Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt viele Bereiche die für Studenten interessant sind. Zum Beispiel werden neue Technologien (autonomer Kleinbus, Primove-Ladesystem) getestet. Für Studenten mit einem Interesse an Bahntechnik gibt es relativ wenige Unternehmen die als Arbeitgeber in Frage kommen. Deshalb ist es sehr positiv, dass die rnv Praktikanten und Werkstudenten einstellt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Auch auf Nachfrage hat mir leider niemand sagen können, wer für die Tests von neuen Technologien (autonomer Kleinbus, Primove-Ladetechnik) verantwortlich ist und ob es die Möglichkeit gibt, dort als Praktikant oder Werkstudent mitzuarbeiten. Das ist wirklich schade, da viele Studenten gerade an der Entwicklung von neuen Technologien Interesse haben.
Verbesserungsvorschläge
Intern sollte die Nutzung des ÖPNV, also des eigenen Produktes, attraktiver gemacht werden. Bei Firmenfahrzeugen könnte eine Vorreiter-Rolle eingenommen werden, indem beispielsweise auf alternative Antriebe gesetzt wird. Ich glaube, dass die Geschäftsleitung in dieser Richtung denkt, das sollte unter den Mitarbeitern aber weiter verbreitet und attraktiver gemacht werden.
Hilfreich wäre ein Programm, das Praktikanten und Werkstudenten besser in den Betrieb integriert. Ich hatte den Eindruck, dass dazu nicht besonders viel Erfahrung vorhanden ist. Dabei gibt es wirklich interessante Bereiche, in denen auch Studenten mitarbeiten könnten.
Image
Meiner Beobachtung nach nutzen leider viele der Mitarbeiter selber nicht das ÖPNV-Angebot der rnv. Dadurch wird das Image "zuverlässiger Betrieb" nicht besonders konsequent nach außen getragen.
Work-Life-Balance
35 Stunden Woche mit Gleitzeit. Als Praktikant/Werkstudent gute Bedingungen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die rnv hat als Straßenbahn- und Busbetreiber natürlich eine soziale Aufgabe. In der Firma habe ich aber häufig die Meinung gehört, dass man seit man dort arbeite, nicht mehr mit der Bahn fahre. Viele Mitarbeiter stehen also nicht hinter ihrem Unternehmen, sondern distanzieren sich vom ÖPNV. Für neue Technologien wie den Probebetrieb der Primove-Busse war unter den Mitarbeitern wenig Interesse da. Das finde ich schade.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen in meiner Abteilung haben untereinander gut zusammen funktioniert, auch außerhalb der Arbeitszeit. Als Praktikant lernt man schnell jeden kennen.
Vorgesetztenverhalten
Von den Vorgesetzten habe ich als Praktikant und Werkstudent wenig Möglichkeiten und Aufgaben bekommen. Wenn man sich nichts selber sucht, hat man nichts zu tun. Ich hatte oft den Eindruck, dass jeder seiner Aufgabe nachgeht und nicht besonders weit darüber hinausblickt. Deshalb konnte man sich schlecht in die Lage eines Praktikanten versetzen, der gerne möglichst viele unterschiedliche Bereiche kennenlernen möchte.
Arbeitsbedingungen
Die Räumlichkeiten sind modern, Rechner wirken allerdings alt und langsam.
Kommunikation
Es gab in dem halben Jahr, in dem ich mitgearbeitet habe, keine einzige Besprechung in der die ganze Abteilung zusammengesessen hat. An einem Strang wurde nicht gezogen, und es hat lange gedauert, bis ich einen Überblick über die Arbeitsgebiete der Kollegen hatte.
Gehalt/Benefits
Das Werkstudenten-Gehalt liegt meiner Erfahrung nach über dem Durchschnitt. Außerdem kann man mit dem Mitarbeiter-Ausweis die Bahnen und Busse nutzen.
Interessante Aufgaben
Es gibt sehr spannende Aufgaben bei der rnv. Leider ist es nicht gelungen, mir als Praktikant und später Werkstudent eine dieser interessanten Arbeiten zu übertragen. Ich habe versucht, in Eigeninitiative an Aufgaben zu kommen, doch ohne Ideen vom Vorgesetzten ist das als unerfahrener neuer Mitarbeiter sehr schwer.