Ihr Unternehmen?

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reisetopia 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Spannendes Umfeld mit klaren Schattenseiten

2,0
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Das Team ist international und vielfältig.
- Es gibt viele offene und hilfsbereite Kolleg:innen.
- Die Aufgaben können für Menschen spannend sein, die sich für die Branche und das Thema begeistern.
- Es gibt Benefits (auch wenn sie für dich das Gehalt nicht aufwiegen).
- Karriere ist grundsätzlich möglich.
- Es gibt eine relativ junge Unternehmenskultur mit viel Eigenverantwortung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Führung wenig individuell und situativ
- Kritik- und Feedbackkultur teilweise wenig wertschätzend
- Hohe Arbeitsbelastung und eingeschränkte Work-Life-Balance
- Flexibilität in der Praxis nur begrenzt vorhanden
- Unterdurchschnittliche Vergütung im Branchenvergleich
- Wenig Transparenz bei Gehaltsentwicklung und Karriereperspektiven
- Begrenzte Möglichkeiten zur individuellen Weiterbildung
- Kritische oder abweichende Meinungen werden aus meiner Sicht zu wenig gefördert
- Starker Fokus auf Wachstum, Luxus und Konsum, weniger auf Nachhaltigkeit
- Sehr prozessorientierte Kommunikation mit wenig Raum für persönlichen Austausch

Verbesserungsvorschläge

- Führungskräfte stärker in den Bereichen Mitarbeiterführung, Coaching und situative Führung weiterentwickeln. Unterschiedliche Persönlichkeiten und Arbeitsweisen sollten als Stärke verstanden und entsprechend gefördert werden.
- Eine konstruktive Feedbackkultur etablieren, in der individuelles Feedback bevorzugt im persönlichen Gespräch oder in privaten Chats erfolgt. Öffentliche Kritik in unternehmensweiten Kanälen schafft zwar Transparenz, ist aus meiner Sicht jedoch nicht immer der professionellste oder wertschätzendste Weg.
- Mehr Transparenz bei Gehaltsentwicklung und Karriereperspektiven schaffen sowie klare Kriterien für Gehaltserhöhungen und Beförderungen definieren.
- Die individuelle fachliche und persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden stärker fördern und das Weiterbildungsangebot ausbauen.
- Flexibilität und Gleitzeit nicht nur kommunizieren, sondern im Arbeitsalltag für alle Mitarbeitenden gleichermaßen ermöglichen.
- Unterschiedliche Meinungen und kritische Perspektiven stärker als Chance für Innovation und Weiterentwicklung nutzen.
- Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung und kulturelle Aspekte des Reisens stärker in die Unternehmens- und Contentstrategie einbeziehen. Reisen kann nicht nur Konsum fördern, sondern auch Neugier, Verständnis und Respekt für andere Kulturen vermitteln.
- Marketing- und Nachhaltigkeitsaussagen der Reisebranche kritischer einordnen und auch Herausforderungen sowie unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen.
- Das Verhältnis zwischen Arbeitsbelastung, Verantwortung und Vergütung regelmäßig überprüfen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Arbeitsatmosphäre

Kritik wird öffentlich über Teams kommuniziert, sodass alle über die Fehler informiert sind. Abseits der regelmäßigen Meetings arbeitet man meist ungestört. Wenn der Terminrhythmus es zulässt, bleibt auch Raum für Spaß und einen angenehmen Austausch im Arbeitsalltag.

Image

Das Unternehmen bewegt sich in einer vergleichsweise kleinen Nische. Entsprechend fällt auch die öffentliche Wahrnehmung gemischt aus: Es gibt eine loyale Community, aber ebenso kritische Stimmen. Da das Unternehmen außerhalb dieser Zielgruppe nur begrenzt bekannt ist, lässt sich das allgemeine Image aus meiner Sicht nur schwer bewerten.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance kann durchaus funktionieren, wenn man sich stark mit der eigenen Arbeit identifiziert und das Thema auch privat begeistert. Wer sich in seiner Freizeit freiwillig mit denselben Inhalten beschäftigt, empfindet die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit oft als fließend. Wer hingegen eine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben bevorzugt, könnte sich mit dieser Arbeitskultur schwertun, da eine hohe Identifikation mit der Arbeit aus meiner Sicht implizit vorausgesetzt wird.

Karriere/Weiterbildung

Karriereentwicklung ist grundsätzlich möglich und gute Leistungen werden wahrgenommen. Aus meiner Sicht spielen jedoch auch die Anpassung an bestehende Arbeitsweisen sowie die Übereinstimmung mit den Erwartungen der Führungsebene eine wichtige Rolle. Kritische oder abweichende Meinungen werden nach meiner Wahrnehmung eher selten als Chance für neue Perspektiven verstanden, wodurch eigenständige Denkweisen teilweise weniger gefördert werden.

Weiterbildungsangebote für Mitarbeitende sind aus meiner Sicht nur begrenzt vorhanden. Der Fokus liegt eher auf internen Workshops zur Weiterentwicklung des Unternehmens als auf der individuellen fachlichen oder persönlichen Entwicklung.

