versucht dem mal eine Überschrift zu geben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das keine Stunde wöchentlich damit verschwendet wird, Diversity-Unterricht zu geben. Gemäß drei Mal klatschen, weil sich heute jemand als Blumenkübel fühlt und den Tag drauf als Toaster. Es herrscht in dieser Hinsicht noch Vernunft und konservative Werte.
WLAN-Nutzung. Wobei das eigentlich bei jedem Arbeitgeber ist.
Das ich meinen Kleinen mit auf die Arbeit (ins Lager) nehmen durfte, wenn ich Betreuungsstunden überbrückt habe. Auch hat es das Betriebsklima gefördert. Alle waren begeistert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Chronischer Personalmangel / Notbesetzung aus reinem Eigenverschulden.
High Performer besser bezahlen. Mit diesen, leistungsfähigen MA´s könnte man mit einigen wenigen den Betrieb halten. Anstatt mit LP sich von 9 Uhr bis 19 Uhr zu schleppen und hoffen, dass alles besser wird.
Das man den Parkplatz selbst zahlen muss. Je nach Standort.
Keine Zuschläge für Wochenendarbeit
Das bei Dokumentierten Arbeitsverweigerungen (in Bild und Schrift, teils Videoton) immer noch nicht durchgegriffen wird sondern zu hören bekommt: von manchen MA´s verlangt man halt dann mehr zu machen. (Aha-die FL, der Lakai und Teppichabtreter). Ergo Arbeiten bis zum Deep Rest. Geht auf die Gesundheit. Bis wieder eine/r umkippt.
Verbesserungsvorschläge
Low Performer eliminieren. Gerechtere Arbeitsverteilung. Testkäufer senden. MA´s gerecht bezahlen. Für ihre wirkliche Leistung und nicht nur Anwesenheit.
Diensthandy für Führungskräfte. Ziemlich viel läuft mit dem privaten Smartphone. (Recherchen zu Artikeln, vereinzelt Inhaltsstoffinfos) oder auch die wirklich wichtigen, sinnvollen Infos, die man vom Einkauf erhält.
Sicherheit am Arbeitsplatz. - Sicherheitssysteme! Respektive der Umstände. Hier möchte ich nicht allzu viel Leaken.
Dokumentierte Missstände beseitigen
Regelmäßig aufrichtig professionelle Mitarbeitergespräche.
Unternehmensberatung engagieren und aufräumen lassen.
Unbedingt ordentliche Zeiterfassung. Bei größeren EZH gibt es Ärger, wenn man wesentlich länger als 20:15h (Bayern) im Laden ist. Damit jeder in jeder Position seine Ruhezeiten einhält.
Spesenzulage für RL
Arbeitsatmosphäre
Erstmal wirkt es von außen biologisch-romantisch. Mit einem tollen Team oder filialübergreifend kann es auch wirklich Spaß machen. Es kommt definitiv auf die Filiale drauf an. In der ersten Filiale in der ich war, konnte man nicht von Atmosphäre sprechen sondern launischen Kriegsschauplatz. Was aber daher rührte, dass man eigentlich gar nicht weiß was in den Filialen abgeht und sich dann eine Eigendynamik entwickelt. ("Wir können hier machen was wir wollen, der Chef kommt eh nicht") So entstanden über die Jahre einfach Missstände. Man sollte schauen, welche Leute man beschäftigt. Ich wurde damals z. B. von der Filialleitung angewiesen, mir ein Attest zu holen und zuhause zu bleiben. Mein Arzt und ich haben uns darüber kaputt gelacht, da ich Hyaluron ins Knie bekommen habe (leichte Hüftdysplasie) aber an für sich voll einsatzfähig war. Somit hatte ich einen Tag Netflix und Chill obwohl ich arbeiten gehen wollte. Zudem mussten wir ewig früh vor Arbeitsbeginn erscheinen. MA´s wurden als "verantwortungslos" von oben herab abgewertet und das Dilemma fand mit aufgedeckten Lügen seinen Knall. bzw. Ende.
