Gute Kollegen reichen auf Dauer nicht aus
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kolleginnen und Kollegen und der Zusammenhalt im Team. Teamleitungen, die zuhören. Höhenverstellbare Arbeitsplätze, eine gut ausgestattete Küche und die Möglichkeit, bei gutem Wetter draußen im Hof zu arbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vergütung, Entwicklungsperspektiven und die Kommunikation zwischen Entscheidungsebene und Team. Dazu eine sehr engmaschige Zeit- und Leistungserfassung, die im Alltag zusätzlich belastet. Selbstbild und erlebte Realität gehen aus meiner Sicht auseinander.
Verbesserungsvorschläge
Arbeitsplätze unabhängig vom Standort gleichwertig ausstatten, insbesondere bei Licht, Belüftung und Heizung. Trinkwasserversorgung verbessern. Rückmeldungen aus dem Team verbindlicher aufnehmen und an die Entscheidungsebene weitergeben. Wertschätzung auch in der Vergütung sichtbar machen. Angekündigte Veränderungen mit einem klaren Zeitrahmen versehen und nachhalten.
Arbeitsatmosphäre
Der Zusammenhalt im Team ist aus meiner Sicht die größte Stärke. Es herrscht ein freundschaftliches Verhältnis, man unterstützt sich gegenseitig und vieles wird gemeinsam gelöst. Auch die Teamleitungen nehmen Anliegen ernst und hören zu. Mein Eindruck war allerdings, dass vieles davon auf der Entscheidungsebene nicht weiterverfolgt wurde, was auf Dauer demotiviert.
Die Arbeitszeit muss von allen täglich minutengenau erfasst und zusätzlich über Leistungsnachweise dokumentiert werden, da diese in die Abrechnung einfließen. Dass Nachvollziehbarkeit wichtig ist, verstehe ich. In dieser Detailtiefe hat es bei mir aber zu einem permanenten Gefühl von Kontrolle und Druck geführt, das im Hintergrund immer mitlief.
Homeoffice (1 Tag/Woche) ist nach vorheriger Absprache möglich.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung ist an allen Plätzen vergleichbar: MacBook, externer Bildschirm, Tastatur, höhenverstellbarer Schreibtisch. Die räumlichen Bedingungen unterscheiden sich dagegen erheblich. Ein Teil der Räume ist ansprechend gestaltet, andere entsprechen aus meiner Sicht nicht annähernd dem gleichen Standard.
Manche Arbeitsplätze liegen in Räumen, die parallel mehrere andere Funktionen erfüllen, unter anderem als Küche, Pausenbereich, Besprechungsraum und Durchgangsbereich. Andere Plätze liegen in Bereichen, die ursprünglich nicht als Büro konzipiert waren, mit unzureichendem Tageslicht, schlechter Belüftung und Temperaturproblemen im Sommer wie im Winter. Auch bei der Trinkwasserversorgung sehe ich Verbesserungspotenzial.
Positiv: Die Küche ist gut ausgestattet und steht allen zur Verfügung, und bei gutem Wetter kann auch im Hof gearbeitet werden. Das ist eine angenehme Abwechslung und wird gerne genutzt.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltsniveau lag aus meiner Sicht unter dem, was für den Aufgabenumfang angemessen wäre. Anpassungen erforderten viel Eigeninitiative und sehr viele zehrende Gespräche. Entwicklungsmöglichkeiten sind formal vorhanden: In regelmäßigen Gesprächen werden Kriterien für den nächsten Schritt benannt. Was aus meiner Sicht fehlte, war die Übertragung genau der Aufgaben, mit denen sich diese Kriterien erfüllen lassen. Weiterbildungen wurden nach meiner Erfahrung nur in Einzelfällen genehmigt. Ein angekündigtes Modell mit festen Gehaltsstufen und klar definierten Aufgabenbereichen war bis zu meinem Austritt nicht umgesetzt.