes wirkten wie ein kaltes, abstoßendes Gefängnis.
Eines Tages, so erzählt man sich, stand der König allein in seinem glänzenden Thronsaal und fragte sich, warum die Räume so still geworden und warum die einst freudigen Stimmen verstummt waren. Vielleicht, so flüstern die Leute, wird einst ein neues Licht in das Reich kommen — ein Licht, das die Schatten von Misstrauen und Angst vertreiben wird. Bis dahin aber bleibt der Cube ein Mahnmal für jene, die vergessen, dass VERTRAUEN das Fundament jeder Gemeinschaft ist.