Work-Life-Balance
Mittlerweile frage ich mich oft, ob ich arbeitslos bin. Wenn man erstmal gekündigt hat und bei einem anderen AG ist, merkt man erstmal, dass es noch ein Leben außerhalb der Arbeit gibt.
Karriere/Weiterbildung
Karriere - kaum. Wobei dies nachvollziehbar ist, da die Firma nicht all zu viele Posten der höheren Führung zu vergeben hat. Das Org-Chart ist nach oben nicht all zu aufgebauscht, was meiner Meinung nach aber auch gut ist. Weiterbildung ja, man profitiert aber eher für sein privates Wissen. Man kann während der Arbeitszeit sich in Themen einarbeiten, die einen Interessieren. Zu geplanten Schulungen von Herstellern kommt man (Standort bezogen) aus Gründen des Personalmangels jedoch kaum. Mehr Gehalt bringt es auch nicht. Daher nur für den privaten Aspekt profitabel.
Abzuraten ist von diesen Fachberater-Kursen. Das Wissen ist zu 70% praktisch nützlich, ja. Der finanzielle Aspekt dabei ist eine Katastrophe! Fahrtkosten (obwohl zuvor für die BuHa fein säuberlich aufgeschlüsselt), werden angewiesen wegzuwerfen, also nicht erstattet. Das Einzelzimmer, round about 212€ muss man selbst zahlen. Auch die Gehaltserhöhungen pro F-Kurs sind Scam! Eine Woche Urlaub Abzug. Somit hat man 4 Wochen Urlaub im Jahr. Der Nutzen besteht darin, dass die Mitarbeiter danach besser beraten können und den Umsatz dadurch erhöhen.
Kollegenzusammenhalt
Lässt sich pauschal nicht beantworten. Reicht von ultra-familiär bis katastrophal. Tolle Freundschaften entstehen und auch die Familien lernen sich kennen. Jedoch gibt es auch dass krasse Gegenteil, dass man nicht von Zusammenhalt sondern purem Egoismus und Dreistigkeit spricht. Als TZ-Kraft automatisch seine Stunden verlängert, damit es sich vom verfahrenen Sprit her lohnt und man Überstunden (um die 100) aufbauen kann, damit man bei Personalmangel nicht einspringen muss. Man habe ja schon so viele und das ginge dann nicht mehr. Humpelt in den Laden kommt und bei Feierabend flink raus spurten kann, dass sogar Usain Bolt alt aussieht.
Regelmäßige Arbeitsverweigerung und Schikanierung derer, die sich dem Verhalten nicht anschließen. Dieses Verhalten wird leider gebilligt, da man froh ist, wenn noch Personal da ist, das überhaupt den Laden aufschließt. Hier springt dann der RL ein, der Abends regelmäßig bis 21/22/23h die liegen gebliebene Arbeit von low performern erledigt.
Umgang mit älteren Kollegen
hier gibt es keine all zu großen Unterschiede. Gefühlt besteht die Belegschaft aus der Generation der Babyboomer. In Sachen Gehalt wird wohl relativ ähnlich umgegangen. Mit low performen zu nachsichtig, gerade zu einladend, was auch unfair gegenüber der älteren HP´s ist.
Vorgesetztenverhalten
Fernglas läd noch...
