Traurige Wahrheit
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegen, Produktprogramm, schöner Ausblick auf die Umgebung (Bussen, etc.)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
s.u.
Verbesserungsvorschläge
dringend einen Unternehmensberater aufsuchen!
Arbeitsatmosphäre
Schlimmer könnte die Arbeitsatmosphäre nicht sein. Egal in welchem Gebäude man sitzt, man wird entweder diskriminiert, beleidigt, unterdrückt, angeschrien oder für dumm gehalten. Dies wird jedoch nur von einer Handvoll Leuten durchgesetzt bzw. ausgeführt. Allerdings reicht das vollkommen aus, um für eine sehr angespannte und unangenehme Arbeitsatmosphäre zu sorgen. Die Arbeitskollegen in den jeweiligen Abteilungen sind meistens sehr freundlich und hilfsbereit. Leider wird dies jedoch von den o.g. Punkten wieder zunichte gemacht.
Image
Anfangs war das Image nur in der Umgebung miserabel.. jetzt mittlerweile sogar bundesweit wenn nicht sogar schon weltweit. Mehr muss man zu diesem Punkt nicht sagen.
Work-Life-Balance
Es wird mit einem modernen und flexiblen Gleitzeitmodell geworben. Das stimmt jedoch nicht mal ansatzweise mit der Realität überein. Es MUSS morgens eine Viertelstunde Frühstückspause und mittags eine ganze Stunde Pause gemacht werden. Private und wichtige Termine können innerhalb der vorgegebenen "Gleitzeit" nicht wahrgenommen werden. Die Arbeitswoche beträgt 40h (was auch in Ordnung ist). Dennoch wird erwartet länger zu arbeiten, da man sonst als "unmotivierter MA" abgestempelt wird.
Karriere/Weiterbildung
"Was ist Weiterbildung????"
"Karriere.. kann man das essen??"
Fragen über Fragen..
Gehalt/Benefits
Weit unter dem Durchschnitt.. aber laut Aussage orientiert sich das UN angeblich an Tariflöhnen..
Das Ausbildungsgehalt ist sogar ganz gut. Aber alles nach der Ausbildung ist einfach nur traurig und nicht leistungsgerecht. Fängt schon mit peinlichen Fehlern (falsche Berufsbezeichnung, Geschlecht, Alter und Name) in Arbeitsverträgen an.
Sozialleistungen sind ebenfalls nicht vorhanden..
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein ist absolut nicht vorhanden. Wirklich jedes Dokument wird mindestens 3-4x ausgedruckt. Ich will nicht wissen, wie viele Bäume ihr Leben geben mussten... (RIP)
Sozialbewusstsein ist ausreichend vorhanden.. jedoch nur aus einem bedenklichen Grund: Image aufpolieren.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen untereinander halten immerhin zusammen. Da man mehr oder weniger auf sich alleine gestellt ist, helfen einem die Kollegen fast immer weiter. Einen konkreten Ansprechpartner für Probleme, Sorgen oder ähnlichem gibt es nicht. Deshalb ist vermutlich der Kollegenzusammenhalt so stark.
Vorgesetztenverhalten
Ganz klar: Autoritärer Führungsstil. Könnte man eigentlich mit Trumps "One-Man-Show" vergleichen. Entscheidungen werden nur von einer Person getroffen. Es werden keine Kompromisse geschlossen geschweige denn die Ideen angehört. Es wird zwar Eigeninitiative gewünscht aber nur bis zu einem gewissen Grad. Den Mitarbeitern wird generell kein Vertrauen entgegengebracht. Im Gegenteil: es werden schwerliegende Vorwürfe (Diebstahl, Betriebsspionage,...) gegenüber den MA getätigt. Ebenfalls werden die Qualifikationen, Fähigkeiten und Kompetenzen der einzelnen MA unterdrückt, klein gemacht und entkräftet. Zusätzlich werden sie tagtäglich blöd angemacht, angeschrien oder als "dumm" abgestempelt. Und wenn man denkt, dass es nicht schlimmer gehen kann... kommen Themen wie Rassismus, Diskriminierung und Rassenfeindlichkeit ebenfalls zum Vorschein. Wenn man ausländische Wurzeln hat, hat man bei einer gewissen Person direkt verloren. Da kann man noch so gut die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen. Beleidigungen und rassistische Äußerungen gehören zum Alltag der besagten Person. Scheinbar kann dieser ohne Rassismus nicht leben.
Arbeitsbedingungen
Nach außen werden moderne Arbeitsbedingungen präsentiert. In Wirklichkeit werden veraltete Maschinen und Arbeitsmittel verwendet. Dies wirkt sich logischerweise auch auf die Qualität aus.
Industrie 4.0 ist wie oben bereits erwähnt ein Fremdwort..
In EINEM Gebäude gibt es moderne Büroeinrichtungen und höhenverstellbare Tische. Aber das war es schon..
Kommunikation
Auch die Kommunikation könnte nicht schlimmer sein. Innerhalb der einzelnen Abteilungen gibt es so gut wie keine Besprechungen, Meetings oder Gespräche. Dies führt meistens zu Unklarheiten, Verwirrungen und Falsch-Informationen. Auch wenn es "wichtige" Informationen seitens der GL/GF gibt, werden diese sporadisch über mehrere Bildschirme im UN mitgeteilt. Man hat so gut wie keine Möglichkeit mit der GL/GF zu kommunizieren (Betriebsversammlungen - Fremdwort!). Der Informationsfluss in Richtung GL funktioniert leider nur über Vorgesetzte und das auch meistens sehr selektiert bzw. lückenhaft.
Gleichberechtigung
Kurz und knapp: es werden alle gleich schlecht behandelt.
Ausnahmen: man verkauft seine Seele oder man gießt die Blumen der GL
Interessante Aufgaben
Die Produkte im Bereich Medizintechnik sorgen für durchaus interessante Arbeitsfelder. Jedoch auch nur, wenn sich die GL nicht einmischt. Im Zeitalter der Digitalisierung könnten die Aufgaben noch interessanter werden.. sprich neue Herausforderungen, neue Möglichkeiten, neue Aufgabenfelder. ABER dies wird bewusst nicht gewollt bzw. sogar unterbunden. Würde ich es nicht besser wissen, könnte man meinen, dass wir im Jahr 1950 stecken geblieben sind. Digitalisierung, Industrie 4.0, zukunftsorientiertes Arbeiten? --> Fremdwörter?! Man weiß es leider nicht.