Unglaubliche hierarchische Verhältnisse
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich muss sagen leider gar nichts. So ein Träger in der Sozialen Arbeit und dann auch noch in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen ist wirklich untragbar...
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die ganzen genannten Sachen.
Verbesserungsvorschläge
- Betriebsratsbildung fördern
- Mitarbeitende und Klient*innen respektvoll behandeln
- Tragbare Räumlichkeiten für Bewohner*innen und Mitarbeitende schaffen
- den Schutz der Mitarbeitenden und Bewohner*innen prisorisieren
- Aufgaben auf der Wohngruppe in Fachdienst und Betreuung teilen oder mehr Leute einstellen
Arbeitsatmosphäre
Dadurch, dass wir permanent chronisch unterbesetzt waren und viel zu viel zu tun hatten, war die Atmosphäre denkbar schlecht. Zwischen Kolleg*innen war sehr guter Zusammenhalt. Man darf jederzeit an einen anderen Arbeitsplatz versetzt werden.
Image
Das Jobcenter hat nicht weiter nachgefragt, als ich gesagt habe, dass ich beim REHA-Verein gearbeitet habe.
Work-Life-Balance
Von den Arbeitszeiten gut, allerdings musste man oft länger bleiben/mehr machen und hatte viel zu viele Aufgaben gleichzeitig.
Karriere/Weiterbildung
Ich habe in der kurzen Zeit von keinen Fortbildungen oder Schulungen gehört.
Gehalt/Benefits
Standard für den Bereich, nicht genug für Verantwortung und mögliche Risiken.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
War egal.
Kollegenzusammenhalt
Mit meinen Kolleg*innen im betreuten Wohnen super, Teamleitungen waren oftmals krank oder haben sich nicht an Absprachen gehalten (Überforderung).
Umgang mit älteren Kollegen
Da wurde kein Unterschied gemacht, auch wenn jemand körperlich gebrechlich war.
Vorgesetztenverhalten
Siehe oben.
Arbeitsbedingungen
In baufälligem, zu kleinen Büro. Nachtbereitschaften mussten zeitweise im Büro schlafen, weil der Boden in ihrem Raum wegen Asbest rausgerissen wurde. Es gibt keinen Schreibtisch für jeden und der Gemeinschaftsraum ist schon lange nicht nutzbar.
Kommunikation
Mit der Teamleitung und vor allem dem Chef war diese schlecht bis unmöglich. Der Chef hat als einziges Rufbereitschaft und kritisiert bei einem Anruf in Notlage erstmal das Verhalten statt emotional aufzufangen. Solche Situationen werden dann als "Fallbeispiele" in großer Kolleg*innenrunde erneut aufgegriffen. Auch mit Klient*innen wurden wir angehalten, diese mit Autorität zu Dingen zu zwingen. Der jährlichen Werkstatttag dient nicht der Wertschätzung der Klient*innen sondern der Profilierung der Chefetage. Der Schutz der Bewohner*innen und Mitarbeitenden wird nicht priorisiert. Verabschieden durfte ich mich am Ende nicht von den Bewohner*innen.
Gleichberechtigung
Alle gleich schlecht.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit den psychisch erkrankten Menschen hat mir gut gefallen und war vielfältig.