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RAMPF-Gruppe
Bewertung

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Eindrücke und Erfahrungen in der Firma RAMPF

2,0
Nicht empfohlen
Hat bis 2024 im Bereich Produktion bei RAMPF Advanced Polymers GmbH & Co. KG in Grafenberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es gibt einige positive Aspekte im Unternehmen, die das Arbeitsumfeld angenehmer gestalten. Der kostenlose Kaffee ist definitiv ein Vorteil, ebenso wie die gut ausgestattete Mensa, die zwar allen zugänglich ist, aber aufgrund der Arbeitszeiten eher von den Büroangestellten genutzt wird. Für Snacks und Getränke stehen Automaten zur Verfügung, was eine praktische Möglichkeit bietet. Die Arbeitskleidung kann extern gewaschen werden, was eine angenehme Entlastung ist. Zudem gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten, und die ruhige Lage trägt zu einem stressfreieren Arbeitsumfeld bei. Auch die gute Anbindung mit dem Auto erleichtert die tägliche Anfahrt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass viele der hier beschriebenen negativen Aspekte das Arbeitsumfeld stark beeinflussen. Es ist bedauerlich, dass trotz der internen Möglichkeiten zur Verbesserung die hier genannten Probleme weiterhin bestehen.

Die Personalabteilung (HR) arbeitet leider voreingenommen und ineffizient und scheint den Ablauf absichtlich zu stören. Einfache Anfragen werden unnötig verzögert und wichtige Dokumente, wie Verträge, sind schwer zu erhalten. Das Hinauszögern von Antworten, besonders vor den Betriebsferien, lässt darauf schließen, dass die Anliegen der Mitarbeiter nicht ernst genommen oder bewusst behindert werden.

Auch entsteht der Eindruck, dass nicht alle Bewertungen ein vollständiges Bild der Realität widerspiegeln.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen bietet mehrere Verbesserungspotenziale, vor allem im Bereich der Führungsebene. Eine wichtigere Rolle der Führungskräfte als Vorbilder ist dringend erforderlich. Statt autoritärer Ansätze sollten sie mehr Empathie und Verständnis für die Belange der Mitarbeiter aufbringen und aktiv die Kommunikation fördern. Transparente Entscheidungsprozesse und eine gerechte Gehaltsstruktur könnten das Vertrauen stärken. Führungskräfte sollten sich weniger auf ihre eigene Position konzentrieren und mehr auf die Förderung und Unterstützung ihrer Teams. Außerdem wären klarere Aufstiegschancen und eine echte Förderung der Mitarbeiterentwicklung in der Produktion notwendig, um das langfristige Engagement der Belegschaft zu sichern

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war konstant angespannt und von einem spürbaren Druck geprägt. Es wurde oft von einer "positiven Unternehmungskultur" gesprochen, die jedoch in der Realität nicht vorhanden ist.. Stattdessen gibt es immer wieder innere Spannungen, die vor allem zwischen den weniger professionellen Schichtleitern und Produktionsführern und den Mitarbeitern selbst zu spüren sind. Diese Unruhen führen zu einem toxischen Arbeitsumfeld in dem Kommunikation und Zusammenarbeit kaum möglich sind.

Anstatt ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu fördern, fühlte sich das Arbeitsklima eher wie ein ständiger Wettkampf an, in dem jeder für sich selbst kämpfen musste.

Kommunikation

Die Kommunikation mit einigen Kollegen war durchaus angenehm und konstruktiv, jedoch war das leider nicht die Regel. Besonders auffällig war die Kommunikation mit den Schicht- und Produktionsführern, die durchgehend von einer klaren Rangordnung geprägt ist und in den meisten Fällen miserabel verlief. Ernstgemeinte Fragen oder Anliegen wurden oft mit frechen und abwertenden Antworten abgetan oder auf Mitarbeiter abgewelzt. Statt auf eine sachliche Klärung einzugehen, wurde man immer als der Dumme verkauft, öfters mit einem gewissen Ton "angeredet" und nachdem "Gespräch", hinter dem Rücken schlecht über einen gesprochen.
Es ist auffallend, dass man in keinerlei Hinsicht ernst genommen wurde, sei es in beruflichen Belangen oder auch bei persönlichen Anliegen. Diese respektlose Art der Kommunikation befeuert erheblich das Gefühl der Entwertung.

Kollegenzusammenhalt

Mein persönlicher Eindruck vom Kollegenzusammenhalt war größtenteils positiv. Solange man sich nicht völlig ungeschickt anstellt, kann man aufjedenfall auf nette und hilfsbereite Kollegen zählen. In meinem Fall wurde mir immer tatkräftig geholfen, und es wurden mir viele nützliche Tipps und Tricks aus der Praxis mit auf den Weg gegeben. Allerdings muss ich auch betonen, dass nur eine Handvoll Kollegen wirklich vertrauenswürdig waren. Man sollte Nettigkeit keinesfalls mit echter Hilfsbereitschaft oder Loyalität verwechseln, gerade in einer Umgebung, in der nicht jeder seine wahren Absichten offen zeigt oder zeigen kann.

