Sehr Negative Stimmung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Vor 3 Jahren war noch alles gut.
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte zu wählen, die ihre Teams wirklich unterstützen und fördern. Zielorientierung sollte nicht nur an Zahlen gemessen werden, sondern auch daran, wie Mitarbeitende wertgeschätzt und in ihrer Arbeit begleitet werden.
Ein stärkerer Fokus auf nachhaltige Mitarbeiterführung und Unterstützung könnte Motivation, Engagement und Arbeitsklima deutlich verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Aktuell ist die Situation bei uns sehr herausfordernd. Der Fokus liegt stark auf dem Kundenstamm, obwohl unser Gehaltsmodell umsatzbasiert ist. Gleichzeitig wird erwartet, dass ein Kundenstamm von über 110 % erreicht wird, bevor man wieder regulär am Umsatz arbeiten kann.
Das sorgt verständlicherweise für zusätzlichen Druck und macht es schwierig, die eigenen Umsatzziele zu erreichen.
Kommunikation
Ein offener Austausch scheint aktuell kaum möglich zu sein. Rückmeldungen werden aus unserer Sicht nur begrenzt berücksichtigt, während sehr ambitionierte Ziele der Geschäftsführung konsequent weiterverfolgt werden.
Das führt zu Frustration, da viele diese Ziele als schwer realistisch einschätzen.
Kollegenzusammenhalt
Auch der Kollegenzusammenhalt leidet derzeit spürbar. Statt offener Kommunikation entstehen Missverständnisse und Gerüchte. Teilweise entsteht der Eindruck von fehlender gegenseitiger Unterstützung oder Wertschätzung.
Das wirkt sich negativ auf das Arbeitsklima und das Vertrauen im Team aus.
Work-Life-Balance
Auch das Thema Work-Life-Balance ist aktuell sehr herausfordernd. Die Kernarbeitszeit liegt zwischen 7 und 17 Uhr, wobei erwartet wird, bereits um 7 Uhr beim ersten Kunden zu sein und erst gegen 17 Uhr den Heimweg anzutreten. Zusätzliche Aufgaben werden anschließend häufig noch im Homeoffice erledigt.
Pausen sind im Alltag kaum realistisch umsetzbar. Wenn man während eines Termins nicht sofort erreichbar ist, entstehen schnell Diskussionen über die Erreichbarkeit.
Das sorgt insgesamt für eine hohe Belastung und erschwert eine gesunde Balance zwischen Berufs- und Privatleben.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten wird aktuell als sehr stark kontrollierend wahrgenommen. Arbeitsabläufe sind eng vorgegeben, und es bleibt wenig Raum für eigenständiges Handeln.
Wenn Ergebnisse nicht wie erwartet ausfallen, wird dies schnell kritisch bewertet. Gleichzeitig entsteht bei guten Ergebnissen der Eindruck, dass das Tempo dennoch nicht ausreichend ist.
Zusätzlich werden spezielle Tage für Telefonakquise angesetzt, wobei ausschließlich Nichtkunden kontaktiert werden sollen und die Betreuung von Bestandskunden in dieser Zeit nicht vorgesehen ist.
Diese Rahmenbedingungen werden von vielen als belastend und wenig flexibel empfunden.
Interessante Aufgaben
Auch die inhaltliche Ausrichtung der Aufgaben hat sich stark verändert. Der Fokus liegt derzeit vor allem darauf, möglichst viele Abschlüsse zu erzielen – unabhängig vom langfristigen Mehrwert oder der Nachhaltigkeit der Kundenbeziehung.
Die Betreuung und Entwicklung bestehender, wertvoller Kunden tritt dabei zunehmend in den Hintergrund. Wer hier Zeit investiert, erhält teilweise kritisches Feedback.
Der reine Umsatz scheint dabei weniger im Mittelpunkt zu stehen als kurzfristige Abschlusszahlen. Das wird von vielen als wenig motivierend empfunden.
