Außen glanzvolle Fassade, innen systematischer Raubbau auf dem Rücken der Belegschaft!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Gehalt (verlässlich)
Verbesserungsvorschläge
Durch die zuvor beschriebenen Bewertungen sollte der AG schon seine eigenen Schlüsse ziehen. Hier bedarf es keinen Vorschlag mehr, der eh nicht gehört wird.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist toxisch, getrieben von chronischen Unterbesetzung und einem permanent überhöhten Pensum. Eine gesunde Vertrauensbasis existiert kaum noch, da Empathie und Respekt durch ein Klima des Misstrauens, der Überwachung und des puren funktionierens ersetzt wurden.
Image
Es grenzt an blankem Zynismus, dass sich die bei der Firma Rahm als "Zentrum für Gesundheit" präsentiert und nach außen hin mit Fürsorge wirbt. Die Realität an der Basis sieht völlig anders aus. Anspruch und Wirklichkeit driften meilenweit auseinander. Das Unternehmen feiert sein großes Wachstum, doch wer die immense Arbeit unter diesen ohnehin schon desolaten Umständen eigentlich noch machen soll, ist und bleibt ein unerklärlichen Rätsel.
Work-Life-Balance
Die Belastungsgrenze ist für die meisten Kollegen längst flächendeckend überschritten. Eine gesunde Work-life-Balance existiert unter den Bedingungen der chronischen Unterbesetzung und des permanent überhöhten Pensums nur noch auf dem Papier. Raum für dringend benötigte Regeneration bleibt im Alltag, selbst nach Feierabend, absolut nicht mehr -kein abschalten mehr möglich-.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt im System keine fairen Entwicklungschancen. Gezielt gefördert wird scheinbar nur, wer unkritisch bleibt, während erfahrene Kräfte keine nennenswerte Unterstützung oder Perspektiven erhalten.
Gehalt/Benefits
Die Verknüpfung von Leistung und beruflicher Entwicklung ist völlig unausgewogen. Wer das immense Fachwissen mitbringt und den Laden seit Jahren unter schwersten Bedingungen überhaupt am laufen hält, stagniert sowohl beim Gehalt als auch beim Aufstieg. Gefördert und finanziell belohnt werden bevorzugt unkritische JA-SAGER oder externe Neueinstellungen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Während als Gesundheitszentrum ein hoher sozialer Anspruch und gesellschaftliche Verantwortung nach außen verkauft werden, wird das soziale Bewusstsein beim Umgang mit dem eigenen Personal absolut nicht gelebt. Menschliche Zwischentöne haben in dieser rein profitorientierten Kultur offensichtlich keinen Platz mehr.
Kollegenzusammenhalt
Infolge des permanenten Drucks und des wachsenden Unmuts bricht nun auch das interne Teamgefüge völlig zusammen. Die Kollegen bekriegen sich bereits untereinander, da der Frust im System unaufhaltsam steigt. Anstatt dem entgegenzuwirken wird diese Spaltung durch die ungleiche Behandlung seitens der Führung sogar noch aktiv befeuert.
Umgang mit älteren Kollegen
Das über Jahre aufgebaute Fachwissen und die Loyalität der älteren Stammbelegschaft werden systematisch entwertet und menschlich eiskalt links liegen gelassen. Man wird als erfahrener Mitarbeiter im System schlichtweg nicht mehr gesehen und in seine Bedeutung für das Unternehmen völliger ignoriert.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungsebene agiert rein zahlengetrieben, empathielos und völlig abgehoben von der Realität an der Basis. Erschwerend kommt hinzu, dass bestimmte Vorgesetzte unbeachtet der extremen Überlastungssituation fortlaufend zusätzliche Aufträge und Sonderaufgaben annehmen. Dieses vorgehen lässt bei den Mitarbeitern den naheliegenden Verdacht aufkommen, dass hier möglicherweise ein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis und ein gewisser Profilierungszwang auf dem Rücken der ohnehin am Limit laufenden Belegschaft ausgelebt werden. Wenn man als erfahrener Kollege dennoch auf unhaltbar Zustände hinweist, bekommt man oft den Satz zu hören "Es steht jedem frei zu gehen". Bei dieser Ignoranz braucht sich die Führungsebene am Ende wirklich nicht zu wundern, dass immer mehr qualifizierte Kräfte die Reissleine ziehen und kündigen. Das auch neue Kollegen aus Angst vor personellen Konsequenzen schweigen, ist verständlich, da die Befürchtung regiert, bei der kleinsten Kritik direkt wieder entfernt zu werden.
Arbeitsbedingungen
Da mittlerweile alles nur noch an nackten Zahlen festgemacht wird und jeder Mitarbeiter nur noch rein prozentual bewertet wird, fühlt man sich im System nur noch wie eine austauschbare Nummer. Die Bedingungen führen zu einer sinkenden Servicequalität, deren resultierenden Kundenunmut wiederum die Mitarbeiter, auf den "kleinen Sesseln" im direkten Kundenkontakt täglich unverschuldet ausbaden müssen. Eine echte Arbeitnehmervertretung durch einen Betriebsrat ist im Unternehmen nicht erwünscht stattdessen wird auf zahme Vertrauenspersonen ohne echten Einfluss oder rechtliche Handhabe verwiesen. Besonders perfide zeigt sich das System beim Thema Gesundheit. Wer durch die chronische Überbelastung und den permanenten Raubbau tatsächlich krank wird, erntet kein Mitgefühl sondern bürokratischen Druck. Das Management verschickt offizielle Informationensschreiben, die die Fehlzeiten auflisten - verpackt als vermeintlichen Gesprächsangebot. Im ohnehin stressigen Alltag wirkt das wie subtile psychische Einschüchterung. Die Führungsebene sollte endlich einsehen, dass dies die eigene hausgemachte Quittung für ihre eigene verfehlte Personalpolitik sind.
Kommunikation
Die interne Kommunikationsprozesse sind ein Desaster und scheitern an fast allen Fronten. Ein transparenter Informationsfluss existiert nicht, stattdessen regieren unklare Vorgaben und und neue Aufgaben von oben herab. Neue Konzepte und Arbeitsstrukturen werden arrogant über die Köpfe der Belegschaft hinweg beschlossen, ohne jemals die Expertise der Basis einzuholen. Scheitern diese Fehlplanungen im Alltag - was die Regel ist -, wird die Last der Fehlerbehebung eiskalt auf die Angestellten abgewählt.
Gleichberechtigung
Eine faire Gleichberechtigung aller Angestellten existiert nicht. Es findet eine selektive Förderung bestimmter Gruppen statt, während Mitarbeiter, die ehrlich und direkt sind oder Missstände offen ansprechen, im System schnell als "zu unbequem" abgetan und ausgegrenzt werden. Blindes Kopfnicken hingegen wird klar bevorzugt.
Interessante Aufgaben
Die eigentliche Kernarbeit am Kunden und das Handwerk im Gesundheitsbereich bieten ein hohes Potenzial und könnten sehr erfüllen sein. Allerdings wird jegliche Freude an den Aufgaben durch die desolaten strukturellen Rahmenbedingungen und dem enormen Zeitdruck im Keim erstickt.