Work-Life-Balance

Weder besonders herausragend noch völlig unzureichend. Es gab keine außergewöhnlichen Vorteile, aber auch keine gravierenden Einschränkungen. Man konnte seine Freizeit weitgehend nach eigenen Bedürfnissen gestalten. Insgesamt war sie eher im Durchschnitt und bot keine nennenswerten Highlights, aber auch keine großen Frustrationen.
Allerdings muss ich auch erwähnen, dass durch den ständigen Arbeitermangel und die hohe Auftragslage häufig mit zusätzlichen Überstunden und Samstagsarbeit zu rechnen war. Dies hat die Work-Life-Balance deutlich beeinflusst und sorgte in stressigen Zeiten für weniger Freiraum außerhalb der Arbeit.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten ist insgesamt sehr enttäuschend und trägt maßgeblich zu den inneren Spannungen im Unternehmen bei. Statt als Führungskräfte aufzutreten, die mit gutem Beispiel vorangehen und das Team aktiv unterstützen, verhalten sich viele von ihnen eher wie autoritäre Instanzen, die vor allem darauf bedacht sind, ihre eigene Position zu wahren. Oft hatte ich den Eindruck, dass die Führungskräfte ihre Zeit vor allem mit wenig produktiven Tätigkeiten verbrachten, während die anderen Mitarbeiter unter ständigem Druck gesetzt wurden und standen. Fragen oder Anregungen von den Mitarbeitern wurden häufig mit frechen Antworten abgewiesen und konstruktive Kritik wurde als persönlicher Angriff wahrgenommen.
Es war auch deutlich zu spüren, dass bei ihnen Sympathie oft vor Leistung stand, wer gut mit den Vorgesetzten kann, hat es leichter, unabhängig von der tatsächlichen Arbeitsleistung.
Diese Ungleichbehandlung und der fehlende Fokus auf auf das Wesentliche trugen zu einer angespannten Atmosphäre bei, die das Arbeitsumfeld zusätzlich vergiftete.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben, die mir übertragen wurden, waren mit jedem Fall interessant und sorgten für eine gewisse Abwechslung im Arbeitsalltag. Es gab immer wieder neue Herausforderungen, die es ermöglichten, sich in unterschiedlichen Bereichen auszuprobieren und neue Fähigkeiten zu entwickeln. Obwohl einige Aufgaben durchaus fordernd waren, trugen sie dazu bei, dass der Arbeitsalltag nicht eintönig wurde und es stets etwas Neues zu lernen gab. Diese Vielfalt war sicherlich ein positiver Aspekt der Arbeit, auch wenn die Rahmenbedingungen wenig motivierend waren.

Gleichberechtigung

In der Produktion ist die Gleichberechtigung leider kaum spürbar. Die Behandlung der Mitarbeiter scheint oft von persönlichen Sympathien abzuhängen, was zu einer wahrgenommenen Ungleichbehandlung führt. Besonders auffällig war, dass neue Mitarbeiter, obwohl sie teils weniger leisten, häufig als "gut" bewertet wurden, während langjährige Mitarbeiter, die mehr Aufwand zeigten, indirekt als weniger leistungsfähig abgestempelt wurden.

Umgang mit älteren Kollegen

Leider kann ich aus persönlicher Sicht nicht viel dazu sagen, es fällt aber auf dass von älteren Kollegen die gleiche Leistung wie von jüngeren erwartet wird.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind leider nicht optimal. Viele Arbeitsgeräte sind veraltet, häufig kaputt oder fehlerhaft, was die Arbeit zusätzlich erschwert und die Effizienz beeinträchtigt. Auch die ungenügende WLAN-Anbindung stellt ein Problem dar, vor allem, wenn ständig mit Scannern gearbeitet wird, die auf eine stabile Verbindung angewiesen sind. Diese technischen Mängel tragen dazu bei, dass der Arbeitsalltag noch stressiger wird und Mitarbeiter unnötig Zeit mit der Behebung von Problemen verschwenden müssen. Vorallen bei höheren Arbeitsaufkommen nicht vom Vorteil.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Sozialbewusstsein im Unternehmen zeigte grundsätzlich positive Ansätze, wie etwa das Recycling von Materialien und die Bemühungen um nachhaltigere Arbeitsprozesse. Es gibt jedoch noch Bereiche, in denen die Umsetzung von umweltfreundlichen Praktiken weiter ausgebaut werden könnte.

Z.b. ein gesondertes Behältniss für das Abwasser der Reinigungsmaschine.

Gehalt/Benefits

Die Sozialleistungen im Unternehmen sind insgesamt gut und in vielen anderen Firmen nicht selbstverständlich.

Beim Gehalt zeigen sich deutliche Schwächen. Die Löhne für reguläre Mitarbeiter bleiben auffallend niedrig und selbst ausgebildete Fachkräfte erhalten oft kaum mehr als das firmeninterne Minimum. Langjährige Mitarbeiter scheinen in einem starren Lohnsystem gefangen zu sein, wodurch echte Wertschätzung für Erfahrung und Engagement fehlt. Gehaltserhöhungen und Anpassungen wirken nicht immer leistungsbezogen, sondern scheinen vielmehr von anderen, intransparenten Faktoren abzuhängen.

Image

Nach außen präsentiert sich das Unternehmen mit einem positiven und fortschrittlichen Image. Intern gibt es jedoch Strukturen, die das Arbeitsklima belasten können. In manchen Bereichen scheint die persönliche Beziehung eine größere Rolle zu spielen als objektive Kriterien. Besonders langjährige Mitarbeiter und ausgebildete Fachkräfte nehmen die internen Entscheidungsprozesse als wenig transparent wahr. Solche Faktoren stehen im Widerspruch zum äußeren Bild des Unternehmens.

Karriere/Weiterbildung

Das Unternehmen bietet zwar Ausbildungen, interne Schulungen und gewisse Aufstiegsmöglichkeiten, in der Produktion jedoch sind echte Karrierechancen leider nur schwer erreichbar. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind begrenzt, und oft entsteht der Eindruck, dass individuelle Ziele und Interessen hinter den betrieblichen Anforderungen zurückstehen. Beruflicher Fortschritt erfordert hier nicht nur Einsatz, sondern auch das Überwinden hoher Hürden, was langfristig belastend und zermürbend sein kann.

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