Eine vernachlässigte Tochtergesellschaft die nicht dem Ravensburger Image entspricht.
Arbeitsatmosphäre
Ich empfand es als sehr angespannt und es herrscht große Unzufriedenheit. Es kam mehrmals vor, dass Kollegen weinten und über Kündigungen gesprochen wurden. Es wurde sich eigentlich täglich beschwert, geärgert und es war sehr oft schlechte Stimmung die sich auf das ganze Team / Unternehmen überträgt.
Image
Das Image von Ravensburger ist gut, aber für diese Tochtergesellschaft trifft es absolut nicht zu. Es sind wie zwei unterschiedliche Firmen. In der AG sind die Arbeitsbedingungen um Welten besser und das Image ist dort auch gerechtfertigt.
Work-Life-Balance
Mein Eindruck war, dass eine sehr hohe Arbeitsbelastung für alle Mitarbeiter herrscht. Es wurde auch von allen Seiten bemängelt und an die Vorgesetzten herangetragen, aber es änderte sich gar nichts. Offene Kommunikation, wenn die Arbeitsbelastung zu hoch war, wurde wenig ernst genommen. Überstunden werden erwartet bzw. die Hauptsache war, dass alles möglich gemacht wird - egal wie lange man dafür da sein muss oder wie viel Arbeitsbelastung man bereits hatte. Die Mitarbeiter hier leisten extrem viele Überstunden und die Wertschätzung dafür lässt wirklich zu wünschen übrig.
Gehalt/Benefits
Ws gibt deutliche Unterschiede im Gehalt und den Benefits zu den Kollegen der AG was ich als sehr unfair ansehe.
Kollegenzusammenhalt
Teilweise gut, aber das hängt nur an einzelnen Personen. Ich empfand es eher so, dass jeder vor allem darauf Bedacht ist, dass sein Bereich läuft und wie es bei den anderen läuft ist ihnen erstmal egal. Es wurde extrem viel gelästert innerhalb des Teams und lies mich oftmals unwohl fühlen.
Vorgesetztenverhalten
Einzelne Vorgesetzte waren wirklich nett, solange keine Stress herrschte - ansonsten wurde der Ton um einiges schärfer. Das Top-Management geht meiner Meinung nach mit den Mitarbeitern sehr respektlos um. Es geht darum Zahlen zu erreichen - egal mit welchen Mitteln und definitiv auf Kosten der Mitarbeiter. Der Umgangston war teilweise sehr rau und respektlos. Es wurde auch sehr viel kontrolliert und man hatte oft das Gefühl unter Beobachtung zu stehen. Es wird m.M.n. eher ein hierachischer Führungsstil ausgelegt. Das führte eher dazu, dass man sich teilweise gar nicht traute mit Fragen oder Problemen auf die Vorgesetzten zuzugehen.
Arbeitsbedingungen
Sehr kleine enge Büros und dadurch oft auch sehr laut.
Kommunikation
Die Kommunikation war meistens sehr ad hoc. Es wurde etwas im kleinen Kreis besprochen und festgelegt und erst kurz vor knapp wurden die Personen informiert, die die Projekte umsetzen sollten. Das führte meistens zu Stress und man musste immer improvisieren um alles zum gewünschten Zeitpunkt fertig zu haben. Manche Vorgesetzte waren wirklich bemüht die Kommunikation zu verbessern aber es fehlt generell an einer transparenten Kommunikation in diesem Unternehmen. Oft hatte man auch den Eindruck, dass Vorgesetzte gar nicht informieren wollen, damit keine Einsprüche erhoben werden können aufgrund zusätzlicher Arbeitsbelastung.
Interessante Aufgaben
Insgesamt sehr abwechslungsreich und interessant. Es fehlt aber an Struktur und Zuständigkeit. Außerdem mussten oft auch zeitaufwendige Aufgaben sehr ad hoc erledigt werden und kamen on top zu den eigentlichen Aufgaben. Gerne auch nochmal überdenken welche Aufgaben wirklich Wertschöpfung bringen....

