Unternehmen löst sich auf - Kündigungswellen ohne Ende
Gut am Arbeitgeber finde ich
Schiebt man die "Strukturellen Veränderungen" beiseite, ist es ein klasse Unternehmen gewesen, mit engem Kollegenzusammenhalt und sehr flexiblen Arbeitsbedingungen, in dem man sehr viel lernen durfte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den strategischen Weg, den man eingeschlagen hat: Vom zuverlässigen Familienunternehmen hin zur kompletten Zerstörung eines internationalen Konzerns.
Verbesserungsvorschläge
Für ein Unternehmen, das sich offensichtlich auflösen möchte, habe ich keine Verbesserungsvorschläge.
Arbeitsatmosphäre
Lob durch die Vorgesetzten gibt es zumeist nicht, Versprechen werden immer wieder gebrochen, falsche Informationen geliefert, nur um die Mitarbeitenden zu halten.
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Vor 10+ Jahren war es eine Ehre in dieser Firma zu arbeiten, jetzt muss man leider jeden davor warnen, hier zu arbeiten. Das Unternehmen löst sich Stück für Stück auf, verkauft Geschäftsbereiche, etc. Seitens der Inhaber scheint es kein Interesse mehr an der Weiterführung des Betriebs zu geben, obwohl die Zahlen gar nicht so schlecht aussehen.
Work-Life-Balance
In der Regel interessiert es niemanden, wann man Urlaub nimmt oder im Homeoffice bleibt
Karriere/Weiterbildung
Die interne Abteilung für Weiterbildung wurde aufgelöst, jetzt auch noch LinkedIn Learning abgeschaltet und externe Weiterbildungskurse werden in der Regel abgelehnt oder erst nach wochenlangem Kampf und Argumentation geprüft, ob Geld dafür vorhanden ist.
Gehalt/Benefits
Einstiegsgehalt mag halbwegs passen, dafür gibt es über die Jahre keine Gehaltserhöhungen. Argumentiert wird seit Jahren mit der schlechten Wirtschaftslage
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Gab es mal. Seit den letzten Kündigungswellen wurde allerdings auch das Thema beiseite, bzw. in die Teilkonzerne, verschoben, wo man es jetzt bestmöglich unter den Tisch kehrt - weil kein Personal dafür vorhanden ist.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt wundervolle Kollegen, die eng zusammen halten, durch die Kündigungswellen wird das aber immer weiter zerschlagen.
Umgang mit älteren Kollegen
Die hat man bereits großflächig wegrationalisiert
Vorgesetztenverhalten
Es werden ganze Abteilungen gekündigt und aufgelöst, gleichzeitig wird von den Vorgesetzten erwartet, dass die Aufgaben genauso weitergeführt werden, wie bisher. Übrig gebliebene Kollegen versuchen durchs "Feuerlöschen" sich irgendwie über Wasser zu halten
Arbeitsbedingungen
moderne Ausstattung ist vorhanden, auch höhenverstellbare Tische dafür keine Klimaanlage, in manchen Büros breitet sich Schimmel aus und in manchen Gebäudeteilen fühlt man sich wie in einer Geisterstadt. Im Winter werden teilweise Gebäude nicht mehr beheizt, um Kosten zu sparen.
Kommunikation
Die beste Kommunikation entsteht auf dem Flur, auf das Gerede von "oben" sollte man besser nichts geben
Gleichberechtigung
Seit es im Unternehmen niemanden mehr gibt, der sich mit Gleichberechtigung beschäftigt, ist es wesentlich schlechter geworden. Als Frau bekommt man kaum faire Chancen, teilweise wird man vom Chef nicht einmal gegrüßt (im Gegensatz zu den männlichen Kollegen)
Interessante Aufgaben
Wenn es niemanden interessiert, was man tut, kann man sich wenigstens auch selbst interessante Aufgaben suchen, sofern man nicht mit Feuerlöschen beschäftigt ist.