meine Erfahrungen mit Rapidobject (inzwischen gekürzt, da anwaltlich gefordert)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Räumlichkeiten, die Kollegen, das Potential.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Beratungsresistenz und veraltete Ansichten.
Teilweise großes Unwissen über Unternehmensstruktur.
Leider gehen die falschen Mitarbeiter und die, die gehen sollten sind die, die sich seit Jahren an der Gunst und Unwissenheit der Geschäftsführung bereichern.
Verbesserungsvorschläge
Nicht immer nur das machen, was einem gerade spontan in den Sinn kommt oder zufliegt.
Man braucht keine neuen Clips für Vasen oder 3D-gedrucktes Besteck. Die Firma braucht Struktur und Ordnung. Sie braucht Personal, das Verantwortung übernimmt. Aber vor allem eine Geschäftsführung, die das auch zulässt, die Verantwortung abgibt.
Das heißt man braucht jemanden, der für die IT zuständig ist, und zwar nur dafür.
Jemanden, der sich um das Marketing kümmert, und nur darum.
Eine Bestandskundenbetreuung/Vertrieb, die die wichtigsten Kunden kennt und diese entwickelt.
Eine Verkaufsberatung (bzw. Auftragssteuerung), die auch nur das macht.
Sowie einen Leiter der Auftragssteuerung, der nicht denkt, er mache Vertrieb (Auftragssteuerung = Anfrage, Angebot, Auftrag, Auslieferung | Vertrieb ist dem vorgelagert und übergeordnet) und auch sonst nicht noch 10 andere Positionen begleitet.
Eine Personalleitung, die den Fokus auf dem Unternehmen und den Mitarbeitern hat.
Und eine Geschäftsführung, die sich eingesteht, nicht alles selbst machen zu können und nicht alles besser zu wissen. Die zudem nicht nur auf das hört, was eine Person sagt, sondern der die Meinung aller Mitarbeiter wichtig ist.
Wir leben in einer schnelllebigen Zeit mit viel Veränderung. Um dort schritthalten zu können reicht es nicht, nur sein Geräte-Quartett im Untergeschoss immer weiter aufzustocken oder die Räumlichkeiten besonders hübsch zu machen. Man muss die ganze Firma in ihrem Kern und auch sich selbst verändern wollen. Wenn man sich selbst nicht verändern will und keine Kraft mehr hat, die Firma zu verändern, dann muss das jemand anderes übernehmen.
Karriere/Weiterbildung
Die Perspektive ist: Mehr Aufgaben, mehr Verantwortung, mehr Leistung... gleiches Gehalt.
Entwickelt sich deine Abteilung super und du warst proaktiv? Ja? Findet die Geschäftsführung das gut? Ja? Hast du das alles dokumentiert? Ja? Interessiert es jemanden, dich dafür angemessen zu bezahlen? Nein!
Gehalt/Benefits
Gehaltserhöhung, Prämien, Bonus? Gibt's nur für einen Mitarbeiter, und davon reichlich. Die anderen schauen in die Röhre...
Vorgesetztenverhalten
Der Prokurist hat gekündigt? Dann übernimmt die Verantwortung jetzt die Geschäftsführerin!
Es gibt keinen Ansprechpartner mehr für die IT? Das übernimmt die Geschäftsführerin!
Der Vertrieb wurde eingestampft? Dann macht auch das jetzt die Geschäftsführerin!
Anstatt endlich mal Struktur und Ordnung in die Firma zu bekommen, ein Organigramm zu etablieren, dass nicht nur einen groben Überblick bietet, sondern tatsächlich Zuständigkeiten definiert >>und einschränkt<<, werden Aufgaben wild verteilt.
Das befähigt einige Mitarbeiter dazu, sich ihre Aufgaben wie Rosinen rauszupicken, unliebsame Aufgaben abzuwälzen oder einfach vom Tisch fallen zu lassen und andere dafür verantwortlich zu machen. Solange man der Geschäftsführung Honig um den Mund schmieren kann, läuft das so weiter.
Problem: Genau diese Mitarbeiter schaden dem Unternehmen.