Gehalt/Benefits

Aus meiner Sicht liegt das Gehaltsniveau unter dem anderer Arbeitgeber in der Branche. Zwar werden verschiedene und gute Benefits angeboten, ich hatte jedoch den Eindruck, dass diese das vergleichsweise niedrige Gehalt nicht ausgleichen. Insgesamt empfand ich das Verhältnis zwischen Arbeitsaufwand, Verantwortung und Vergütung als unausgewogen. Im Vergleich zu anderen Unternehmen derselben Branche fiel für mich insbesondere auf, dass die auf den Stundenlohn umgerechnete Vergütung einer Vollzeitstelle teilweise auf einem ähnlichen Niveau lag wie die von Werkstudierenden, obwohl diese deutlich weniger Wochenstunden arbeiten. Gespräche über Gehaltserhöhungen führten aus meiner Erfahrung häufig zu keinen konkreten Aussagen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Themen wie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung spielten aus meiner Wahrnehmung im Arbeitsalltag eher eine untergeordnete Rolle. Der Fokus lag überwiegend auf der Vermarktung von Luxusreisen und entsprechenden Produkten. Für mich persönlich sollte Reisen nicht nur Konsum fördern, sondern auch Neugier, Verständnis und Respekt für andere Kulturen vermitteln. Eine kritischere Einordnung von Nachhaltigkeitsversprechen in der Reisebranche, beispielsweise bei Marketingaussagen ("Greenwashing") von Fluggesellschaften, hätte ich mir ebenfalls häufiger gewünscht.

Kollegenzusammenhalt

Die meisten Kolleg:innen sind sehr angenehme Menschen und teilen auch gerne etwas aus ihrem Privatleben. Dadurch entsteht trotz der vielen Überstunden häufig das Gefühl, Teil eines freundschaftlichen Teams zu sein. Wie überall gibt es jedoch auch einzelne Personen, bei denen die Zusammenarbeit eher oberflächlich bleibt.

Umgang mit älteren Kollegen

Die Belegschaft ist überwiegend jünger geprägt. Gleichzeitig vermittelt der Bewerbungsprozess einen offenen und wertschätzenden Eindruck gegenüber Bewerber:innen aller Altersgruppen, sodass das Alter aus meiner Sicht keine entscheidende Rolle spielt.

Vorgesetztenverhalten

Die Führungserfahrung der Vorgesetzten wirkt stellenweise noch ausbaufähig. Dadurch fällt es ihnen teilweise schwer, ihren Führungsstil an die unterschiedlichen Arbeitsweisen ihrer Teammitglieder anzupassen. Führung wird häufig eher als Verantwortung für Ergebnisse verstanden als als aktive Unterstützung und Weiterentwicklung des Teams.

Zudem orientieren sich viele Führungskräfte an den Arbeitsweisen, mit denen sie selbst erfolgreich geworden sind. Entsprechend wird erwartet, dass auch das Team nach denselben Standards arbeitet. Individuelle Stärken und alternative Herangehensweisen geraten dadurch teilweise in den Hintergrund, obwohl sie ebenso zum Erfolg beitragen können.

Arbeitsbedingungen

Im Bewerbungsprozess werden Gleitzeit und Flexibilität thematisiert. In der Praxis entsteht bei mir jedoch der Eindruck, dass diese Freiheiten vor allem den Führungskräften vorbehalten sind. Gleichzeitig wird eine Arbeitskultur vorgelebt, in der hohe Einsatzbereitschaft und Verfügbarkeit einen sehr hohen Stellenwert haben. Dadurch entsteht für mich das Gefühl, dass Flexibilität in erster Linie dann möglich ist, wenn sie mit den betrieblichen Anforderungen vereinbar ist. Einzelne Arbeitsbedingungen empfinde ich zudem als kritisch und aus meiner Sicht teilweise nur schwer mit den Anforderungen des deutschen Arbeitsrechts vereinbar.

Kommunikation

Die Kommunikation erfolgt überwiegend über Teams, um Informationen nachvollziehbar und transparent zu dokumentieren. Selbst wenn Kolleg:innen direkt nebeneinandersitzen, wird darauf hingewiesen, Anliegen möglichst schriftlich zu kommunizieren, sofern diese nicht bereits in Teams festgehalten wurden. Feedback und Kritik erfolgen aus meiner Wahrnehmung teilweise ebenfalls öffentlich in Teamkanälen. Für individuelles Feedback fände ich vertraulichere Gespräche oder private Chats in vielen Situationen angemessener.

Gleichberechtigung

Die Belegschaft ist vielfältig und international aufgestellt, was ich als große Bereicherung empfunden habe. Unterschiedliche Perspektiven und kulturelle Hintergründe tragen zu einem abwechslungsreichen Arbeitsumfeld bei. Wie in jedem Unternehmen gibt es vereinzelt Kolleg:innen, mit denen die persönliche Wertevorstellung weniger übereinstimmt. Das beeinträchtigt die professionelle Zusammenarbeit jedoch nicht.

Interessante Aufgaben

Wie interessant die Aufgaben sind, ist letztlich subjektiv. Für mich persönlich bieten sie jedoch zu wenig inhaltliche Identifikation und passen nicht zu meinen persönlichen Interessen und Werten.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.