Branchenfremde Papiertiger führen zu Ende einer Liebeshochzeit und noch mehr Maloche. Erfolg für oben, Verluste für alle
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige ehemalige Führungsfiguren. Leider haben die aber das Boot verlassen, als die ersten Stöpsel gezogen wurden und wir auf das schnittige Segelboot in voller Fahrt ein 8-stöckiges Vergnügungsviertel mit Pools montieren wollten, um schneller zu werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass es nicht mehr so ist wie früher.
Verbesserungsvorschläge
Fragt Eure Leute, die wissen eigentlich ganz gut, was sie tun und was nötig ist. Weniger Strategie, wieder mehr Projekte. Kunden werden damit sehr gut beraten, nur bei sich selbst macht man's nicht. Wenn die oberen Excelakrobatinnen (kein *) wieder mehr mit anpacken würden, würde es auch wieder laufen. Nur mit Nachkomma-Optimierung kommt man nicht raus.
Alte Elfenbeinplanungen von superschlauen branchenfremden Karrieretigern oder eingekauften Status-Quo-Verwaltern finden zum Glück wieder weniger statt. Wieder mehr mit der Realität rechnen, weniger mit rosaroten Welteroberungen oder nicht-vorhandenen Vertriebserfolgen. Nachdem die einfachen Köchinnen ausgedünnt wurden, kann man sich ja selbst auch in Frage stellen, dann wird das Bild langsam runder.
Arbeitsatmosphäre
Druck, Druck, Druck.
Image
Uns kennt keiner so wirklich da draußen. Aus dem Elite-Beratungshaus, das die alten gescheiterten Papiertiger(kein *innen!) anpeilten, ist nichts geworden. Irgendwie hat die Welt auf kein neues McKinsey gewartet, das niemand kennt. Das konnte doch keine/r ahnen. Unseren USP "wir setzen auch alles um, was wir empfehlen" hat man dafür eingestampft. Cleverer Schachzug: jetzt kaufen wir eben extern zu, das verringert die Margen, dann muss man*innen in der Buchhaltung weniger rechnen. Wieder was gespart.
Work-Life-Balance
Zu wenig zu tun, daher ganz nett! Andere rödeln sich den Designerhintern ab. Wohl a bissal zu unausgewuchtet hinauskomplimentiert. Mir soll es Recht sein. Aktuell sollte man eher im Wasserkopf arbeiten, da hat man seine Ruhe.
Karriere/Weiterbildung
Selbst ist die Frau.
Gehalt/Benefits
Als Schmerzensgeld mir zu wenig auf Dauer.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Früher gab es dazu Leitlinien und die älteren Verantwortlichen haben sich darum gekümmert. Heute gibt's andere Prios.
Kollegenzusammenhalt
War schon mal besser. Karrieregeile Neuzugänge im unteren Management verhindern leider aktiv die eigentlich rechtlich abgesicherte Mitbestimmung und sorgen damit dafür, dass andere ihre verbrieften Rechte nicht wahrnehmen können. Nach dem Motto: betrifft mich aktuell nicht, dann brauchen das andere gefälligst auch nicht! Das erreicht man gut mit Spaltung. Sollte man mal beim Kinder- / Frauen- oder Tierschutz so handhaben. Eine Minderheit quatscht der anderen Minderheit das eigene Recht ab. Kann man nur hoffen, dass der Blitz nicht zeitnah bei einem selbst einschlägt!
Umgang mit älteren Kollegen
Scheint leider nicht so gut. Viele ältere wurden gezielt hinauskomplimentiert. Von angesammeltem Wissen hält man wohl nicht viel. Wie wir manchen Kunden noch bedienen sollen: keine Ahnung. Kaufen wir wieder zu und betteln um externe Unterstützung und Referenzen.
Vorgesetztenverhalten
Früher gab's gar keine sinnvollen Infos mehr, nur "alles wird gut". Heute wird immerhin auch offiziell nach unten getreten.
Arbeitsbedingungen
Großraumwelt: laut und unpersönlich. Jede/r bekommt alles ringsum mit, wenn alle im Büro sind. Mal so mal so. Aber leider immer irgendwie schlecht. Von alten Umbauten weiß man heute nix mehr.
Kommunikation
Inzwischen ein bisschen besser, weil immerhin mit Infos. Leider aber dieselbe Leier: Druck, Druck, Druck.
Gleichberechtigung
Weit und breit nix zu bemängeln. Die geförderten Minderheiten treten alle anderen genauso wie jede andere Minderheit es machen würde.
Interessante Aufgaben
Projekte und Kundennamen sind namhaft und haben einen lang bei Laune gehalten.


