Hier wird mit Existenzen gespielt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie man als Angestellte:r ausgenutzt wird. Man opfert einen Großteil der eigenen Freizeit über die reguläre Arbeitszeit hinweg und das wird als Selbstverständlichkeit erachtet. Es wird ein extremer emotionaler Druck ausgeübt und man bekommt eingeredet, dass die eigenen Fähigkeiten unzureichend sind, anstelle dass man gefördert und unterstützt wird. Der Großteil des Gesagten der Vorgesetzten darf man leider nicht glauben.
Verbesserungsvorschläge
In Vorstellungsgesprächen sollte direkt kommuniziert werden, wofür man angestellt wird. Vielleicht sollte man auch nur so viele Leute anstellen, wie man bezahlen kann und nicht im späteren Verlauf versuchen, ihnen weniger zu zahlen.
Arbeitsatmosphäre
Man fühlt sich überwacht und selbst die kleinsten Fehler werden direkt in Mitarbeiter:innengesprächen angeführt. Man fühlt sich extrem unter Druck gesetzt. Die Vorgesetzten erfinden Absprachen, die man angeblich gemeinsam getroffen hat und werfen einem die Nichterfüllung vor.
Die Kolleg:innen sind jedoch alle extrem nett.
Kommunikation
Es gibt mehrere Personen, die Entscheidungen treffen und diese haben alle unterschiedliche Meinungen. Innerhalb von Projekten ist die Kommunikation somit oft mehrdeutig, weil man es ständig allen rechtmachen muss, ohne dass eine Absprache der leitenden Personen untereinander gibt.
Geplante Mitarbeiter:innengespräche werden einem oft nur wenige Stunden vorher mitgeteilt, man kann sich also nie darauf vorbereiten.
Work-Life-Balance
Überstunden werden vorausgesetzt. Falls man Überstunden gutgeschrieben bekommt, wird vorgeschrieben, wann man diese abbauen darf. Oft bekommt eine Person die alleinige Projektverantwortung für riesige Projekte und selbst, wenn man darauf hinweist, dass die Umsetzung allein nicht möglich ist, wird lediglich darauf bestanden, mehr Überstunden zu machen.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten üben ständigen Druck aus. Bei Mitarbeiter:innengesprächen wird bei Kritik oft sehr emotional und eingeschnappt reagiert. Trotzdem kann man sich selbst total absurde Vorwürfe anhören, zum Beispiel, dass man nicht mehr Verantwortung übertragen bekommt, weil man mal in der Mittagspause vergessen hat, das Schreibtischlicht auszuschalten. Man verlässt oft vollkommen sprachlos solche Gespräche, in denen mit Kündigung und Gehaltsminderung gedroht wird. Ständig wird einem mit Kündigung gedroht und kleinste Fehler direkt vermerkt. Nach der Einstellung wurde klargemacht, dass mehr Personen eingestellt wurden, als übernommen werden sollen. Hier wird ganz klar mit dem Schicksal von Menschen gespielt.
Arbeitsbedingungen
Viele Mitarbeiter:innen sitzen auf Stühlen, die für Büros nicht zulässig sind. Man darf die Tischhöhe nicht verändern, weil dies den Raumeindruck stören würde. Nicht jeder, der eingestellt wird, bekommt direkt einen Arbeitsplatz oder ein Arbeitsgerät. Monatelang wechselt man von Schreibtisch zu Schreibtisch und muss auch die IT-Konfiguration der vielen Geräte selbst übernehmen. Weil res d lieber Personen kündigt, als für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen, wird darauf spekuliert, dass irgendwann schon wieder genügend Geräte verfügbar sind.
Home-Office ist eigentlich nicht machbar und absolut nicht erwünscht. Viele Kollegin bringen ihr eigenes Wasser und ihre eigenen Arbeitsmaterialien mit, da nichts davon gestellt wird.