Realität weicht stark von der Außendarstellung ab
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind ganz klar die hochwertigen Produkte, die über viele Jahre in Poing entwickelt und produziert wurden. Die Qualität war das Ergebnis von Erfahrung, Präzision und eingespielten Teams.Für viele langjährige Mitarbeiter war das ein Schlag ins Gesicht. Statt auf das bestehende Know-how zu setzen, wurden Kurzfristlösungen bevorzugt.
Es bleibt zu hoffen, dass REMA TIP TOP langfristig von diesen Entscheidungen nicht selbst ausgebremst wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es gibt leider eine Kultur der Ja-Sager und Kopfnicker, die nicht hinterfragt, nicht mitdenkt – aber trotzdem gefördert wird. Wer sich für Verbesserungen einsetzt oder Missstände anspricht, stößt schnell an Grenzen.
Viele Personen sind körperlich anwesend, aber arbeiten nicht wirklich mit. Leistung scheint nicht entscheidend zu sein – wichtig ist oft nur, mitzulaufen und nichts infrage zu stellen. Besonders enttäuschend ist, wie mit dem Standort Poing – dem Ursprungsort der Unternehmensgeschichte – umgegangen wurde. Statt das vorhandene Know-how zu nutzen, wurde umstrukturiert, dichtgemacht und verlagert.
Es gab viele Versprechungen, die nicht eingehalten wurden. Entscheidungen wurden schöngeredet – oder einem ins Gesicht gelogen. Vertrauen in Führung und Strategie ist dadurch stark erschüttert worden.
Verbesserungsvorschläge
Entgegen der öffentlichen Kommunikation wurde die Produktionsstätte in Poing nicht modernisiert, sondern es wird weiterhin mit dem alten, fehleranfälligen Klebesystem gearbeitet. Die angeblich „neuen, verbesserten Behälter“ sind in der Praxis alle undicht, was die tägliche Arbeit massiv erschwert.
Inzwischen wurden mehrere Abteilungen vollständig geschlossen, und die Produktion wurde nach Fürstenfeldbruck und Südafrika verlagert. Für die betroffenen Mitarbeitenden war das mit Unsicherheit und schlechter Kommunikation verbunden.
Es wäre wünschenswert, wenn intern und extern ehrlicher kommuniziert würde und das Know-how der langjährigen Mitarbeitenden in Poing mehr Wertschätzung erfahren würde.
Arbeitsatmosphäre
Schlecht
Image
Das Image hat stark gelitten – intern wie extern.
Viele Entscheidungen wurden von unerfahrenen Personen getroffen, die nicht das nötige Fachwissen für die komplexen Produkte und Abläufe mitbringen.
Statt auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen, wird erwartet, dass sich der Kunde an das System anpasst – ein Ansatz, der langfristig weder kundenfreundlich noch wirtschaftlich ist.
Das Werk in Poing ist deutlich renovierungsbedürftig und spiegelt in seiner aktuellen Form nicht den Qualitätsanspruch wider, den das Unternehmen eigentlich vermitteln möchte.
Karriere/Weiterbildung
Leider nicht
Gehalt/Benefits
Es ist an der Zeit das sich was ändert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mülltrennung findet kaum statt, es gibt kein funktionierendes Abfallkonzept.Gefahrstoffe werden teilweise wie normales Wasser behandelt, was nicht nur fahrlässig, sondern auch gesetzlich bedenklich ist.
In der Logistik werden Artikel mehrfach unnötig zwischen A und B verschoben, nur um sie am Ende wieder an Ort A zu bearbeiten – reine Energie und Ressourcenverschwendung.
Die Produktionshallen sind undicht, die Büros weder isoliert noch energetisch effizient.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist sehr unterschiedlich es hängt stark davon ab,welcher Vorgesetzte zuständig ist,welche Position man im Unternehmen hat
und ob man offen die Wahrheit anspricht oder lieber Ja sagt und später behauptet, man hätte etwas gesagt.
Wer loyal ist, aber unbequeme Wahrheiten ausspricht, steht oft schlechter da als jemand, der sich anpasst und nach außen hin mitschwimmt. Das sorgt für Misstrauen und Spannungen im Team gerade bei erfahrenen Mitarbeitern, deren Wissen eigentlich wertvoll wäre.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten ist leider oft abhängig von Nationalität und Anpassungsbereitschaft.
Wer einfach nur macht, was gesagt wird, wird in Ruhe gelassen – solange es funktioniert. Aber sobald etwas schiefläuft, wird die Schuld reflexartig nach unten weitergegeben, anstatt gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Dieses Verhalten zieht sich von der mittleren Führungsebene bis ganz nach oben. Es fehlt häufig an Fachwissen, Rückgrat und Verantwortungsbewusstsein. Was gebraucht wird, sind Führungskräfte mit Haltung – Menschen, die vor ihren Teams stehen, sich schützend einsetzen und sagen:
„So kann nicht gearbeitet werden – das muss verbessert werden, im Sinne der Mitarbeiter und der Firma.“
Arbeitsbedingungen
Man sollte das Werk betreten, dann weiss man wie der Weltuntergang aussieht
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung ist nicht konsequent gelebt.
Es wirkt oft so, als hänge der Umgang stark davon ab, welcher Nationalität man angehört und ob man sich anpasst oder offen seine Meinung sagt.
Wer „den Mund hält“ und sich einfügt, hat es leichter – unabhängig von Können oder Qualifikation.
Das fördert kein faires Miteinander und ist besonders für engagierte Mitarbeiter mit Rückgrat frustrierend.