AUSSEN HUI, INNEN PF*UI
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein wird im Betrieb ernst genommen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der ungleiche Umgang mit Mitarbeitenden, der permanente Druck bei immensem Überstundenaufbau sowie mangelnde Flexibilität und Empathie in familiären/persönlichen Notfällen.
Verbesserungsvorschläge
1. Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden unabhängig vom Geschlecht sicherstellen und auf eine respektvolle Sprache im Alltag achten.
2. Zeitnaher Abbau der massiven Überstunden durch mehr Personal oder klare Priorisierung von Aufgaben.
3. Echtes Zuhören bei Einwänden des Teams und Einbeziehung der Beschäftigten bei Projektplanungen.
4. Marktgerechte und faire Gehaltsanpassungen anbieten.
Arbeitsatmosphäre
In meinem Alltag empfinde ich die Atmosphäre als extrem belastend. Wertschätzung habe ich persönlich kaum erlebt. Statt Unterstützung oder Empathie in privaten Notlagen wird schlichtweg erwartet, dass man immer funktioniert.
Image
Die Außenwahrnehmung des Unternehmens weicht meiner Erfahrung nach stark von den internen Realitäten und den tatsächlichen Arbeitsbedingungen ab.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung ist enorm. Ich habe über 100 Überstunden angesammelt, die sich kaum abbauen lassen. Wenn man jedoch kurzfristig aus wichtigen persönlichen Gründen frei benötigt, stößt man auf Unverständnis und wird alleine gelassen.
Karriere/Weiterbildung
Individuelle Entwicklungsmöglichkeiten oder Aufstiegchancen sind stark eingeschränkt bzw. hängen stark von der Gunst der Vorgesetzten ab.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt entspricht keinesfalls dem geleisteten Arbeitsaufwand. Selbst bei deutlicher Mehrleistung oder dem Erreichen von Zielen wird eine Gehaltserhöhung verwehrt oder an immer neue, unerfüllbare Bedingungen geknüpft.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Positiv anzumerken ist, dass im Unternehmen spürbar auf Nachhaltigkeit geachtet wird. In diesem Bereich gibt es keine Kritikpunkte.
Kollegenzusammenhalt
Ein echtes Miteinander fehlt vollkommen. Jeder ist nur auf seinen eigenen Bereich bedacht, ohne Rücksicht darauf, wie sich das eigene Handeln auf die Kollegen auswirkt. Es herrscht weitgehend ein Ellenbogen-Denken.
Umgang mit älteren Kollegen
In diesem Bereich sind mir keine negativen Aspekte aufgefallen. Der Umgang wirkt insgesamt unauffällig und korrekt.
Vorgesetztenverhalten
Führung erfolgt aus meiner Wahrnehmung heraus primär Top-Down und ohne echte Einbindung des Teams. Kritik wird nicht angenommen, und der Führungsstil lässt jegliches Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Mitarbeitenden vermissen.
Arbeitsbedingungen
Die strukturelle Personalknappheit und das dauerhaft hohe Arbeitsaufkommen führen zu sehr schwierigen Rahmenbedingungen, bei denen die eigentliche Arbeit kaum noch bewältigt werden kann.
Kommunikation
Eine konstruktive Kommunikation findet aus meiner Sicht nicht statt. Einwände oder Feedback von Mitarbeitenden werden weitgehend ignoriert. Stattdessen werden Anweisungen ohne vorherige Rücksprache durchgedrückt, egal welche Auswirkungen das auf die Praxis hat.
Gleichberechtigung
Eine Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern kann ich absolut nicht erkennen. Nach meiner Beobachtung werden männliche Kollegen bevorzugt, während die Leistung von weiblichen Beschäftigten oft als selbstverständlich abgetan wird. Zudem habe ich im Alltag einen sehr unangebrachten Umgangston erlebt.
Interessante Aufgaben
Die eigentliche Arbeit ist stark monoton und repetitiv. Gleichzeitig wird von einem erwartet, komplexe Zusatzaufgaben wie Projektplanungen zu übernehmen – allerdings ohne die dafür nötige Zeit oder personelle Ressourcen zur Verfügung zu stellen.