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Bewertung

Mehrfachbewertung

Branchenfremde Papiertiger führen zu Ende einer Liebeshochzeit und noch mehr Maloche. Erfolg für oben, Verluste für alle

1,8
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Design / Gestaltung bei Ray Sono GmbH in München gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Einige ehemalige Führungsfiguren. Leider haben die aber das Boot verlassen, als die ersten Stöpsel gezogen wurden und wir auf das schnittige Segelboot in voller Fahrt ein 8-stöckiges Vergnügungsviertel mit Pools montieren wollten, um schneller zu werden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass es nicht mehr so ist wie früher.

Verbesserungsvorschläge

Fragt Eure Leute, die wissen eigentlich ganz gut, was sie tun und was nötig ist. Weniger Strategie, wieder mehr Projekte. Kunden werden damit sehr gut beraten, nur bei sich selbst macht man's nicht. Wenn die oberen Excelakrobatinnen (kein *) wieder mehr mit anpacken würden, würde es auch wieder laufen. Nur mit Nachkomma-Optimierung kommt man nicht raus.
Alte Elfenbeinplanungen von superschlauen branchenfremden Karrieretigern oder eingekauften Status-Quo-Verwaltern finden zum Glück wieder weniger statt. Wieder mehr mit der Realität rechnen, weniger mit rosaroten Welteroberungen oder nicht-vorhandenen Vertriebserfolgen. Nachdem die einfachen Köchinnen ausgedünnt wurden, kann man sich ja selbst auch in Frage stellen, dann wird das Bild langsam runder.

Arbeitsatmosphäre

Druck, Druck, Druck.

Image

Uns kennt keiner so wirklich da draußen. Aus dem Elite-Beratungshaus, das die alten gescheiterten Papiertiger(kein *innen!) anpeilten, ist nichts geworden. Irgendwie hat die Welt auf kein neues McKinsey gewartet, das niemand kennt. Das konnte doch keine/r ahnen. Unseren USP "wir setzen auch alles um, was wir empfehlen" hat man dafür eingestampft. Cleverer Schachzug: jetzt kaufen wir eben extern zu, das verringert die Margen, dann muss man*innen in der Buchhaltung weniger rechnen. Wieder was gespart.

Work-Life-Balance

Zu wenig zu tun, daher ganz nett! Andere rödeln sich den Designerhintern ab. Wohl a bissal zu unausgewuchtet hinauskomplimentiert. Mir soll es Recht sein. Aktuell sollte man eher im Wasserkopf arbeiten, da hat man seine Ruhe.

Karriere/Weiterbildung

Selbst ist die Frau.

Gehalt/Benefits

Als Schmerzensgeld mir zu wenig auf Dauer.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Früher gab es dazu Leitlinien und die älteren Verantwortlichen haben sich darum gekümmert. Heute gibt's andere Prios.

Kollegenzusammenhalt

War schon mal besser. Karrieregeile Neuzugänge im unteren Management verhindern leider aktiv die eigentlich rechtlich abgesicherte Mitbestimmung und sorgen damit dafür, dass andere ihre verbrieften Rechte nicht wahrnehmen können. Nach dem Motto: betrifft mich aktuell nicht, dann brauchen das andere gefälligst auch nicht! Das erreicht man gut mit Spaltung. Sollte man mal beim Kinder- / Frauen- oder Tierschutz so handhaben. Eine Minderheit quatscht der anderen Minderheit das eigene Recht ab. Kann man nur hoffen, dass der Blitz nicht zeitnah bei einem selbst einschlägt!

Umgang mit älteren Kollegen

Scheint leider nicht so gut. Viele ältere wurden gezielt hinauskomplimentiert. Von angesammeltem Wissen hält man wohl nicht viel. Wie wir manchen Kunden noch bedienen sollen: keine Ahnung. Kaufen wir wieder zu und betteln um externe Unterstützung und Referenzen.

Vorgesetztenverhalten

Früher gab's gar keine sinnvollen Infos mehr, nur "alles wird gut". Heute wird immerhin auch offiziell nach unten getreten.

Arbeitsbedingungen

Großraumwelt: laut und unpersönlich. Jede/r bekommt alles ringsum mit, wenn alle im Büro sind. Mal so mal so. Aber leider immer irgendwie schlecht. Von alten Umbauten weiß man heute nix mehr.

Kommunikation

Inzwischen ein bisschen besser, weil immerhin mit Infos. Leider aber dieselbe Leier: Druck, Druck, Druck.

Gleichberechtigung

Weit und breit nix zu bemängeln. Die geförderten Minderheiten treten alle anderen genauso wie jede andere Minderheit es machen würde.

Interessante Aufgaben

Projekte und Kundennamen sind namhaft und haben einen lang bei Laune gehalten.

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Arbeitgeber-Kommentar

Andreas Koller, Geschäftsführer, Im Namen der Geschäftsführung
Andreas Koller, GeschäftsführerIm Namen der Geschäftsführung

Beantwortet von Christof Innig, Geschäftsführer


Liebe*r Ray,

Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Deine Sicht auf Ray Sono ausführlich zu teilen.
Deine Bewertung zeigt, dass Du die Veränderungen der vergangenen Zeit sehr kritisch erlebst und vieles vermisst, was Ray Sono für Dich einmal ausgemacht hat.

Einige der Themen, die Du ansprichst, etwa Führung, Kommunikation oder den wahrgenommenen Druck im Arbeitsalltag, nehmen wir ernst. Gerade in einer Phase, in der sich vieles verändert, sind Transparenz, nachvollziehbare Entscheidungen und Verantwortung für uns besonders wichtig.

Ray Sono entwickelt sich weiter - in Struktur, Zusammenarbeit und Ausrichtung. Das bedeutet auch, Gewohntes zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Nicht jede Entscheidung und Veränderung wird dabei von allen gleichermaßen positiv erlebt. Das gehört dazu.

Umso wichtiger sind uns ein respektvoller Umgang miteinander und Klarheit in der Kommunikation. Auch kritische Rückmeldungen gehören dazu.

Christof

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.