Unprofessionelle Führung und persönliche Eitelkeiten endeten in einer Entlassung pünktlich zum Weihnachtsfest.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Tolle technische Ausstattung, man wird herzlich Willkommen geheißen (mit Blumenstrauß), es gibt einen strukturierten Einarbeitungsplan, tolle Kantine mit wirklich gutem Essen und Parkmöglichkeiten auf dem Gelände.
Verbesserungsvorschläge
Austausch der Führungskräfte oder komplett neues Konzept!
So rennen nur die Mitarbeiter weg.
Arbeitsatmosphäre
Die direkten Kolleginnen und Kollegen waren wirklich top und haben ein angenehmes Miteinander ermöglicht. Leider zeigt die Führungsebene ein anderes Bild: Kritik oder Verbesserungsvorschläge werden konsequent abgeblockt, anstatt konstruktiv angenommen zu werden. Förderung findet praktisch nicht statt – stattdessen wird vor allem gefordert und nach unten durchgetreten.
Work-Life-Balance
Leider wenig bis gar nicht gegeben.
30+ Überstunden sind hier normalwert und es wird verlangt nach der Spätschicht (inkl. unbezahlter Bereitschaft), welche bis 18 Uhr geht, dann noch am Abend an Meetings bis 21 Uhr mitzuwirken.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Bei so viel Papier wie hier bedruckt wird, kann man nicht von Umweltbewusstein sprechen.
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklung ist praktisch nicht vorhanden. Trotz hervorragender Qualifikationen wurde ein Kollege nicht als neuer Teamleiter berücksichtigt, stattdessen entschied man sich für eine fachlich deutlich weniger qualifizierte Person ohne Führungserfahrung. Weiterbildungen wurden ebenfalls nicht gefördert und spielten im Unternehmen kaum eine Rolle.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den direkten Kolleginnen und Kollegen war herausragend – definitiv das Beste an diesem Job. Ich wünsche ihnen weiterhin alles Gute und viel Stärke im Umgang mit der Führungsebene.
Vorgesetztenverhalten
Sätze wie "Nein das Diskutieren wir nicht, ich bin der Chef und Entscheide das" oder "Nein das haben wir schon immer so gemacht" sind leider an der Tagesordnung.
"Das klären wir nächste Woche" oder "Darüber werden wir noch sprechen" fallen auch regelmäßig - Passieren tut rein gar nichts.
Auch die persönliche oder fachliche Weiterentwicklung wird 0,0 gefördert.
Es wird ausschließlich Leistung verlangt.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung ist auf dem neuesten Stand, zudem gibt es kostenlose warme Getränke und eine Kantine mit sehr gutem Essen zu fairen Preisen. Einziger Kritikpunkt: Es gibt keine zu öffnenden Fenster, sodass vollständig auf die Lüftungsanlage gesetzt wird.
Kommunikation
Keine Kommunikation. Im Gegenteil, es wird einem frech ins Gesicht gelogen.
Im Probezeitzwischengespräch noch alles Top und voller Lob (Schriftlich Dokumentiert!).
Einen Monat danach ein weiteres Gespräch voller Kritik und Vorwürfe, sowie die Aufforderung zu Überstunden und ständiger Erreichbarkeit.
Ein weiterer Gesprächstermin wurde vereinbart – nur um wenige Tage später die Kündigung mit der Begründung „Es passt nicht“ zu erhalten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war fair, allerdings gibt es keine zusätzlichen Sozialleistungen wie Zuschüsse oder Altersvorsorge. Klassische Benefits wie Obstkörbe oder ein JobBike sind vorhanden.
Interessante Aufgaben
Es gibt durchaus spannende Projekte, diese werden jedoch durch fachfremde Aufgaben stark eingeschränkt. So werden beispielsweise in einer morgendlichen Routine der IT Tätigkeiten wie der Rechnungslauf vom Vortag erledigt. Die offizielle Trennung zwischen IT-Services und IT-Applications existiert mehr auf dem Papier als in der Praxis. Zusätzlich greift eine übergeordnete IT regelmäßig in die lokale IT-Umgebung ein, was wiederholt zu Problemen führt.