Oder: dig down the rabbit hole
Arbeitsbedingungen
Vieles wurde zuvor schon in ehemaligen Bewertungen genannt. Als ich eine andere Filiale übernommen habe, gab es noch nicht mal Kleiderhaken. Weil man einfach 0 an die Mitarbeiter denkt sondern einfach nur an den Laden für sich. Man muss sich leider teils Aufführen wie eine Abrissbirne auf Ecstasy, damit man für seine Mitarbeiter überhaupt was bewegen kann. Missstände wurden teils schon ein Jahr zuvor gemeldet. Es passiert nichts. Learning: Soweit es geht alles selbst organisieren/managen, damit man sich im Besten Falle kurz und knapp ein ja oder nein, eher ja oder ja ;) abholen kann. Wer zuvor als Sekretärin gearbeitet hat oder eine eigene Firma geschmissen hat kann von seinen Skills wirklich profitieren. 90% der Belange der MA´s hofft man, dass sie vergessen werden, wenn man sie ignoriert. Oder die MA´s aufgeben. Klimaanlage, welche "Wartung" anzeigt, soll aus Kostengründen nicht gewartet werden. Welche Firma geht so mit ihren MA´s um? In meiner ersten Filiale wurde eine MA schwanger. Gesetzlich steht hier zu, dass ein Stuhl im Kassenbereich gestellt wird. Auf Bitte. Nada. Hier nahm ich es selbst in die Hand und organisierte diesen. Via Buschfunk und Fahrer war dies machbar.
Kommunikation
Schwieriges Thema, jedoch gehe ich nur rein beruflich darauf ein. Über die Jahre lernt man wie die Kommunikation läuft. Generell gesprochen sind jedoch viele MA´s frustiert, da auf Nachrichten ca. 1x im Jahr geantwortet wird. (Selbst gesehen, weil Verlauf nicht gelöscht). MA´s fühlen sich oft im Stich gelassen und dadurch nicht geschätzt. Persönlicher Eindruck: Das ist jedoch gewollt, denn wenn mehr echter, ergebnisorientierter Kontakt zu den MA´s besteht, die dann erst recht irgendwann auf die Idee kommen, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. So hält man sie etwas auf Distanz, das sie nicht genau wissen woran sie sind und Tag ein Tag aus weiter funktionieren. (O-Ton, wir hoffen, dass es besser wird)
Unter den Kollegen gibt es teils eine sehr gute Kommunikation. 3 Sterne hier, weil es auch Abteilungen gibt (Verwaltung + Marketing, teils EK) die eigentlich 5 Sterne verdient hätten. So kommen wir auf den Querschnitt von 3 Sternen. Letztere Abteilungen sind brillant besetzt und verstehen ihren Job. Hier macht es auch Spaß mit Profis zu arbeiten. Andere würden sagen geteiltes Leid ist halbes Leid.
Gehalt/Benefits
Die Arbeit dort eignet sich nur für Menschen, die in einer Partnerschaft leben, in welcher der andere in einer gut zahlenden Branche (Metall / Chemie etc.) arbeitet. Idealerweise Hausfrauen, die sich nebenher etwas dazu verdienen aber eher als Spaß an der Freude. Mitarbeiter die gefühlt schon immer dabei sind predigen bzw. warnen vor, dass egal wie viel Engagement und gute Leistung man erbringt dies sich finanziell Jahrzehnte! nicht auswirkt. Dem muss ich zustimmen. Es geht darum, möglichst günstig den Laden zu seinen Öffnungszeiten offen zu halten. Nicht mehr und nicht weniger. Bitten nach Gehaltserhöhungen werden per se nicht abgelehnt, sondern taktisch bis unendlich verzögert. Das müssen wir im Büro prüfen. Wüstenbusch. Es geht darum die MA´s monatelang hinzuhalten, bis sie es im Idealfall wieder vergessen oder im Lotto gewonnen haben. Oder es ist dann finanziell aktuell leider nicht möglich. Im besten Fall lässt man sich aber nicht blicken und geht dem Thema aus dem Weg. Prinzip Hasenbau.
Interessante Aufgaben
Interessant ja, weil man anders als in manchen Konzernen mehr Möglichkeit hat sich auszuprobieren und direkte Ergebnisse sieht. Es gibt nicht für alles sture Setzpläne, sondern kann wirklich umsatzorientiert Projekte umsetzen.