Gleichberechtigung
Beim Thema Gleichbehandlung entsteht der Eindruck, dass Unterschiede zwischen einzelnen Funktionen sehr stark betont werden. Während Führungspositionen einen besonders hohen Stellenwert einnehmen, fühlen sich andere Rollen zunehmend austauschbar, selbst nach vielen Jahren engagierter und erfolgreicher Tätigkeit.
Unabhängig von Geschlecht oder Erfahrung wünschen sich viele mehr Wertschätzung und Anerkennung für ihre Leistung und ihren langfristigen Einsatz.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Umgang mit langjährigen und älteren Kolleginnen und Kollegen entsteht der Eindruck, dass ihre Rolle im Unternehmen zunehmend geschwächt wird. In den letzten Jahren haben mehrere erfahrene Mitarbeitende das Unternehmen verlassen.
Gleichzeitig werden neue Kräfte zu anderen Konditionen eingestellt. Das sorgt bei vielen für Verunsicherung und wirft Fragen zur langfristigen Wertschätzung von Erfahrung und Betriebszugehörigkeit auf.
Arbeitsbedingungen
Auch die Bereitstellung und Organisation von Arbeitsmitteln stellt aktuell eine Herausforderung dar. Der Fuhrpark liegt unter dem branchenüblichen Standard.
Bei Anfragen an andere Abteilungen kommt es häufig zu langen Wartezeiten, da Verantwortlichkeiten teilweise unklar sind. Verkaufsleiter stehen nicht flächendeckend zur Verfügung, und auch Werbemittel oder Werbegeschenke sind nur schwer zugänglich. Diese Rahmenbedingungen erschweren effizientes Arbeiten und sorgen für zusätzlichen Aufwand im Alltag.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch das Thema Umweltbewusstsein und Logistik zeigt Verbesserungspotenzial. Teilbestellungen werden häufig einzeln verschickt, was unnötigen Aufwand und Versandmaterial verursacht.
Zudem kann es durch Verzögerungen im Lager manchmal mehrere Wochen dauern, bis alle Artikel zusammenkommen. Um diese Rückstände aufzufangen, arbeiten Lagerteams oft an Wochenenden, wodurch die Abläufe nur kurzfristig wieder reibungslos funktionieren.
Diese Praxis wirkt ineffizient und könnte sowohl für Mitarbeitende als auch für die Umwelt optimiert werden.
Gehalt/Benefits
Auch das Vergütungsmodell im Außendienst sorgt für Kritik. Ein großer Teil des Einkommens hängt von Prämien ab, die oft sehr hoch angesetzt sind und von den meisten Mitarbeitenden kaum erreicht werden. Dadurch bleibt für viele im Wesentlichen nur das Basisgehalt.
Für neue Verkäuferinnen und Verkäufer liegt gefühlt das Grundgehalt teilweise unter dem gesetzlichen Mindestlohn, während gleichzeitig Arbeitswochen von rund 50 Stunden üblich sind. Arbeitszeiten werden aktuell nicht offiziell dokumentiert, sodass ein Ausgleich über Freizeit nur schwer möglich ist.
Viele empfinden diese Regelungen als belastend und wenig transparent.
Image
Auch das Unternehmensimage steht aktuell unter Druck. Kundinnen und Kunden äußern zunehmend Unzufriedenheit. Reca wird teilweise als Premiumanbieter wahrgenommen, tatsächlich fungiert das Unternehmen jedoch oft nicht mehr als Hauptlieferant.
Zudem gibt es vereinzelt Qualitätsprobleme bei Produkten sowie Verzögerungen bei Lieferungen. Die Preispolitik wird ebenfalls kritisch bewertet.
Diese Faktoren wirken sich insgesamt auf die Wahrnehmung am Markt und die Kundenzufriedenheit aus.
Karriere/Weiterbildung
Beim Thema Karriereentwicklung wird von vielen Mitarbeitenden der Eindruck vermittelt, dass Hindernisse den Aufstieg erschweren. Dies führt dazu, dass gewünschte Karrierestufen nur schwer erreichbar sind, obwohl Engagement und Leistung vorhanden sind.
Eine klarere Transparenz bei Entwicklungsmöglichkeiten und realistischen Anforderungen könnte helfen, Motivation und Perspektiven zu stärken.


